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Ungiftige Pflanzen für Katzen und Hunde

Ungiftige Pflanzen für Vierbeiner
Achtung beim Pflanzenkauf: Viele Pflanzen wie Monsteras und Bogenhanf erfreuen sich zwar großer Beliebtheit, sind allerdings gefährlich für Hunde und Katzen.
© Eva Blanco/Westend61 / Adobe Stock
Sie wollen Ihre Wohnung begrünen, Ihr Haustier damit aber nicht in Gefahr bringen? Wir geben Tipps zu ungiftigen Zimmerpflanzen, die Sie guten Gewissens zu Hause aufstellen können.

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Zimmerpflanzen in der Wohnung haben viele Vorteile: Sie reduzieren Stress, steigern das Wohlbefinden und verbessern die Luftqualität. Allerdings kann ein Urban Jungle schnell zum Problem werden, sobald Katzen und Hunde mit in der Wohnung leben. Die folgenden ungiftigen und haustierfreundlichen Pflanzen können problemlos ihr Zuhause mit Hund und Katze teilen.

Haushalt mit Katzen oder Hunden: Darum sollten Sie ein Auge auf Ihre Pflanzen haben

Sowohl Katzen als auch Hunde fressen gerne Gräser oder Kräuter zur Verdauung. Es ist also ein natürliches Bedürfnis von Vierbeinern, ab und zu Pflanzenbestandteile zu sich zu nehmen. Besonders Katzen knabbern immer wieder an Pflanzen, um ihren Magen von Haaren zu reinigen, die sie beim Putzen ihres Fells aufgenommen haben. Das Fressen und spätere Herauswürgen der Haarballen verhindert einen lebensgefährlichen Darmverschluss oder eventuelle Verstopfungen. Während freilaufende Katzen oft einen Instinkt dafür entwickelt haben, welche Pflanzen ungiftig sind, ist das bei reinen Haustierkatzen und jungen Hunden nicht immer der Fall. Viele beliebte Zimmerpflanzen sind zudem tatsächlich giftig für unsere Haustiere. Hier gilt es, vorsichtig zu sein.

Tipps bei stark knabbernden Katzen

Auch Langeweile, Neugierde und Spieltrieb können der Grund sein, warum Haustiere sich an Zimmerpflanzen zu schaffen machen. Das ist besonders bei Katzen der Fall. Bieten Sie Ihnen andere Beschäftigungsmöglichkeiten, beispielsweise in Form eines Kratzbaumes oder Spielzeuges.

Jedes Tier reagiert sehr unterschiedlich auf Vergiftungen. Häufig auftretende Symptome jedoch sind Erbrechen, Krämpfe, Durchfall oder Kreislaufprobleme. Vermuten Sie, dass sich Ihr Vierbeiner vergiftet hat, sollten Sie unbedingt und schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Auch bei ungiftigen Pflanzen sei gesagt, dass ein Haushalt mit Tieren und Zimmerpflanzen immer eine gewisse Problematik mitbringt – zum Beispiel aufgrund von Schädigungen durch Dünge- und Spritzmittel, mit denen Zimmerpflanzen und Blumen behandelt worden sind. Neu gekaufte Zimmerpflanzen sind zudem oft mit Anti-Schädlingsmitteln bespritzt und sollten deshalb zunächst abgespült werden.

Auch faserige und langblättrige Pflanzen bergen ein gewisses Risiko, da sie beim Fressen verschluckt werden können. Auf Pflanzen mit Stacheln, Dornen und scharfkantigen Blättern sollten Sie bei einem Haushalt mit Kindern und Haustieren generell vermeiden. Sichern Sie auch die Blumentöpfe, sodass sie stabil stehen oder gut befestigt sind. So kann die Zimmerpflanze nicht so leicht herunter- oder umfallen und dadurch Verletzungen verursachen.

Ungiftige und haustierfreundliche Pflanzen

Am besten setzen Sie von vornherein auf Zimmerpflanzen, die nicht schädlich für Ihre Haustiere sind. Wir stellen Ihnen hier unsere Lieblingspflanzen für den Haushalt mit Vierbeinern vor:

Bananenpflanze (Musa basjoo)

Ein Klassiker unter den haustierfreundlichen Zimmerpflanzen ist die Bananenpflanze, auch Japanische Faserbanane genannt. Sie ist weder für Menschen noch für Haustiere giftig und kann an einem warmen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit binnen kurzer Zeit schnell wachsen. Die Bananenpflanze entzückt mit schönen, großen Blättern und kann bis zu 500 cm hoch werden.

Bananenpflanze in hellem Korbübertopf vor heller Stuckwand
Bananenpflanze (Musa basjoo)
© Adobe Stock | New Africa

Ufopflanze (Pilea peperomioides)

Die Pilea ist pflegeleicht und bildet eigene Ableger aus, die man direkt einpflanzen kann. Sieht man ihre großen und tellerartigen Blätter, wird der Spitzname Pfannkuchen- oder Ufopflanze schnell klar. Die "fliegenden Untertassen" zeigen in alle Richtungen und finden ihren Ursprung im kleinen Stamm in der Mitte. Sie ist zwar nicht giftig für Katzen und Hunde, allerdings kann ein Berühren der Pflanze dazu führen, dass ein paar Blätter abfallen. Doch keine Sorge: Dafür wachsen ganz schnell wieder neue.

Pilea peperomioides in einem grünen Topf auf einem hellen Wandregal aus Holz
Ufopflanze (Pilea peperomioides)
© Bergamotte

Korbmarante (Calathea)

Auch die ungiftige Korbmarante eignet sich sehr gut für einen Tier-Haushalt, sie ist nur etwas pflegeintensiver als beispielsweise die Pilea. Ihre großen, ausladenden Blätter hängen gerne mal herunter, wenn sie nicht genug Wasser bekommt und die Blattspitzen werden bei zu wenig Luftfeuchtigkeit braun. Wenn es ihr aber gut geht, dankt sie es mit einem buschigen Aussehen und vielen, schön gemusterten Blättern. Faszinierend wird es abends, wenn die Pflanze ihre Blätter nach oben klappt: Da die meisten Calathea-Arten rötliche Unterseiten haben, zeigt sie sich dann in einem ganz anderen Look.

Korbmarante (Calathea)
Korbmarante (Calathea)
© Pflanzenfreude.de

Geldbaum (Crassula ovata)

Dank ihrer münzartig geformten, gummiartigen Blätter ist diese Zimmerpflanze unter dem Namen "Geldbaum" (auch "Glücksbaum" oder "Pfennigbaum") bekannt. In China gilt der Geldbaum seit jeher als beliebter Glücksbringer und ist für Tiere ungefährlich. Ein sonniges bis halbschattiges Fensterplätzchen und ein Schluck Wasser ab und zu wird Ihnen diese Sukkulente danken. Übrigens: Im Gegensatz zum Geldbaum sind manche Sukkulenten und Dickblattgewächse für Katzen giftig.

Geldbaum in einem grauen Topf vor heller Wand
Geldbaum (Crassula ovata)
© Adobe Stock / Natalia Klenova

Kentiapalme (Howea Forsteriana)

Wenn es etwas mehr Grün im Haushalt sein darf und Sie weder Kletterunfälle von Seiten Ihrer Katze noch Buddelattacken durch Ihren Hund befürchten müssen, ist die Kentiapalme die ideale Zimmerpflanze. Ihr skulpturales, anmutiges Aussehen ist sehr dekorativ und als Solistin ein Hingucker. Dabei ist die grüne Palme eine äußerst pflegeleichte Mitbewohnerin, die selbst in dunklen und lichtschwachen Ecken gut zurechtkommt. Die Kentiapalme enthält in keinem Pflanzenteil Giftstoffe, trotzdem sollten Sie es vermeiden, dass Ihr Haustier an den harten Wedeln in der Krone knabbert – es besteht die Gefahr des Verschluckens.

Kentiapalme mit gesunden Blättern in einem hellen Tontopf auf einem kleinen Holzhocker neben einem Korbstuhl u einem Fellhocker
Kentiapalme (Howea Forsteriana)
© Pflanzenfreude.de

Vorsicht ist übrigens bei der beliebten Yucca-Palme geboten: Diese Zimmerpflanze ist sehr verbreitet und für Katzen giftig. In ihren Blättern enthält sie Saponine, die unter anderem zu Entzündungen führen können.

Katzengras

In Katzenhaushalten ist Katzengras sehr willkommen, weil es die Samtpfoten oft von den eigentlichen Zimmerpflanzen abhält. Der Name Katzengras ist ein wenig irreführend – denn es handelt sich nicht um eine bestimmte Grassorte, sondern vielmehr um einen bunten Strauß verschiedener Getreidegräser: Die zarten, weichen Blätter von jungem Weizen, Hafer, Roggen oder Gerste sind ideal, um die Katzen beim Verdauen zu unterstützen. Auch für Hunde ist Katzengras ungefährlich. De facto enthalten sie Mikro-Nährstoffe, die auch für Hunde gut geeignet sind. Achten Sie bei der Auswahl des Katzengrases auf ungespritzte Produkte, die aus einer „sauberen“ Umgebung, z.B. Gewächshäusern, stammen. Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie Katzengras auch ohne großen Aufwand auf Ihrer Fensterbank ziehen.

Grau getigerte Katze mit grünen Augen knabbert an einer Schale Katzengras
Katzengras
© Adobe Stock | denisval

Zyperngras als Alternative zu Katzengras?

Immer wieder liest man auch von der Empfehlung, seiner Katze Zyperngras (Cyperus Involucratus) anstelle von Katzengras zur Verfügung zu stellen. Zwar ist Zyperngras für Katzen und Hunde ungiftig und wird von den Vierbeinern auch gut angenommen, jedoch sollten Sie bei der Anschaffung auf die Beschaffenheit der Triebe achten. Je nach Sorte können die Blätter sehr scharfkantig sein und so zu Schnittverletzungen im Maul oder Rachen führen. Zwerg-Zyperngras ist in der Regel besser geeignet, doch auch hier kann ein übermäßiger Verzehr zu Magenschleimhautentzündungen führen.

Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens)

Auch die Goldfruchtpalme zählt zu den haustierfreundlichen Palmenarten, die Sie bedenkenlos in der Wohnung stehen lassen können. Mit ihren dekorativ gefiederten Blättern versprüht sie zusätzlich noch einen Hauch von Exotik. Nur auf eines sollten Sie gegebenenfalls achten: Je nach Größe und Alter der Palme kann das Blattwerk scharfkantig sein.

Goldfruchtpalme Dypsis
Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens)
© Colourbox / Myimagine

Achtung bei der Bergpalme

Es kursieren unterschiedliche Angaben darüber, ob die Bergpalme (Chamaedorea elegans) giftig ist oder nicht. Fakt ist, dass sie in den Wurzeln und Blättern geringe Mengen an Saponinen enthält. Somit ist sie als Zimmerpflanze nur leicht giftig – um kein Risiko einzugehen, sollten Sie dennoch darauf achten, dass Ihre Haustiere nicht direkt in Kontakt mit der Pflanze kommen.

Zebrakraut (Tradescantia zebrina)

Diese schöne Pflanze verdankt ihren Namen "Zebrakraut" den langen, spitz-ovalen Blättern mit den silbrig-weißen Streifen. Die Blattunterseite ist zudem dunkelrot gefärbt und mindestens genauso dekorativ. Für Zwei- und Vierbeiner ist sie völlig ungefährlich und obendrein sogar recht pflegeleicht. In einer Blumenampel kommt das Zebrakraut besonders gut zur Geltung.

Üppig wachsendes Zebrakraut in einem Topf auf einem weißen Regal
Zebrakraut (Tradescantia zebrina)
© Adobe Stock | dropStock

Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis)

Mit seinen leuchtend roten Blüten ist der Zimmerhibiskus ein Hingucker in jeder Wohnung. Für Haushalte mit Katzen oder Hunden ist diese Hibiskus-Art völlig unbedenklich: Weder die Blüten, noch die Blätter oder Wurzeln sind giftig oder gesundheitsschädlich. Bei normaler Raumtemperatur um die 20°C gedeiht Hibiskus am besten. Übrigens ist auch der übliche Garten-Hibiskus für Mensch und Tier ungiftig.

Rot-gelb blühender Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis) in einem Terrakotta-Topd auf einer Steintreppe in der Sonne
Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis)
© Adobe Stock | matko

Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Das Liliengewächs, das ursprünglich aus Afrika kommt, ist sehr pflegeleicht und kommt mit beinahe jeder Umgebung klar. Die Grünlilie zu erkennen ist nicht allzu schwer: Die typischen grün-weißen Blätter sind länglich und laufen an den Enden spitz zusammen. Sie ist besonders in Katzenhaushalten sehr beliebt, denn sie wird gerne als Alternative zu Katzengras verwendet. Jedoch ist sie nur in ungedüngter Form und in Nichtraucherhaushalten uneingeschränkt zu empfehlen, denn sie filtert Schadstoffe aus der Luft, die sie in den Blättern speichert.

Grünlilie in einem weißen Topf auf einer weißen Holztreppe positioniert
Grünlilie (Chlorophytum comosum)
© Blumenbüro Holland

Weitere haustierfreundliche Zimmerpflanzen

  • Zimmertanne
  • Pantoffelblume
  • Steckenpalme
  • Dattelpalme
  • Schamblume
  • Katzenminze

Übrigens: Im Video finden Sie die häufigsten Wohnfehler und wie sie sich vermeiden lassen:

Ungiftige Pflanzen für Katzen und Hunde

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