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Hochbeet anlegen und bepflanzen

Hochbeete sind wahre Wunderkisten. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten: Sie liefern selbst gezogenes Obst, Gemüse und ein paar Blumen, alles auf hohem Niveau. Wir geben Tipps zum Anlegen, Bepflanzen und Pflegen.
Hochbeet "Bretagne" von Garpa aus schwarzem, pulverbeschichtetem Aluminium und Teak auf einer Hinterhofterrasse

Hochbeet "Bretagne" von Garpa aus schwarzem, pulverbeschichtetem Aluminium und Teak.

In diesem Artikel
Das Hochbeet planen und aufstellen
Wie Sie ein Hochbeet füllen und bepflanzen
Das Hochbeet pflegen und schützen
Hilfreiche Tipps, um Gemüse und Kräuter im Hochbeet zu pflanzen
Buchtipps zum Anlegen einen Hochbeets

Statt Frühbeet oder Gewächshaus nutzen viele Hobbygärtner immer häufiger ein Hochbeet zum Gemüseanbau. Die Gründe hierfür sind zahlreich: Unabhängig von der Bodenqualität des Grundstücks sind Hochbeete von allen Seiten und je nach Höhe rückenschonend im Stehen zu pflegen. Außerdem bieten Sie relativ guten Schutz vor Wühlmäusen und Schnecken. Wie Sie Ihr eigenes Hochbeet anlegen, befüllen und vieles mehr, lesen Sie hier.

Das Hochbeet planen und aufstellen

Der richtige Zeitpunkt, um das Hochbeet anzulegen
Herbst und Frühling sind ideal, um ein Hochbeet anzulegen, dann fällt viel natürlicher Abfall (Äste, Laub) im Garten an, dessen Nährstoffe für das Hochbeet nützlich sind.

Standort
Sowohl für Gemüse als auch für die meisten Zierpflanzen bietet sich ein sonniger bis halbschattiger Standort in Nord-Süd-Ausrichtung an. Der Untergrund sollte möglichst eben sein.

Größe
Das Praktische an einem Hochbeet ist, dass man es von allen Seiten "beackern" kann. Deshalb den Rahmen lieber etwas länger und dafür maximal 120 Zentimeter breit planen. Die Höhe des Beets richtet sich zum einen nach den Pflanzen, die darin wachsen sollen (Tiefwurzler wie etwa Rosen brauchen mindestens 50 Zentimeter Erde unter sich, hochwachsende Pflanzen wie Erbsen oder Bohnen lassen sich leichter ernten, wenn sie in einem niedrigeren Beet stehen), und zum anderen nach den eigenen Bedürfnissen. Wer bequem im Stehen arbeiten möchte, für den ist eine Höhe von rund 80 Zentimeter ideal.

Material
Holz, Stein, Kunststoff oder Blech – alles ist möglich. Im Handel gibt es fertige Beetkästen oder Bausätze (in allen Baumärkten sowie zum Beispiel bei www.mygardenhome.com, www.gartenzauber.de, oder www.gartenfrosch.com), Hochbeete lassen sich aber auch ganz einfach selbst bauen (Anleitungen gibt’s zum Beispiel auf www.obi.de oder bei Youtube).

Schlankes Hochbeet "Apila II" von Gartenallerlei

Mit 40 Zentimeter Tiefe perfekt für kleine Gärten: Hochbeet "Apila II" von Gartenallerlei

Wie Sie ein Hochbeet füllen und bepflanzen

Schicht für Schicht
Steht das Hochbeet ohne Boden direkt auf der Erde (vorher Rasensoden und Unkraut samt Wurzeln entfernen!), legt man zum Schutz vor Wühlmäusen engmaschigen Kaninchendraht flächendeckend zuunterst in den Rahmen. Darauf kommt eine Drainageschicht aus gehäckselten Ästen oder Strauchschnitt (30 Prozent), auf diese eine dicke Lage Kompost (40 Prozent) und zum Schluss hochwertige Blumenerde (30 Prozent). Da sich die Schichten noch etwas setzen, mit dem Bepflanzen ein paar Wochen warten und das Beet dann nochmals mit Erde auffüllen.

Gute Nachbarn im Beet
Ein Hochbeet kann recht dicht bepflanzt werden. Um den Platz optimal zu nutzen, höhere Gewächse in die Mitte und niedrigere an den Rand setzen sowie Flach- mit Tiefwurzlern kombinieren. Außerdem darauf achten, dass nur zusammen ins Beet kommt, was sich gut verträgt ("Mischkultur") – etwa Bohnen und Dill, Erdbeeren und Radieschen, Kartoffeln und Pfefferminze oder Tomaten und Knoblauch.

Pflanzzeit
Je nach Sorte können gekaufte oder selbst vorgezogene Jungpflanzen ab Ende Mai ins Hochbeet gesetzt (eventuell nachts mit Folie abdecken) beziehungsweise die Samen direkt ausgesät werden.

Douglasie und Edelstahl: Hochbeet "Ellipsis" von Gartenallerlei

Hochbeet "Ellipsis" von Gartenallerlei, Größe: 202 x 102 x 65 Zentimeter (Breite x Tiefe x Höhe).

Das Hochbeet pflegen und schützen

Gießen
Da sich die Erde im Hochbeet schneller erwärmt, werden Obst und Gemüse darin früher reif und können bis spät im Jahr angebaut werden, das Beet sollte aber auch häufiger gegossen werden.

Dünger
Das erste Jahr benötigt ein Hochbeet noch keinen Dünger, denn dank der frischen Erd- und Kompostschichten sind die Pflanzen optimal versorgt. Aus diesem Grund ist es üblich, zunächst "Starkzehrer" wie Gurken, Kartoffen, Lauch oder Tomaten zu pflanzen und in der Folge mit "Mittel-" und "Schwachzehrern" weiterzumachen und die Erde während der Ruhezeit im Winter mit Mulch und Hornspänen anzureichern.

Schützen
Der bereits erwähnte Kaninchendraht sperrt Mäuse aus, spezielle Schneckenbleche und Kupferband halten Schnecken ab – und auch manche Pflanzen vertreiben Schädlinge, z. B. Ringelblume (Schnecken, Läuse), Lavendel (Ameisen, Läuse), Minze (Kohlweißlinge).

Grünes Gemüse in einem Hochbeet.

Gemüse, Blumen und sogar Obst fühlt sich im Hochbeet pudelwohl.

Hilfreiche Tipps, um Gemüse und Kräuter im Hochbeet zu pflanzen

Gemüse, Kräuter, Blumen – im Hochbeet gedeiht alles gleichermaßen. Geschickt kombiniert, können sich die verschiedenen Arten und Sorten gegenseitig vor Schädlingen schützen. Wir geben hilfreiche Tipps für zahlreiche Gemüse und Kräuter.

  • Rote Bete ist robust, mag humose Böden, viel Sonne – und Bohnen, Zwiebeln, Gurken oder Dill als Beetnachbarn. Aussaat April bis Juni
  • Gurken brauchen viel Platz, nährstoffreichen Boden und immer ausreichend Wasser. Am besten drinnen vorziehen oder gekaufte Pflänzchen ab Ende Mai ins Beet setzen. Echter Lorbeer als „Mitbewohner“ hält Schädlinge fern
  • Tomaten aus Samen zu ziehen ist was für Geduldige. Einfacher geht’s mit Setzlingen aus der Gärtnerei
  • Schnittlauch, Petersilie und andere niedrig wachsende Küchenkräuter eignen sich wunderbar als Randbepflanzung im Beet
  • Kartoffeln pflanzen: Bio- oder spezielle Pflanzkartoffeln als "Mutterknollen" mit zwei Handbreit Abstand in die Erde drücken und diese immer gut feucht halten (Staunässe vermeiden!). Nach gut drei Monaten ernten – und genießen
  • Kapuzinerkresse hat dekorative (und essbare!) Blüten und Blätter, wächst schnell und nahezu überall – und schreckt Schnecken ab
  • Rotkohl braucht Zeit, bis die imposanten Köpfe ausgewachsen sind. Deshalb empfiehlt es sich, Kohl im zeitigen Frühjahr drinnen vorzuziehen
  • Minze Lockt Insekten an, ihre Blätter sind vielseitig einsetzbar – nur ihre Wurzeln machen sich ganz schön breit. Deshalb samt Topf ins Bett setzen

Buchtipps zum Anlegen einen Hochbeets

  • "Hochbeet“ von Huw Richards, 16,95 Euro (DK Verlag), Folko Kullmann
  • "Hoch das Beet!" von Folko Kullmann, 14,99 Euro (GU)
  • "Das sensationelle Winterhochbeet“ von Doris Kampas, 17,95 Euro (Edition Löwenzahn)
Hochbeet bauen – so funktioniert's
Ein Hochbeet verschönert jeden Garten: Dank seiner Höhe setzt es selbst Radieschen, Erbsen und Salat in Szene, es ist bequem zu pflegen und auch Gartenlaien können es bauen.