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Tisch decken – so geht's richtig

Geschirr, Besteck und Gläser machen einen Tisch zur Tafel – wenn man ihn zu decken weiß.
Geschirr, Besteck und Gläser machen einen Tisch zur Tafel – wenn man ihn zu decken weiß.
© Broste Copenhagen
Wo auf dem Tisch ist eigentlich der richtige Platz für Vorspeisengabel, Messer oder Dessertlöffel? Braucht es zwei, drei oder vier Gläser? Und was ist mit Platz- und Brottteller? Mit diesen Tipps und Anleitungen passiert beim Tisch decken garantiert kein Fauxpas.

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Einen Tisch richtig decken: Von klassisch bis modern

Dass das Auge mitisst, müssen wir Ihnen ja nicht mehr erzählen. Doch vielleicht beruhigt es Sie, dass Sie beim Tisch Eindecken zwar großen Aufwand treiben können – aber keinesfalls müssen. Wir erklären, wie Sie einen Tisch klassisch decken – und welche Varianten es gibt, um den eingedeckten Tisch etwas kreativer zu gestalten.

Diese Basics brauchen Sie zum Tisch Decken

Na, klar: Geschirr, Besteck und Gläser braucht's, damit aus einem Tisch eine Tafel wird. Wer klassisch nach Knigge deckt, benötigt im Einzelnen einen großen Platzteller, auf dem Vorspeisenteller, das Hauptspeisengedeck und je nach Menüfolge eventuell auch das Dessert seinen Platz finden. Meist wird der Platzteller jedoch vor dem süßen Gang und mit dem Geschirr des Hauptgangs abgedeckt.

Klassisch eingedeckter Tisch mit Platzteller, Besteck, Brotteller und drei Gläsern
Gabeln, links, Messer rechts, Gläser darüber und immer von außen nach innen arbeiten. Die Grundregeln beim Tisch decken sind schnell aufgezählt. Welche Finessen es noch zu beachten gibt? Erklären wir in der Folge.
© Adobe Stock

Wichtig zur Erinnerung: Der Platzteller ist mehr Unterlage für sämtliche Gänge der Menüfolge und weniger funktionales Geschirr. Heißt: Speisen berühren ihn niemals, Vorspeisenteller, tiefe Suppenteller oder der Teller fürs Hauptgericht sehr wohl.

Der Brotteller

Vor dem Start des Menüs und zu Suppen oder Salaten reicht man klassischerweise frisches Brot, das üblicherweise auf einem kleinen Brotteller abgelegt und dort mit Butter oder Olivenöl verfeinert wird. Der Brotteller findet links vom Platzteller seinen Platz. Ob eher unten oder gegenüber der Gläser bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Tisch decken: Die Sache mit dem Besteck

Messer links, Gabel rechts – soviel ist klar. Aber der Rest? Links des Platztellers platzieren Sie die Gabeln, rechts die Messer und Fischmesser. Achtung: Der Suppenlöffel liegt auf der Seite der Messer - und zwar ganz rechts. Weitere Regel: Vorspeisenbesteck liegt außen, das Besteck für den Hauptgang innen, dem Teller zugewandt. Somit bewegt man sich mit der Menüfolge und beim Einsatz des Bestecks jeweils von außen nach innen zum Platzteller hin. Beginnt der kulinarische Abend beispielsweise mit einem Salat, so werden Sie Vorspeisengabel und -messer hierfür ganz außen finden. Das Buttermesser für Brot liegt jedoch immer auf dem Brotteller.

Und: Das Dessertbesteck thront über allem. Gabeln liegen dem Teller zugewandt, Löffel stets darüber.

Tisch decken mit Gläsern – so geht's

Beim Eindecken der Gläser sind Sie etwas freier. Klassisch rechnet man mit jeweils einem Glas für Rot- und Weißwein sowie einem Wasserglas. Bei der Anordnung haben Sie die Wahl: Sie können sie in einer Reihe platzieren oder beispielsweise ein Dreieck formen. Wichtig nur: Das Richtglas, also das Hauptglas für den Abend, wird etwa 1 cm über dem Messer platziert.

Weißwein- und Rotweinglas von Zwiesel vor einer anthrazitfarbenen Wand
Klassische Weingläser schmücken den gedeckten Tisch.
© Zwiesel

Tisch decken mit Qualitäts-Porzellan

Für alle, die Extravaganz zu schätzen wissen und das ganze Jahr auf den großen Auftritt des Festtagsgeschirrs warten: Wer es auf dem Tisch klassisch mag, sollte in ein feines, weißes Porzellan-Set von erster Güte investieren. Beispielsweise solches in Fine Bone China-Qualität. Silberbesteck dazu, schon stehen die Protagonisten der Festtafel, die sich doch angenehm im Hintergrund halten.

Kreativ werden beim Tisch decken: Mix & Match ist Trend

Wenige Serviceteile, die viele Aufgaben übernehmen – so lautet der aktuell große Trend für Tisch und Tafel. Viele kaufen heute kein in sich geschlossenes Alltags-Geschirr mehr (und noch viel weniger eins, das exklusiv für Festlichkeiten auf den Tisch kommt), sondern kombinieren Einzelteile mit neutralen Stücken. Beispielsweise Schalen, die als Gefäß für Suppen und Salate, aber auch fürs Dessert Dienst tun können.

Und: Keramik und individuelles Porzellan erleben eine große Renaissance. Sogar Sternerestaurants haben sich teilweise vom klassischen Porzellanweiß verabschiedet. Vorreiter dieses Trends war das Noma in Kopenhagen, Pilgerstätte der Gourmets dieser Welt. Auch der berühmte israelisch-britische Koch Yotam Ottolenghi lässt seine levantinischen Gerichte gern auf buntem Steinzeug servieren und verzichtet auf klassisch eingedeckte Tische alter Schule.

Zu erklären ist dieser Trend für den Tisch wohl mit der Sehnsucht nach Handgemachtem als Kontrast zu unserer digitalen Welt und aus dem Wunsch, sich mit außergewöhnlichen und individuellen Materialien zu umgeben.

Weitere Einrichtungs- und Dekotipps? Gibt's auch hier im Video:

Tisch decken – so geht's richtig
Sofacompany/SCHÖNER WOHNEN

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