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Außenküche – genussvoll draußen kochen

Grillabend im Garten kann jeder – die nächste Zünd­stufe heißt: Außenküche! Was man zur Grundausstattung für dieses Upgrade braucht, welche Gesetze es dabei zu beachten gilt und wie man Anschlüsse legt, wo keine sind, erklären wir hier kurz und bündig. Kleine Warnung vorab: Die Gäste bleiben (noch) länger als beim Grillabend – und sie kommen bestimmt sehr gern wieder!
Modul-Outdoorküche von Röshults

Outdoorküche von Röshults bestehend aus dem Spülenmodul "Garden Kitchen Sink" und dem großen Kohlegrill "BBQ Grill 320".

In diesem Artikel
Vorteile der Außenküche
Ausstattung und Zubehör für Außenküchen
Anschlüsse für die Außenküche
Der richtige Schutz
Der ideale Standort für die Außenküche
Materialien für die Außenküche: Holz, Edelstahl, Kunststoff?
Recht und Ordnung
Mobil und flexibel: Module auf Rollen für schnell entschlossene
Eine Außenküche selber bauen

Diesen Sommer geht es zum Kochen nach draußen in die Outdoorküche. Ob sommerliches Risotto, mehrgängige Menüs oder Steak vom Grill: In der Außenküche können sich Vegetarier, Gourmets und Grill-Fans austoben. Wenn die Küche im Garten steht, sparen Sie sich lange Wege vom Haus in den Garten, während das Essen kalt wird und die Gäste alleine draußen sitzen bleiben.

Vorteile der Außenküche

Eine Outdoorküche gibt Ihnen den Luxus, ganz spontan entscheiden zu können, was und wie Sie im Garten kochen oder grillen wollen. Denn die modernen Außenküchen können eigentlich alles, was in einer "normalen" Küche auch möglich ist. Viele Gartenküchen sind mindestens mit einer Kochstelle und einem Grill ausgestattet. So können Sie Spaghetti genauso gut zubereiten wie Wok-Gerichte oder sogar ein gegrilltes Steak. Das Schöne bei einer Outdoorküche: Sie müssen nicht allein in der Küche stehen, sondern können sich mit ihren Gästen unterhalten, während Sie an der Outdoor-Station das Essen zubereiten. Und beim Steakbraten haben Sie nicht den Geruch in der Küche.

Ausstattung und Zubehör für Außenküchen

Eine Outdoorküche steht in ihrer Ausstattung einer kleinen Einbauküche im Idealfall in nichts nach. Neben mehreren Gas-Brennstellen besitzt eine gut ausgestattete Außenküche eine Grillstelle und die Möglichkeit, einen Wok einzusetzen. Einige Outdoorküchen bieten Halterungen für Spieße, an denen größere Braten garen können. Ist eine Abdeckhaube vorhanden, lässt sich in der Gartenküche sogar backen. Doch bevor Sie in professionelles Equipment investieren: Für die ersten Kochversuche unter freiem Himmel ist eine einfache Außenküche mit Gasgrill völlig ausreichend. Die meisten Küchensysteme für den Garten bestehen aus Modulen, die Sie bei Bedarf erweitern können.

Outdoor-Küche von Wwoo

Bereit fürs Kochen: Die Außenküche von Wwoo punktet mit Keramikgrill, Spülbecken, viel Arbeitsfläche und reichlich Zubehör.

Neben der eigentlichen Kochstelle sollte eine Outdoorküche über ausreichend Arbeitsfläche verfügen. Nur so ist es möglich, in der Außenküche alle Speisen vor- und zuzubereiten. Ablagemöglichkeiten und Stauraum für Küchenutensilien erleichtern das Arbeiten an der Kochstation zusätzlich. Äußerst praktisch wird eine Outdoorküche, wenn sie über ein Spülbecken und einen Wasserhahn verfügt. Einfach den Gartenschlauch mit dem üblichen Garten-Stecksystem an die Spüle anschließen und schon haben Sie in der fließend Wasser. So können Sie in der Outdoorküche das im eigenen Garten gezogene Gemüse putzen und die Küche im Haus bleibt sauber.

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Luxusversionen der Outdoorküche bieten neben Kochstelle, Arbeitsfläche und Spüle sogar die Möglichkeit, elektrische Geräte zu integrieren. Öfen, Induktionsherde oder Kühlschränke sind in solch einer Gartenküche möglich. Derartig ausgestattet kommt die Außenküche dann jedoch preislich schon an eine gute Einbauküche heran. Doch selbst ohne aufwändige Technik ist eine gute Outdoorküche nicht ganz günstig. Selbst Standard-Modelle mit einfachem Gasbrenner und Grill können schnell mehrere Tausend Euro kosten.

Anschlüsse für die Außenküche

Steht die Küche an einer Hauswand, sind Wasser, Strom und Gas vom Fachmann (!) meist schnell installiert, die Form ihrer Anschlüsse unterliegt aber gesetzlichen Bestimmungen, ähnlich wie im Haus. Speziell die Gasleitung muss vorher genehmigt werden. Mitten im Garten gibt es meist keine Anschlüsse, das Gas kommt dann aus einer Flasche, das Wasser aus dem Gartenschlauch (Abwasser in einer Wanne auffangen) und der Strom aus dem Verlängerungskabel. Vorsicht: Kabeltrommeln immer ganz abrollen. Sonst kann es wie bei einer Spule zu Überhitzung kommen, ganz besonders bei Kabeln mit geringem Durchmesser. Zwar sind die meisten gesichert, springt diese Sicherung aber heraus, ist der Strom erst mal weg – und dann können auch Geräte beschädigt werden. Generell gilt: immer wasser- und wetterfeste Außenkabel und -steckdosen verwenden.

Outdoor-Küche "T-Bone" von Kaufmann

Outdoorküche "T-Bone" von Kaufmann

Der richtige Schutz

Sonne, Regen, Wind und Schnee – wer seine Küche das ganze Jahr über draußen lassen will, muss sie gut schützen. Im Winter dazu unbedingt das Wasser abstellen und mögliche Staunässe auf den Möbeln abtrocknen. Dann das Ganze sorgfältig abdecken. Es lohnt sich, beim Segelmacher eine passgenaue Hülle anfertigen zu lassen. Am besten schließt sie auch am Boden ab, damit keine Tierchen einziehen und ihr Winterlager im Spülbecken aufschlagen. Module am besten komplett einpacken.

Der ideale Standort für die Außenküche

Der ideale Ort für eine Küchenzeile ist eine Terrasse nahe der Hauswand. Da sind nicht nur die Laufwege kürzer als für die Party mitten im Garten, es können auch Markisen zum Schutz ange­bracht und Anschlüsse gelegt oder vorhandene genutzt werden. Wenn man mit offenen Flammen und großer Hitze hantiert, sollte man jedoch unbedingt auf ausreichend Abstand zur Hauswand achten! Besonders wenn die Fassade mit einem Wärmeverbund­system gedämmt ist, bei dem schnell entflammbare Materialien zum Einsatz kommen können, besteht erhöhte Brandgefahr.

Materialien für die Außenküche: Holz, Edelstahl, Kunststoff?

Wetterfest muss es sein! Wasserresistente und UV-beständige Kunst­stoffe eignen sich gut, sind pflegeleicht und relativ günstig. Edelstahl sieht toll aus, ist äußerst belastbar, aber recht teuer und sollte gelegentlich mit einem Öl gepflegt werden. Bei Hölzern empfehlen sich witterungsbeständige heimische Arten wie zum Beispiel Lärche, Robinie oder Douglasie. Für Arbeitsplatten eignet sich neben Edelstahl auch Naturstein besonders gut. Beton sollte versiegelt werden, denn er ist sonst anfällig für Risse.

Grillkamin "Up" von Palazzetti

Outdoorküche "Up" von Palazzetti

Recht und Ordnung

Welchen Abstand Outdoorküchen oder Grillgeräte zur Grundstücksgrenze haben müssen, ist gesetzlich nicht geregelt. Ob man für einen größeren Unterstand oder ein Gartenhaus eine Baugenehmigung braucht, sollte man vor Beginn beim Bauamt erfragen. Solange im Mietvertrag das Grillen nicht ausdrücklich untersagt ist, muss es von den Nachbarn den Sommer über hingenommen werden, ebenso eine Kochparty. Um Belästigungen zu vermeiden, lieber auf Kohle verzichten und Elektro- oder Gasgeräte benutzen. Wenn Rauch und Lärm zum Beispiel die Terrasse des Nachbarn dauerhaft unbenutzbar machen oder der Qualm gar in die Wohnräume zieht, drohen nicht nur ein Streit, sondern auch rechtliche Schritte. Und die werden von jedem Landgericht anders ausgelegt. Wer also die Grillsaison über keinen Ärger provozieren möchte, informiert seine Nachbarn, nimmt in Sachen Lärm und Rauch Rücksicht – oder lädt sie einfach auf Bratwurst und Bier ein.

Mobil und flexibel: Module auf Rollen für schnell entschlossene

Unerwartet steht die Sonne am Himmel oder hungrige Gäste vor der Tür. Dann heißt es schnell sein – mit fahrbaren Elementen wie Grillwagen, Spülmobil oder Outdoor-Trolley. Die sind ruck, zuck auf- und abgebaut und man ist einfach flexibler, wo gekocht werden soll - auf der Terrasse, im Garten oder bei starkem Sonnenschein auch unter dem Sonnenschirm.

Weiterer Vorteil: Um eine Außenküche im Winter nicht allzu starken Witterungseinflüssen und Korrosion auszusetzen, lässt sie sich auf Rädern ganz leicht im Gartenhaus verstauen. Dort ist die Outdoorküche bis zur nächsten Freiluftsaison trocken und sicher zwischengeparkt.

Eine Außenküche selber bauen

Außenküche – genussvoll draußen kochen

Outdoorküche aus Teak und Granit von Weishäupl

Wer mag, kann sich in Sachen Outdoorküche auch im Eigenbau versuchen. Als wetterfeste Basis für die Outdoorküche haben sich gemauerte Unterbauten etabliert. Die können Sie selber bauen und dort später einen Einbaugrill oder Schamottöfen einsetzen. Dafür bieten verschiedene Hersteller spezielle Einbauten an. Im Baumarkt werden Sie über geeignete Bausteine für den Unterbau der Outdoorküche informiert: Sie sollten feuer- und witterungsfest sein und können an der Außenwand der Außenküche mit dekorativem Stein verblendet werden.

Ausgewählte Marken und Hersteller von Outdoorküchen (2020)