VG-Wort Pixel
Unsere Partner

Sukkulenten im Glas – DIY-Deko im Terrarium

Verschieden große Sukkulenten im Glas mit unterschiedlichen Kiesschichten auf einem weißen Tisch mit Gartenschere
Sukkulenten sind nicht nur im Topf, sondern auch im Glas ein dekorativer Hingucker.
© Adobe Stock / Helen Rushbrook/Stocksy
Schroff und bizarr, weich und genügsam – was so gegensätzlich klingen mag, lässt sich in einem offenen Flaschengarten vereinen. Warum Sukkulenten dabei die Pflanzen der Wahl sein sollten und wie Sie das Projekt angehen, erfahren Sie hier.

Artikelinhalt

Sukkulenten – grüne Deko mit wenig Aufwand

Schon seit Jahren wachsen und hängen, ranken und kräuseln sich Sukkulenten durch unsere Wohnzimmer. Botanisch gesehen zählen sie zu den Kakteengewächsen, doch entscheidend für diese Zuordnung ist allein ihre Fähigkeit, im Pflanzen-Inneren möglichst viel Wasser zu speichern. Dank ihrer Wasserspeicher überdauern sie auch Dürreperioden und schaffen es so, selbst in lebensfeindlichen Gegenden zu überleben.

Manche Sukkulenten haben ein entrückt-bizzares Aussehen, andere wirken durch ihre fließenden Formen weich und anschmiegsam. Das macht Sukkulenten zu lebendigen Kunstwerken, denen eine eigene Bühne in Ihrem Zuhause gehört. Was bietet sich daher besser an als eine Pflanzung in dekorativen Gläsern? Durch ihren genügsamen Charakter sind die Dickblattgewächse auch bei Pflanzenanfängern in besten Händen. Unser Tipp ist deshalb: Trauen Sie sich!

Welche Sukkulenten sind ideal für die Pflanzung im Glas?

Damit sich Sukkulenten im Glas rundum wohl fühlen, müssen die dort herrschenden Standortbedingungen zur jeweiligen Pflanze passen. Zwar stammen die meisten Sukkulenten aus der Wüste und benötigen ca. 5 bis 6 Stunden Licht am Tag, aber die Familie der Dickblattgewächse ist unheimlich groß und es gibt auch Arten, die nur im Halbschatten gedeihen oder feuchtwarmes Klima bevorzugen. Für Ihr kleines Terrarium sollten Sie auf Sukkulenten setzen, die Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad bevorzugen, wahre Sonnenanbeterinnen sind und denen auch lange Trockenheit nichts ausmacht. Hierfür eignen sich neben den meisten Kakteenarten (z. B. aus der Gattung Mammilaria oder Echinocereus) auch Aloen- und Agaven-Arten sowie der Hauswurz (Sempervivum). Tipp: Je heller die Blätter einer Sukkulente sind, desto mehr direkte Sonne verträgt sie (z.B. violette oder orange Arten).

Sukkulenten in einer Holzschale.
Mini-Sukkulenten sind wie gemacht als Dekoration in Glasbehältern.
© Adobe Stock

Da den Pflanzen im Glas nur bedingt viel Platz zur Verfügung steht, spielt auch die Größe der Sukkulenten eine entscheidende Rolle. Greifen Sie am besten auf Mini-Sukkulenten (z.B. Echerverien oder Crassula ovata) zurück. Sie können aber auch einfach Ableger verwenden: Bei vielen Sukkulenten-Arten reicht ein einziges Blatt, das anschließend in die Erde gepflanzt wird und binnen kurzer Zeit Wurzeln bildet. Alternativ können Sie einen Nebenspross, die sogenannten Kindel, abtrennen und in das Substrat pflanzen.

Welches Glasgefäß eignet sich für Sukkulenten?

Vom Einmachglas und Bonbonglas über hängende Glaskugeln bis hin zum Mini-Terrarium können Sie Ihre Sukkulenten fast in jedes Glasgefäß pflanzen, das Ihnen zusagt. Wichtig ist nur, dass das Glas eine Öffnung hat und so zum Luftaustausch beiträgt. In einem geschlossenen Glasgefäß gehen Sukkulenten aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit schnell ein. Tipp: Um mögliche Schimmelsporen oder Keime abzutöten, sollten Sie den Glasbehälter vorab gründlich reinigen.

Glasbehälter für Sukkulenten im Glas
Neben offenen Gläsern bieten sich auch flache Glasschalen für Dekozwecke an.
© Jonas von der Hude

Welches Substrat brauchen Sukkulenten?

Dickblattgewächse kommen mit sehr wenig Erde aus, dennoch sollte das Substrat zu den individuellen Bedürfnissen der Pflanzen passen. Ein lockerer, durchlässiger Boden hilft ihnen beim Bewurzeln und vermeidet gleichzeitig Staunässe. Das Substrat sollte den richtigen Nährstoffgehalt für Sukkulenten aufweisen und auch nach einem vollständigen Austrocknen in der Lage sein, Wasser aufzunehmen. Hierfür gibt es spezielle Sukkulentenerde, aber auch Kakteenerde erfüllt diese Bedingungen. Da der Boden für sukkulente Pflanzen leicht sauer, durchlässig und mager sein sollte, ist pure, handelsübliche Blumenerde als Substrat nicht geeignet.

Sukkulenten im Glas anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Schöne an Sukkulenten im Glas – sie sind schnell und ohne viel Aufwand angelegt. Das benötigen Sie für Ihren kleinen Garten im Glas:

  • eine Handvoll Mini-Sukkulenten
  • einen geeigneten Glasbehälter
  • Blähton für die Drainage-Schicht
  • Sukkulentenerde als Substrat, alternativ Kakteenerde
  • Kieselsteine oder Quarzsand für die Dekoration
  • einen Löffel
  • einen Wasserzerstäuber mit kalkarmem Wasser
  • ggf. Handschuhe für dornige Sukkulenten oder Kakteen

Zunächst legen Sie sich alle Materialien zurecht. Befreien Sie die Pflanzen aus ihren Töpfen, entfernen Sie den Großteil der Erde aus den Wurzeln und kürzen Sie diese falls notwendig. Säubern Sie das Glasgefäß gründlich mit heißem Wasser, um Keime und Schimmelsporen abzutöten. Trocknen Sie das Glas anschließend gut ab. Dann kann es losgehen:

  • Füllen Sie für die Drainage im Glas etwa eine 2 Zentimeter hohe Schicht mit Blähton auf. Die Drainage verhindert später Staunässe.
  • Verteilen Sie etwas Sukkulentenerde darüber und besprühen Sie sie mit Wasser.
  • Graben Sie mit dem Löffel kleine Mulden in die Erde, wo die Pflanzen später wachsen sollen.
  • Platzieren Sie die Sukkulenten zunächst locker in den vorgesehenen Mulden im Glasbehälter. Füllen Sie ggf. rundherum mit etwas Erde auf und drücken Sie sie leicht an.
  • Nutzen Sie die Kieselsteine bzw. den Quarzsand, um dekorative Bodenschichten oder Muster im Glas zu legen.
Drei offene Flaschengläser mit Sukkulenten bepflanzt auf einem hellen Holztisch
Der ideale Standort für Ihre Sukkulenten im Glas ist ein helles Plätzchen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Glas durch die Sonneneinstrahlung nicht zu stark beschlägt – das vertragen die Sukkulenten nicht sehr gut. 
© Blumenbüro Holland

Sukkulenten im Glas: Der richtige Standort in der Wohnung

Pralle Sonne direkt auf Glas ist bekanntlich nicht die beste Idee, wenn es um Pflanzen geht. Durch den "Lupeneffekt" kann es zu schweren Verbrennungen kommen – gerade für frisch gezogene und noch empfindliche Stecklinge steigt hier die Wahrscheinlichkeit, dass sie eingehen nahezu auf 100 Prozent. Wählen Sie deshalb einen hellenStandort ohne direkte Sonne und schützen Sie das Glas vor Überhitzungen.

Sukkulenten im Glas pflegen

Ein Umzug aus der gewohnten Umgebung bedeutet auch für Dickblattgewächse erstmal Stress. Gießen Sie die frisch umgetopften Pflanzen deshalb erst nach einer Woche das erste Mal. KalkarmesWasser ist besonders geeignet, da es keine Flecken an den Glaswänden hinterlässt. Danach müssen Sie nur noch alle 1 bis 2 Wochen einmal gießen, und nur dann, wenn die Erde angetrocknet ist. Im Sommer muss generell öfter gegossen werden als im Winter, da warme Temperaturen im Glas für eine größere Verdunstung sorgen.

Von Mai bis September können Sie alle 4 Wochen flüssigen Sukkulentendünger verabreichen. Stehen die Wintermonate vor der Tür, beginnt die Ruhezeit der Pflanzen. Während dieser Periode kann das Glas auch an einen kühleren Standort um die 15 Grad gestellt werden.


Mehr zum Thema