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Schöne Nieswurze – winterharte Frühjahrsblüher

Die Nieswurzen-Pflanzengruppe gehört zu den ersten Blumen des Jahres, die uns mit ihren Blüten erfreuen. Ob elegant in Weiß, in zartem Grün-Rosa oder in warmem Beerenton, alle gehören zu der Pflanzengattung Helleborus, die sich durch Frosthärte auszeichnet und mit wintergrünen Blättern dem Garten und Balkon das ganze Jahr hindurch eine edle Note verleiht.
Christrose, Nieswurz
In diesem Artikel
Lenzrose, Schneerose, Christrose oder Nieswurz?
Woher stammen Lenzrose und Co.?
Wie und wann pflanzt und pflegt man Helleborus?
So schneiden Sie Helleborus für die Vase

Lenzrose, Schneerose, Christrose oder Nieswurz?

Nieswurz, Christrose, Schneerose oder Lenzrose … das ist hier die Frage! Zunächst gehören sowohl Christrose, Schneerose als auch Lenzrose alle zu den Nieswurzen, nämlich der Gattung Helleborus, was die lateinische Bezeichnung für Nieswurze ist. Der Unterschied lässt sich anhand der Blütezeit der Stauden recht einfach erkennen. Alle drei Arten und Hybriden gehören zu den wintergrünen Mehrjährigen. Das bedeutet, dass die Pflanzen mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte überdauern und sie ihr Laub nach der Blüte abwerfen und erneuern.

Die Christrose blüht um die Weihnachtszeit, besonders frühe Sorten sind 'Praecox' und 'Winter Sun', die bereits im November ihren Blüten-Auftritt haben. Die Schneerose beginnt meist Anfang des Jahres ihr Blütenkleid zu zeigen, und die Lenzrose öffnet im Frühling ihre Blüten, wie der Begriff "Lenz" aus der Lyrik bereits verrät. Es gibt sogar viele Lenzrosen-Sorten, die bis in den April hinein blühen. Und auch in der Abblüte ist die Lenzrose ein edler Hingucker. Die Blütenblätter verfärben sich nämlich bei vielen Sorten grün und zeigen sich neben den im März und April erscheinenden Frühjahrsblühern als attraktive Beetpartner.

Lenzrose, Helleborus, Nieswurz

Helleborus so weit das Auge reicht. Gerade im Frühjahr findet man auf Blumenmärkten und in den Gärtnereien die eleganten Blüher.

Des Weiteren gibt es noch eine Nieswurz-Art, den Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus). Und man vermutet es schon: Nomes est omen, denn seine Laubblätter verbreiten einen unangenehmen Duft, was auch die lateinische Artbezeichnung foetidus (stinkend) erklärt. Ähnlich wie andere Arten der Gattung der Nieswurzen, ist der Stinkende Nieswurz eine häufige Gartenpflanze, da sie mit ihren grünen Blüten, die eine rote Umrandung aufweisen, und mit ihrer Größe von bis zu einem halben Meter eine attraktive Bereicherung fürs Gartenbeet während des Frühlings ist. Zudem bietet sie mit ihrem Nektarangebot eine willkommene erste Nahrungsquelle des Jahres für Bienen.

Eine interessante, geschichtliche Anekdote ist, woher der Name "Nieswurz" stammt. Ein Wurz ist eine Wurzel. Die Vorsilbe "Nies" ergab sich aus der ursprünglichen Verwendung der Helleboruswurzel. Vor einigen Jahrhunderten wurde nämlich die geriebene Wurzel dazu verwendet, um gezielt einen Niesreiz auszulösen und so schädlichem Schleim in der Nase zu loszuwerden, der angeblich zu nervösen Leiden geführt haben soll. So bekam diese Pflanzengruppe ihren Namen. Heutzutage ist von jeglicher Einnahme von Teilen dieser Pflanzen abzuraten, da sie hochgiftige Inhaltsstoffe (Helleborin) enthalten!

Botanisch handelt es sich bei der Christrose um die Art Helleborus niger, die Schneerose besteht aus Artkreuzungen verschiedener Helleborus-Arten, die viele gute Eigenschaften wie frühe Blüte und Farbreichtum in sich vereinen. Die Lenzrose heißt wissenschaftlich Helleborus x hybridus. Sie ist in ihrer Farben- und Formenvielfalt eine Kreuzung von Helleborus orientalis und anderen Helleborus-Arten.

Woher stammen Lenzrose und Co.?

Helleborus wildvorkommend

Helleborus kommt, wenn auch selten in Deutschland wild vor, besonders gern mag die Pflanzengattung lichte Waldränder.

Will man Helleborus in der Natur finden, muss man sich nach Südostasien begeben. Helleborus orientalis findet man beispielsweise bei einem Spaziergang durch die Bergwiesen und Waldränder der Türkei oder des Kaukasus. Wer ganz viel Glück hat, der kann im Berchtesgadener Land die Frühlingsrosen wild vorkommend finden. Glücklicherweise sind die zarten Frühblüher aber fast ganzjährig in den Gärtnereien erhältlich.

Wie und wann pflanzt und pflegt man Helleborus?

Lenzrose (Helleborus atrorubens), Nieswurz

Helleborus hat viele Gesichter, einige Arten erblühen in frischem Pink, andere in zartem Grün-Weiß.

Lenzrosen, Christ- und Schneerosen können theoretisch das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist. Der optimale Zeitpunkt ist im Herbst kurz vor der Blütenbildung. Aber auch im Frühjahr, wenn die frischblühenden Lenzrosen Einzug in die Gärtnereien halten, können Sie Ihrem Garten oder dem Balkon neuen Glanz verleihen und sie in Beet und Topf pflanzen. Auch wenn die Pflanzen frosthart sind, wählen Sie bitte dickwandige, frostharte Gefäße aus! Wichtig ist außerdem, die Helleborus-Stauden nach der Pflanzung und auch im Anschluss immer schön zu gießen. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Deshalb im Garten den Boden gegebenenfalls mit Sand durchmischen und auf Balkon und Terrasse den Kübel mit einer Drainageschicht versehen. Ansonsten sollte der Boden frisch, humos und kalkhaltig sein. Überlegen Sie sich den Standort am Anfang genau, denn ein Umpflanzen könnten Ihnen die Helleborus-Arten übel nehmen.

Lenzrose, weiß

Lenzrosen blühen im zeitigen Frühjahr und erfreuen auch danach noch mit ihrem wintergrünen Laubwerk.

Besonders wohl fühlen sie sich in kleinen Grüppchen von 3 bis 10 Pflanzen. Sie werden in einem Abstand von 50 cm gesetzt. Wählen Sie einen halbschattigen Standort. Ist Ihr Balkon oder Garten mit voller Sonne ausgestattet, schauen Sie, ob Sie unter einem Gehölz oder einer größeren Kübelpflanze ein geeignetes Plätzchen für sie finden. Im Garten werden über den Winter herabgefallene Blätter einfach auf und um die Pflanzen herum liegen gelassen, das dient nicht nur als natürliche Schutzschicht, sondern auch als Kompost. Helleborus im Kübel sollte am besten im Frühjahr und im Herbst mit Universaldünger gedüngt werden. Wundern Sie sich nicht, wenn bei sehr tiefen Temperaturen die Blüten und Blätter herunterhängen, das Erschlaffen ist ein natürlicher Zellschutz der Pflanze. Wird es wärmer, richten sich die Triebe auch wieder auf.

Schneerose

Wunderschöne Sorte aus der Helleborus Gold Collection: die Schneerose 'HGC® Ice N' Roses® White' ℗ (Helleborus x glandorfensis).

So schneiden Sie Helleborus für die Vase

Christrose in der Vase

Auch als Schnittblume macht Helleborus eine elegante Figur. Die Christrosen mit ihren schneeweißen Blüten sehen beispielsweise zur Weihnachts- und Winterzeit in einem Kranz mit Wasserreservoir äußerst dekorativ aus . Aber auch die anderen Helleborus-Arten wie Schneerose und Lenzrose eignen sich für den Schnitt und können in Vasen drapiert werden. Damit Sie möglichst lange Freude an den geschnittenen Frühblühern haben, ist es ganz wichtig, die Blütenstängel entweder zu halbieren oder kreuzweise einzuschneiden. So ist eine großzügige Wasseraufnahme garantiert und die Schnittblumen lassen nicht so schnell ihre Köpfe hängen.

Weitere fundierte Garteninformationen finden Sie in unserem Pflanzenlexikon.