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Bilder und Fotos aufhängen – so geht’s

Zahlreiche Bilderrahmen "Frame Away" von Bolia am Boden gegen die Wand gelehnt
© Bolia
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was es beim Aufhängen, Anordnen und Arrangieren von Bildern zu beachten gibt. Neben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie viele praktische Tipps und Ideen für eine gelungene Wandgestaltung.

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Anzeichnen, Bohren, Dübeln: Bilder aufhängen ist nicht komplizierter, als eine Wand zu streichen, doch ganz unvorbereitet sollten Sie nicht vorgehen. Wer sich schon im Vorhinein Gedanken zur richtigen Anordnung der einzelnen Bilderrahmen macht, profitiert von einer Wandgestaltung, die dekorativ und zweckmäßig zugleich ist.

Die eigene Wandgestaltung planen: 9 Tipps

1) Look & Feel bestimmen
Bilder können verschiedene Aufgaben im Raum erfüllen: Sie beruhigen, regen an, überraschen oder wecken Emotionen. Welche Stimmung soll Ihr Arrangement wecken? Welches Gesamtbild soll es auf der Wand ergeben? Und wie fügt es sich in den übrigen Raum und die Einrichtung ein?

2) Zusammen oder Solo?
Soll ein großes Bild als Solist alle Blicke auf sich ziehen oder dürfen mehrere kleinere Werke in einem Ensemble zusammen wirken? Wandfüllende Bilder können in kleinen Räumen erdrücken, gleichzeitig wirkt ein einzelnes Bild auf einer großen Wand schnell verloren. Bei Gruppierungen gilt: Vertikale Anordnungen lassen Ihre Wände höher erscheinen, horizontale Gruppierungen machen den Raum optisch breiter.

3) Proportionen beachten
Auf räumlich begrenzten Flächen wie z. B. zwischen zwei Fenstern, über einem Sofa oder einer Kommode kommt ein großes Bild am besten zur Geltung. Als Faustregel gilt: Die Bilder sollten zwei Drittel bis drei Viertel so breit sein wie das Möbelstück, über dem es hängt.

4) Die Höhe bestimmen
Große Kunstwerke hängen Sie mit der Bildmitte leicht unterhalb der Augenhöhe auf. Eine Hängung mehrerer Bilder über Möbelstücken sieht ca. 20 bis 30 cm oberhalb der Sofakante besonders harmonisch aus. Betrachten Sie das Bild meist sitzend? Dann sollten Sie die Höhe des Bildes an die Sitzhöhe anpassen.

Den Fernseher verstecken – mit dem "Ambient Modus" bei sämtlichen QLED-TVs von Samsung
Bilder, die über Möbelstücke gehängt werden, fügen sich besonders harmonisch ein, wenn sie ca. drei Viertel so breit sind wie das Mobiliar selbst.
© Samsung

5) Wandfarbe: Zünglein an der Waage
Weiße Wände beruhigen als Hintergrund. Doch wenn die Wandfarbe einen Farbton aus dem Bild herausgreift, kommt das Werk besonders gut zur Geltung. Auf Mustertapeten sorgt ein Passepartout für die nötige Ruhe und die Betonung des Fotomotivs.

6) Auf dem Boden arrangieren
Bei der Anordnung mehrerer Rahmen am besten die Hängung auf dem Fußboden anordnen, die Abstände mit Kreppband markieren und die Maße auf die Wand übertragen.

7) Bohren oder kleben?
Mit passenden Nägeln oder Schrauben und Dübeln gewährleisten Sie, dass Ihr Bild felsenfest an der Wand hängt. Möchten Sie die Wand nicht beschädigen und ist das Werk nicht zu groß, eignen sich auch Klebestreifen, Klebenägel oder Klebehaken für die Aufhängung. Klebestreifen halten bis zu 2 Kilogramm pro Stück. Vor dem Anbringen muss die Fläche gereinigt werden.

Bilder im Kristall-Look
Zeitgenössische Bilder verleihen jedem Raum schnell einen modernen Look. Dabei müssen nicht alle Rahmen zwangsläufig aufgehängt werden.
© Jonas von der Hude

8) Aufhängen verboten
Direkt nach einem Neubau gilt: erst mal Finger weg. Die Restfeuchte in den Wänden schadet Ihren Werken und muss erst verschwinden, bevor Sie mit der Aufhängung beginnen können.

9) Bilderleisten für notorisch Wechselhafte
Ihnen sind klassische Bilderhängungen an der Wand zu statisch? Bilderleisten bieten Ihnen mehr Flexibilität, da sie sich im Handumdrehen umdekorieren lassen. So können Sie Ihre Motive je nach Wunsch, Tagesverfassung und Wohnschema austauschen und miteinander kombinieren.

Zwei schwarze Bilderleisten mit unterschiedlich großen Rahmen
Unterschiedlich große Bilderrahmen lassen sich auf einer Bilderleiste einfach arrangieren.
© Jonas van der Hude

Welche Ausrüstung benötige ich zum Bilder aufhängen?

Mit einem Hammer, Nägeln, einer Wasserwaage, einem Leitungsfinder, Papier, einer Schere und einem Bleistift sind Sie bereits bestens ausgestattet. Wer keine Wasserwaage hat, kann auch einen Linienlaser oder ein Nivelliergerät verwenden.

Bei sehr großen und schweren Bildern sollten Sie auf Schrauben, Dübel und Bohrer zurückgreifen. In der Regel gilt: Je schwerer und größer das Bild, desto größere Nägel und Schrauben benötigen Sie. Für normale Bildformate reichen kurze Stahlnägel mit vier bis fünf Zentimetern Länge aus. Nur bei porösen Wänden sind Schrauben sicherer als Nägel.

Sie möchten ein relativ schweres Bild aufhängen? Dann prüfen Sie als Erstes die Beschaffenheit der Wände: Bei harten Betonwänden ist ein Bohrhammer notwendig, für weichere Wände aus Ziegeln oder Sandstein reicht ein Akku- oder Schlagbohrer.

Bilder richtig aufhängen

Bilder auf dem Boden mit Kreppband fixiert
© Silke Zander

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Nehmen Sie den Leitungsfinder (auch Ortungsgerät genannt) zur Hand und suchen Sie die Wand nach eventuellen Wasser-, Strom- und Gasleitungen ab.
  2. Zeichnen Sie auf einem ausreichend großen Blatt Papier die Maße der einzelnen Bilderrahmen ab und schneiden Sie sie jeweils aus.
  3. Drehen Sie die Bilderrahmen mit der Aufhängung nach oben, legen Sie die ausgeschnittene Schablone darauf und stechen Sie mit dem Bleistift an den Stellen ein Loch hinein, an denen die Aufhängung der Rahmen ist.
  4. Halten Sie die Papierschablonen an die Wand, um die richtige Höhe und Position zu bestimmen und fixieren Sie sie mithilfe von etwas Klebeband an der Wand.
  5. Überprüfen Sie mit der Wasserwaage oder einem Nivelliergerät, ob die markierten Stellen auf einer Linie liegen und gerade sind.
  6. Zeichnen Sie die Löcher der Schablonen an die Wand, entfernen Sie die Schablone und bohren Sie die entsprechenden Löcher bzw. schlagen Sie die Nägel jeweils in die Wand.
  7. Nun können Sie die Bilder aufhängen.

Mehrere Bilder aufhängen: Das ist zu beachten

Unser menschliches Auge empfindet Symmetrie als harmonisch. Für die Wandgestaltung bedeutet das, dass Sie mindestens drei Werke für eine Bildergruppe benötigen, wobei zwei das gleiche Format haben sollten. Wenn die Rahmen nicht zu weit auseinander hängen und so arrangiert werden, dass sich mindestens eine gerade Linie ergibt, wirkt das Arrangement geschlossen.

Deshalb ist es hilfreich, zunächst eine vertikale oder horizontale Spiegelachse festzulegen, an denen die Bildkanten fluchten. Mittelpunkt einer solchen Gruppe sollte immer ein größeres Bild sein oder ein besonders herausstechendes Motiv haben. Mittelgroße und kleinere Bilderrahmen werden drumherum gehängt. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass die Bilderwand stetig weiterwachsen kann.

Verschiedene Hängungen – Inspiration für Ihre Bilderwand

Lieber Freestyle oder auf Kante – welche Hängung entspricht Ihnen und Ihrem Einrichtungsstil am ehesten?

Horizontale Reihenhängung
Klassisch und zeitlos zugleich: Für die horizontale Hängung sollten die Bilder gleich mehrere Gemeinsamkeiten haben, zum Beispiel identische Rahmen und Bildergößen – wenn dann noch die Bildmotive eine inhaltliche oder optische Klammer haben – umso besser! Insbesondere lange Wände wie beispielsweise in Fluren profitieren durch horizontale Reihungen. Die Zwischenräume sollten bei dieser Hängung jedoch exakt nachgemessen werden, der ideale Abstand beträgt fünf Zentimeter. Tipp: Beim Aufhängen jeweils mit zwei Schrauben pro Bild und einer Wasserwaage arbeiten, dann gibt es keine unschönen Überraschungen.

Horizontal aufgehängte Bilder an einer Wand
Der Klassiker: Horizontale Reihenhängung für Flure und breite Wände.
© Silke Zander

Vertikale Reihenhängung
Zugegeben, die vertikale Hängung ist ungewohnt, sorgt aber an der passenden Stelle für Überraschungsmomente und Persönlichkeit. Bei dieser Anordnung empfehlen wir Ihnen, gleiche Rahmen und Formate zu wählen. Farben sowie Material der Bilder und Rahmungen sollten idealerweise auch im übrigen Interieur zu finden sein.

Vertikal aufgehängte Bilder zwischen zwei Fenstern
Eine vertikale Reihenhängung besticht durch ungewöhnliche Arrangements und lässt den Raum höher wirken.
© SOFACOMPANY

Kantenhängung
Für die sogenannte Kantenhängung orientieren sich die Ecken und Kanten sämtlicher Bilder an einer imaginären Mittellinie. Hierfür können Sie die Bilder auf einem Board, einer Bilderleiste oder auf dem Fußboden arrangieren. Beim Aufhängen der Bilder sollte der Abstand zueinander jedoch stets der Gleiche sein. Waagerechte und senkrechte Bildabstände können variieren.

Wechselrahmen aus Eiche, Moebe
Schön Kante an Kante: bei der Kantenhängung können die einzelnen Rahmen auch ganz leger auf einer Bilderleiste arrangiert werden.
© Moebe

Petersburger Hängung
Geordnetes Chaos – und das soll gehen? Die klassische Petersburger Hängung, auch Salonhängung genannt, macht es möglich. Bei diesem lockeren Arrangement werden zahlreiche Bilder an der Wand eng aneinandergesetzt. Blickachsen können Sie hier getrost über Bord werfen. Dafür sollten die Rahmen, Passepartouts oder Formate stimmig zueinander sein, um Ruhe auf der Wand zu schaffen. Identische Rahmen verstärken beispielsweise den Eindruck der Zusammengehörigkeit. Tipp: Probieren Sie im Vorhinein aus, welche Bilder gut zusammen harmonieren.

Bilderrahmen: Petersburger Hängung
Alles andere als spießig: die Petersburger Hängung.
© Silke Zander

Hängung über Eck
In verwinkelten Räumen kann es knifflig sein, ein größeres Bilderensemble zu arrangieren. Hier bietet sich die Hängung über Eck an: Kompositionen über mehrere Wände sorgen für Überraschungseffekte, die sich erst mit dem Blick um die Ecke offenbaren. Unterschiedliche Ansichten desselben Bildmotivs sind für diese Hängung sehr effektvoll. Aber auch Bilder, die sich in Form sowie Größe nicht allzu sehr unterscheiden, bieten sich hierfür gut an.

Petersburger Hängung verschiedener Bilder an der Wand
Für kleine Räume mit wenig Wandfläche sorgt eine Hängung über Eck für gelungene Überrraschungsmomente.
© Peter Fehrentz

Collage
Die Collage ist eine Technik, die wir aus der bildenden Kunst kennen. Dabei setzt sich das fertige Gesamtkunstwerk aus vielen unterschiedlichen Einzelbildern zusammen. Diese Methode lässt sich auch auf die Wand übertragen: Ganz egal, ob Postkarten, Fotografien, Konzerttickets, Kinderbilder oder Kunstdrucke – kombinieren Sie, was Ihnen gefällt. Die einzelnen Bilder können Sie direkt an die Wand heften oder auf einer extra Trägerplatte dicht an dicht arrangieren.

Collage: individuelles Gesamtkunstwerk
Collagen aus Bilderrahmen bieten sich für thematisch verwandte Motive besonders an.
© KUNSTKOPIE.DE

Rasterhängung
Die streng geometrische Form der Rasterhängung erinnert ein wenig an ein Schachbrettmuster und schafft Klarheit an der Wand. Dabei hängen die einzelnen Rahmen auf Kante, die Abstände zueinander sind an allen Seiten gleich. Die Rasterhängung wirkt am besten, wenn die Rahmen das gleiche Format haben. Tipp: Sammlungen von Arbeiten der gleichen Art, so wie die Tuschzeichnungen auf dem Bild, gewinnen durch die Rasterhängung und entfalten so ihre volle Wirkung.

Wände mit Bildern dekorieren: Die perfekte Ordnung
So schön kann Struktur sein: die Rasterhängung brilliert bei kleinformatigen Bildern.
© Peter Fehrentz

Inside-the-Lines-Hängung
Bei der Inside-the-Lines-Anordnung hängen die Bilder locker an der Wand. Hier wird nichts auf Kante oder in einheitlichem Abstand zueinander arrangiert. Auch Blickachsen haben bei dieser Hängung nichts zu suchen. Dafür folgt die Anordnung einer imaginären Begrenzung nach außen hin, zum Beispiel in ovaler, runder, quadratischer oder rechteckiger Form. Beginnen Sie beim Aufhängen mit dem größten Bild in der Mitte und platzieren Sie dann die anderen Bilder drum herum.

Inside the Lines: alles im Rahmen
Inside the Lines: Durch das Arrangement der Bilder geometrische Formen an die Wand zaubern.
© CEWE

Triptychon: Panoramablick als Mehrteiler
Motive, die auf mehrere Einzelbilder verteilt sind, nennt man Triptychon. Diese Bildkomposition kommt am besten zur Geltung, indem alle Einzelfragmente möglichst in einer Reihe, auf Kante oder mit geringem Abstand zueinander arrangiert werden.

Triptychon: Bild aus mehreren Elementen
Panoramablick im eigenen Wohnzimmer: Manchmal ist ein Bildmotiv auf mehreren Einzelfragmenten spannender als eine ganze Bilderwand.
© Jonas von der Hude

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