CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Schnecke: Gefräßiger Gartenschreck

Der Garten erblüht in frischer Pracht, doch dann machen Ihnen Schnecken einen schleimigen Strich durch die Rechnung? Hier lesen Sie, wie Sie sich gegen die lästigen Gartenbewohner zur Wehr setzen können - und welche Pflanzen vor Schneckenfraß sicher sind.
Kleiner Kräutergarten auf dem Balkon
In diesem Artikel
Schnecken im Garten
Schneckenarten: Eine Unterscheidung
Mittel gegen Schnecken
Richtig Pflanzen
Schneckenplage vorbeugen

Schnecken im Garten

Die schöne Pracht von frischem Grün kann man mit Schnecken im Garten nicht so wirklich genießen. Schließlich vergreifen sich die Störenfriede nur zu gerne an sorgsam und mühevoll gehegten Pflanzen und hinterlassen abgefressene Leere wo eigentlich blühende Landschaft herrschen solle. Welche Mittel sich anbieten, um die Schnecken zu bekämpfen, lesen sie hier.

Schneckenarten: Eine Unterscheidung

Die Schnecke, mit wissenschaftlichem Namen 'Gastropoda', zählt zum Stamm der Weichtiere. Von ihrer Art gibt es tausende, eine genaue Zahl der unterschiedlichen Schneckenarten ist nicht bekannt. Das einfachste Merkmal für Gartenbesitzer ist ohnehin die Unterteilung in Gehäuseschnecken, also Schnecken mit Schneckenhaus, und Nacktschnecken. Welche Art dem Gärtner beziehungsweise dessen grünen Schätzen gefährlich werden kann? Auch wenn es Ausnahmen gibt, ist es in den meisten Fällen die Nacktschnecke, die den Pflanzen zu Leibe rückt. Als Übeltäter zu nennen wären hier zum Beispiel die Spanische Wegschnecke oder die Garten-Wegschnecke. Ein prominenter Vertreter der Gehäuseschnecke ist die Weinbergschnecke.

Nacktschnecken richten im Garten großen Schaden an

Mittel gegen Schnecken

Strategien und Mittel wie man Schnecken am besten los wird, gibt es viele. Manche greifen auf Haus-, andere lieber auf Industriemittel zurück. Hier eine Übersicht: den Anfang machen Tipps zur sanften Abwehr.

Schneckenzaun:
Ein oftmals von Erfolg gekröntes Mittel zum Schutz vorm Angriff der Schnecke ist der Schneckenzaun. Zahlreiche Varianten, ob aus Metall, Kunststoff oder auch Holz sind im Handel erhältlich. Wie sie in der Regel funktionieren? Die Zäune sind mit abgewinkelten Profilen ausgestattet, welche die Schnecken nicht bezwingen können. Wichtig hier: Überhängende Blätter müssen innerhalb des Zauns gehalten werden. Sonst nutzen Schnecken die Pflanzen als Brücke, um den Zaun zu überwinden.

Absammeln:
Wirkungsvoll, aber relativ aufwendig –  sammeln Sie die lästigen Garten-Gäste wiederholt ein. Am besten eigenen sich dafür die Abend- oder Morgenstunden, da die Schnecke ein überwiegend nachtaktives Tier ist. Um die Schnecken möglichst an einem Ort zu bündeln, legen Sie Unterschlüpfe für sie aus, beispielsweise Holzlatten oder Holzbretter, unter denen sich die Tiere tagsüber zurückziehen können.

Feuchtigkeit regulieren:
Schnecken lieben und brauchen zur Fortbewegung feuchte Böden – so weit, so bekannt und so wenig steuerbar. Doch trotzdem gibt es auch hier Tipps, die helfen. Gießen Sie Ihre Pflanzen am besten morgens, so kann der feuchte Boden tagsüber, wenn die Schnecke ruht, trocknen und ist abends, wenn sie sich auf die Wanderschaft macht, nicht mehr ganz so feucht. Versuchen Sie darüber hinaus nicht jeden Tag, sondern nur alle zwei oder drei Tage und so gut es geht auch punktuell zu gießen.

So wird man den Maulwurf los
Wer Maulwürfe nicht im Garten haben möchte, dem bleibt nur eine Wahl: sie vertreiben. Dazu muss man ihre Launen kennen.

Sollten diese Tipps nicht helfen, kann man zu folgenden rabiateren Mitteln greifen.

Barrieren bauen:
Ein Ring, beispielsweise aus Sägemehl, Kaffeesatz oder Kalk, welcher um die zu schützenden Pflanzen gezogen wird, soll Schnecken ebenfalls in Schach halten. So sorgen Sägemehl und Kalk für einen relativ trockenen Boden, Kaffee mögen die Weichtiere dagegen zum einen nicht riechen, zum anderen ist er für die Schnecken giftig. Bei Kalk ist aus verschiedensten Gründen ein wenig Vorsicht geboten. Zum einen gilt es darauf zu achten, dass der PH-Wert des Bodens nicht zu sehr steigt, da sich ein zu hoher PH-Wert negativ auf diverse Pflanzen auswirkt. Zum anderen sind verschiedene Kalkformen, beispielsweise Branntkalk oder Löschkalk stark ätzend, und dürfen weder eingeatmet, noch berührt werden. Wichtig bei allen drei Mitteln: Nach Regen müssen die Ringe natürlich wieder neu aufgeschüttet werden.

Schneckenkorn:
Zu Schneckenkorn gibt es viele und aufgrund verschiedener Inhaltsstoffe vor allem sehr differenzierte Meinungen. So arbeiten manche Mittel mit dem natürlichen Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, der Tieren und Menschen nicht gefährlich und deswegen auch im biologischen Landbau verwendet wird. Andere Mittel dagegen wirken durch den Stoff Metaldehyd.  In zu hoher Dosierung ist die Chemie giftig für Tier und Mensch.

Schneckenfalle:
Die gängiste Schneckenfalle ist die sogenannte Bierfalle. Und die ist so kostengüngstig wie einfach. Alles was man braucht ist ein Becher und ein wenig Bier. Der Becher sollte etwa bis zur Hälfte mit Bier gefüllt und im Boden vergraben werden. Die Schnecken werden vom Biergeruch angezogen, fallen in den Becher und ertrinken. Wichtig dabei: Nicht ebenerdig eingraben, sondern ein paar Zentimeter überstehen lassen, so dass andere Insekten nicht ebenfalls in dem Gefäß ertrinken. Bevorzugt wird die Falle im Frühling eingesetzt, wenn das Nahrungsangebot für die Schnecken noch zu wünschen übrig lässt. Aber Vorsicht: Der Geruch des Biers zieht die Schnecken sehr stark an, lockt sie eventuell auch aus anderen Gärten an. Auch die unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke folgt dem Geruch.

Richtig Pflanzen

Gartengeräte und was sie können - kleine Schaufel

Die wohl pragmatischste Herangehensweise ans leidige Thema: Bieten Sie der Schnecke nichts an, was ihr schmeckt. Praktischerweise gibt es eine Vielzahl an schneckensicheren Pflanzen, auf die die Schnecke nicht wirklich Hunger hat und die zudem schön anzusehen sind.

  • Garten-Bergenie (Bergenia purpurascens)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata)
  • Blaue Himmelsleiter (Polemonium caeruleum)
  • Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Sternkugel-Lauch (Allium christophii)
  • Große Sterndolde (Astrantia major)
  • Ruthenische Kugeldistel (Echinops ritro)
  • Felsen-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)
  • Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus)

Schneckenplage vorbeugen

Damit Sie sich im Sommer erst gar nicht mit einer Schneckenplage und all ihren negativen Folgen auseinandersetzen müssen gilt es schon, proaktiv den Eiern der Schnecken an den Kragen zu gehen. Die Schnecke legt sie im Herbst zu Hunderten ab. Ihre bevorzugten Plätze? Kleinere Erdlöcher, Ritzen an Wegen oder Beeten oder generell unter Dingen wie Regentonnen, Steinen oder losen Brettern.

Suchen Sie diese also nach den kleinen wenig millimetergroßen Eiern, die eine weiß bis milchweiße Farbe haben, ab und entsorgen Sie die Eier, beispielsweise im Hausmüll. Eine weitere Herangehensweise: Graben Sie kurz nach dem ersten Frost im Herbst oder auch im Frühjahr die Erde gut durch. So befördern Sie die Eier nach oben, die dann entweder von Vögeln gefressen werden oder in der Kälte absterben.

Weitere Themen:
 

Wühlmaus im Garten
Die Wühlmaus ist ein ungebetener Gast im Garten. Schließlich treibt sie so manche Pflanze ins Verderben. Mit ein paar einfachen Tricks werden Sie die Nager jedoch wieder los.
Video: Fruchtfliegenfalle selber machen
… tut keiner Fruchtfliege etwas zuleide: Unsere Bio-Obstfalle zieht die Tierchen mit einem Lockmittel an, später lassen Sie die kleinen Plagegeister draußen einfach wieder frei.