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Bilderrahmen richtig aufhängen – so geht’s

Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zusammen zeigen
© Peter Fehrentz
Bilderrahmen aufhängen leicht gemacht: In diesem Ratgeber lernen Sie verschiedene Aufhängesysteme kennen und erfahren, wie Sie einen oder mehrere Rahmen richtig positionieren und aufhängen.

Artikelinhalt

Kurzes 1x1 der Wandgestaltung mit Bilderrahmen: 7 Tipps

  • Der richtige Rahmen Ist der Bilderrahmenaufs Bild abgestimmt, unterstützt er dessen Wirkung. Harmonie im Raum betonen Modelle aus Holz, das sich auch im übrigen Mobiliar wiederfindet. Alternativ: schlichte graue, weiße oder schwarze Bilderrahmen.
  • Passepartouts Mit dem passenden Passepartout wird der Blick direkt aufs Kunstwerk gelenkt. Das funktioniert übrigens auch prima auf einer Wand mit Mustertapete. Tipp: Bei der Aufhängung mehrerer Bilderrahmen können Sie allen Bildern eine gemeinsame Klammer geben, indem alle Passepartouts aus Stoffen bestehen.
  • Wandfarbe beachten Weiße Wände als Hintergrund beruhigen, bunte Wände bringen die einzelnen Bilder zur Geltung, wenn sich mindestens ein Farbton in beiden Elementen wiederfindet.
  • Auf Gesamt-Look abstimmen An welcher Wand und mit welcher Hängung fügen sich die Bilder optimal in den übrigen Raum und die Einrichtung ein?
  • Proportionen erwünscht Schon gewusst?Aufräumlich begrenzten Flächen, wie zum Beispiel zwischen zwei Fenstern oder über einem Sofa, wirken große Bilder am besten. Achten Sie darauf, dass das Bild zwei Drittel bis drei Viertel so breit sein sollte, wie das Möbelstück, über dem es hängt.
  • Höhe bestimmen Große Kunstwerke hängen Sie mit der Bildmitte unterhalb der Augenhöhe auf. Bei der Aufhängung von Bildern über Möbelstücken wirkt ein Abstand von ca. 20-30 cm oberhalb der Kante besonders harmonisch. Tipp: Betrachten Sie das Bild meist sitzend, dann passen Sie die Höhe des Bildes an die Sitzhöhe an.
  • Auf dem Boden arrangieren Bei der Anordnung mehrerer Bilderrahmen ordnen Sie die Hängung am besten zunächst auf dem Fußboden. Markieren Sie die Abstände mit Kreppband und übertragen Sie die Maße auf die Wand.
Bilderrahmen an jeder Wand
Bilder können verschiedene Aufgaben im Raum erfüllen: sie beruhigen, regen an, überraschen oder wecken Emotionen.
© Sofacompany

Bewährte Aufhängesysteme für Bilderrahmen

Nicht nur das Motiv und der Bilderrahmen sollte für die Wandgestaltung sorgfältig ausgewählt werden, sondern auch die Bildaufhängung an sich. Kleinere Bilderrahmen kommen mit Klappösen oder Halbring-Aufhängern an der Rückwand des Rahmens aus, schwere Bilder benötigen gegebenenfalls einen Schwerlastaufhänger oder eine stabile Drahtaufhängung.

Günstig, praktisch und stabil sind beispielsweise Zackenaufhänger, die an der Rückwand des Rahmens angebracht werden. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Ausführungen und eignen sich gut für kleine und mittelgroße Bilder. Klappösen finden ebenfalls bei kleineren Bilderrahmen Verwendung: Sie werden am Rahmen montiert und bei der Aufhängung nach oben hin umgeklappt.

Große Bilder können von einer Drahtaufhängung profitieren, wodurch der Bilderrahmen etwas mehr Halt erhält. Eine Alternative zu Bilderdraht sind Schwerlastaufhänger. Das sind äußerst stabile und verzinkte Aufhängewinkel, die bei gewichtigen Bildern paarweise mit dem Rahmen verschraubt werden.

Bilderrahmen an einer bunten Wand
Farbige Wände sind kein Tabu, wenn sich der Farbton in den Bildmotiven wiederfindet.
© Sofacompany

Werkzeug für das Aufhängen von Bilderrahmen

Um Ihre Bilderrahmen aufzuhängen, benötigen Sie neben einem Hammer, Nägeln und einer Wasserwage auch etwas Papier, eine Schere und einen Bleistift, um die optimale Position für das Bild zu bestimmen. Bei sehr großen und schweren Bildern sollten Sie auf Schrauben, Dübel und Bohrer zurückgreifen. Für normalgroße Bildformate reichen kurze Stahlnägel mit vier bis fünf Zentimetern Länge.

Bevor Sie ein gewichtiges Bild aufhängen, sollten Sie sich mit der Beschaffenheit Ihrer Wände vertraut machen: Bei harten Betonwänden ist ein Bohrhammer notwendig, für weichere Wände aus Ziegeln oder Sandstein reicht ein Akku- oder Schlagbohrer.

Bilderrahmen aufhängen – so geht’s

  1. Nehmen Sie einen Leitungsfinder (auch Ortungsgerät genannt) und suchen Sie die gewünschte Wand nach Wasser- und Stromleitungen ab.
  2. Legen Sie die Bilderrahmen auf den Tisch und zeichnen Sie auf einem ausreichend großen Blatt Papier die Maße der einzelnen Rahmen ab.
  3. Schneiden Sie sie jeweils aus. Voilá – Ihre Schablonen!
  4. Drehen Sie die Bilderrahmen mit der Aufhängung nach oben, legen Sie die Schablone darauf und stechen Sie mit einem Bleistift jeweils dort ein Loch hinein, wo die Aufhänger der Rahmen zu spüren sind.
  5. Halten Sie die Schablonen an die Wand und bestimmen Sie die richtige Höhe und Position. Fixieren Sie sie mithilfe von etwas Klebeband (zum Beispiel Tesa oder Washi-Tape).
  6. Überprüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob die markierten Stellen geradlinig verlaufen.
  7. Übertragen Sie mit einem Bleistift die Löcher aus den Schablonen an die Wand, entfernen Sie das Papier und bohren Sie die entsprechenden Löcher beziehungsweise schlagen Sie die Nägel an der korrekten Stelle in die Wand.
  8. Jetzt können Sie die Bilder aufhängen.
Zwei schwarze Bilderleisten mit unterschiedlich großen Rahmen
Eine Hängung mit Bilderleisten hat viele Vorteile und bietet Platz für Bilderrahmen und andere Dekoelemente.
© Jonas van der Hude

Alternativen zur klassischen Bilder-Aufhängung

Wem das Aufhängen einzelner Bilder zu umständlich ist, könnte an einer Galerieschiene Gefallen finden. Eine Galerieschiene ist eine Aufhängung mit einem transparenten Seil-System. Sie bietet die Möglichkeit, Bilderrahmen ohne Hammer, Nagel oder Bohrer an der Wand zu befestigen. Zwar muss die Schiene an die obere Wandkante zur Decke hin angebracht werden, und hierfür wird ein Bohrer benötigt, aber der Vorteil ist, dass die Bohrlöcher hinter der Galerieschiene verschwinden und Sie Ihre Bilder immer wieder flexibel austauschen, umhängen und neu anordnen können. Mithilfe von Galerieschienen können Sie Bilder auch nach bestimmten Hängungsarten arrangieren, zum Beispiel als Kantenhängung oder Rasterhängung.

Günstiger und einfacher sind sogenannte Bilderleisten. Auch sie geben dem Bedürfnis notorisch wechselhafter Dekorierer nach und können im Handumdrehen umgestylt werden.

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