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Kleingewächshaus - einrichten, Tipps und schöne Modelle

Kübelpflanzen hell überwintern, Sommerblumen selbst heranziehen, das ganze Jahr Gemüse ernten und dabei natürlich eine gute Figur im Garten machen: Welches Gewächshaus für Sie das Richtige ist.
Viktorianisches Gewächshaus im Garten

Viktorianische Gartengewächshäuser sind nicht nur praktisch, sondern auch richtig schöne Schmuckstücke. 

In diesem Artikel
Passende Modelle für jeden Garten
Glas oder Kunststoff - die richtige Bedachung
Rahmen aus Aluminium
Zubehör und Einrichtung für Kleingewächshäuser

Den Traum vom Gärtnern unter Glas erfüllen sich immer mehr Gartenbesitzer. Je nach Vorliebe und Stil des Gartens können Sie sich für eine elegante Stahlgerüst-Konstruktion mit verziertem First entscheiden, eine rustikale aus Holz oder eine gewöhnliche aus Aluminium. 

Passende Modelle für jeden Garten

Sie möchten schon im Mai frisch ernten oder sich über die ersten Oleanderblüten freuen? Dann brauchen Ihre Pflanzen ihre eigenen vier Wände. Vom Frühbeetkasten bis zum Gewächshaus - da ist für jeden etwas dabei.

 Je nachdem, wie Sie Ihr Gewächshaus nutzen wollen, sind unterschiedliche Formen, Größen und Ausstattungen sinnvoll. Sollen frostempfindliche Exoten überwintern, muss es gedämmt und beheizbar sein. Wollen Sie aktiv gärtnern, brauchen Sie Strom- und Wasseranschluss und so viel Platz, dass Sie aufrecht im Haus stehen können. Als geschützter Sitzplatz für kühlere Tage eignen sich nur größere Gewächshäuser.

  • Folientunnel lassen sich sehr leicht auf- und abbauen. Das ist ein großer Vorteil beim Anbau von Tomaten, die man jedes Jahr an andere Stelle pflanzen sollte, um der Krautfäule vorzubeugen.
  • Kleingewächshäuser bieten das beste Klima und sind je nach Modell ein Highlight für stilbewusste Gärtner. Richtig praxistauglich sind Gewächshäuser nur, wenn sie über große Lüftungsklappen verfügen, mehr als 180 cm hoch sind, eine Grundfläche von mindestens 2 x 3 m haben - und bei Bedarf beheizbar sind. Die Heizkosten schwanken je nach Eindeckung, Bauweise und Temperatureinstellung ganz erheblich.
  • 12 qm Grundfläche reichen, um drei bis vier Personen regelmäßig mit Tomaten oder Paprika zu versorgen.
  • Foliengewächshäuser sind schnell auf- und bei Bedarf wieder abgebaut und sind Folie statt Glas versehen. Folienhäuser sind preiswerter als Häuser aus Glas, aber empfindlicher gegen mechanische Beschädigungen.  
  • Anlehngewächshäuser haben nur drei Wände und nutzen eine vorhandene Mauer vom Haus oder der Garage als vierte. Das spart Platz und das Haus lässt sich leichter beheizen.
Gewächshaus Garden Igloo

Sitzplatz im Grünen: Das "Garden Igloo" aus PVC ist in nur zwei Stunden aufgebaut und wird an heißen Tagen - nur mit Stoff bespannt - zum schattigen Ruheplatz. 

Glas oder Kunststoff - die richtige Bedachung

Die wichtigste Entscheidung treffen Sie jedoch mit der Wahl des Materials, welches das Haus eindeckt: Glas, Kunststoff oder Folie.
Folie ist das preiswerteste Material, Glas lässt am meisten Licht durch, ist aber schwer. Stegdoppelplatten aus Kunststoff sind hagelsicher und haben sich im Hobbybereich überwiegend durchgesetzt. 

Gewächshaus-Guide: Was ist beim Aufstellen zu beachten?

  • Ideal sind sonnige Standorte, an denen auch keine Schatten von Bäumen auf das Haus fallen. Zum Schattieren gibt es bei Bedarf spezielle Schattierungsmatten.
  • Ein Standort nahe am Haus sorgt für kurze Wege.
  • Für optimalen Lichteinfall richten Sie das Haus möglichst in Nord-Süd-Richtung aus. So kann die Morgen- und Nachmittagssonne durch die Längsseiten einfallen und das Haus erwärmen.
  • Kleingewächshäuser sollten auf einem festen Fundament stehen, bei kleineren Modellen bis 15 qm reichen Fundamente aus handelsüblichen Wegeplatten von 50 x 50 cm. Bei größeren Häusern sollte es ein 60 - 80 cm tiefes Punkt - oder ein durchgehendes Streifenfundament sein. 
  • Das Gewächshaus sollte auch optisch in den Garten passen. Glas oder Stegdoppelplatten wirken immer schöner als Folie, gemauerte Sockel wirken hochwertig.
  • Meist braucht man keine Baugenehmigung für Hobbygewächshäuser, fragen Sie aber zur Sicherheit immer bei der Baubehörde nach, da es je nach Standort im städtischen Innen- oder Außenbereich Ausnahmen geben kann. 

Klären Sie, wofür Sie das Gewächshaus nutzen möchten. Soll die Saison mit Gemüse und eigenen Jungpflanzen früher beginnen und später enden, so genügt oftmals schon eine Hülle aus Folie.
Wollen Sie Kübelpflanzen überwintern und später Tomaten pflanzen? Dann sollten Sie ein Klein- oder Anlehngewächshaus mit Einfachglas oder Stegdoppelplatten wählen. Werden die Wände im Winter mit Noppenfolie ausgekleidet, so genügt eine kleine Heizung, um es für mediterrane Kübelpflanzen frostfrei zu halten. Noppenfolien alleine halten das Haus etwa bis minus 5 °C frostfrei. 

Gartengewächshaus im Winter

Die Verglasung entscheidet über die Wirksamkeit der Isolierung, die mit dem sogenannten k-Wert charakterisiert wird. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist die Isolierung. 

Wer ein Gewächshaus das ganze Jahr als warme Unterkunft für Zimmerpflanzen oder Orchideen nutzen möchte, braucht ein mit Isolierglas oder Stegdreifachplatten eingedecktes Haus - die Königsklasse im Gewächshausbau. Ohne diese stark isolierenden Materialien sind die Heizkosten kaum tragbar.
Wie gut ein Material den Wärmedurchfluss mindert, wird mit dem sogenannten k-Wert dargestellt. Isolierglas hat einen Wert von 3,2, Gartenblankglas von 6,5. Je niedriger der Wert, desto wirksamer ist die Wärmedämmung.

Im Sommer kommt es vor allem auf eine gute Belüftung an. Je nach Größe sollte das Haus mindestens ein oder zwei Dachfenster besitzt, die man mit einer Stange oder automatisch öffnen kann. 

Rahmen aus Aluminium

Gartengewächshäuser werden als Bausatz zum Selbstaufbau geliefert, was mit etwas Geschick und mehreren Helfern auch Ungeübten problemlos zu bewältigen ist. 

Nahezu alle Modelle haben leichte, aber überaus stabile Rahmen aus Aluminium. Das robuste Material ist absolut witterungsbeständig und kann nicht rosten. 
Tomatenhäuser haben oft eine tragende Konstruktion aus Holz, das mit rostfreien Winkeln verbunden ist. 

Zubehör und Einrichtung für Kleingewächshäuser

Mit Hängeregalen für Aussaatschalen, Töpfe oder Pflanzen nutzen Sie den begrenzten Raum so gut wie möglich. Die Regale gibt es meist als Aluminiumborde mit 40 cm Breite und in unterschiedlichen Längen.

Wer das Gewächshaus zur Überwinterung von mediterranen Kübelpflanzen wie Oleander und Zitrus nutzen möchte, muss es zumindest frostfrei halten. Die dafür nötigen Heizungen arbeiten entweder mit Strom oder Gas. Die Temperatur wirkt sich entscheidend auf das Pflanzenwachstum aus. Ein Thermometer mit Speichermöglichkeit für die höchsten und niedrigsten Werte ermöglicht sogar die Überwachung der Nachttemperaturen, sodass Sie bei Bedarf zum Beispiel die Einstellung der Änderung Heizung ändern können.

Gewächshausheizung

Heizungen für Gewächshäuser sind entweder strom- oder gasbetrieben. Das abgebildete Elektromodell kann im Sommer auch als Gebläse dienen.

 

In ungeheizten Gewächshäusern können Spät- und Frühfröste durchaus Schaden anrichten. Mit kostengünstigen Petroleumheizungen kann man in solchen Fällen Gewächshäuser bis zu 14 qm beheizen. Die Brenndauer liegt bei einer Tankfüllung von 4 Litern bei rund 16 Stunden. Die Heizleistung beträgt ca. 2,5 kW/h.

Schattiermatte für Gewächshäuser

Dichtes Kunststoffgewebe ist schnell angebracht und schattiert das Gewächshaus bei sommerlicher Hitze. Außen angebracht dämpfen sie Hagelschlag. 

Steigt die Temperatur im Gewächshaus bei Sonnenschein an, muss möglichst rasch gelüftet werden. Das sollten automatische Lüfter übernehmen, damit das Gewächshaus auch in Ihrer Abwesenheit nicht zum Backofen wird. 

Text: Thomas Heß

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