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Viskose: Woraus sie besteht, Eigenschaften und Verwendung

Viskose ist nicht nur ein beliebter Stoff in der Mode, auch beim Wohnen kommt der halbsynthetische Stoff häufig zum Einsatz – etwa bei Teppichen, Vorhängen oder Kissen. Lesen Sie bei uns alles zu Ursprung, Eigenschaften, Verwendung und Pflege des Materials.
Viskose: Woraus sie besteht, Eigenschaften und Verwendung

95 Prozent Viskose, 5 Prozent Polyester: Teppich "Aura" aus der SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

In diesem Artikel
Was ist Viskose – und woraus besteht sie?
Wo findet Viskose Verwendung und was zeichnet sie aus?
Waschen und pflegen – darauf sollten Sie achten
Wie umweltfreundlich sind Viskosefasern? Und gibt es nachhaltigere Alternativen?

Was ist Viskose – und woraus besteht sie?

Viskose, auch Rayon oder Kunstseide genannt, ist günstig und lässt sich gut mit anderen Stoffen wie Baumwolle, Polyester und anderen Chemiefasern verarbeiten. Nur zwei der Gründe, die den halbsynthetischen Stoff so beliebt im Einsatz von Textilien macht. Darüber hinaus gilt Viskose als weich und saugfähig. Aber wieso eigentlich halbsynthetisch, wenn doch Zellulose – ein natürlicher Stoff, der unter anderem aus Pinien, Fichten, Buchenholz und Eukalyptus gewonnen wird – der Grundstoff für die Herstellung von Viskose ist? Ganz einfach: Bei der Verarbeitung werden der Zellulose verschiedene chemische Stoffe wie Natronlauge und Schwefelwasserstoff zugefügt. Die sind mitverantwortlich dafür, dass aus einer zähen Masse, die durch extrem feine Düsen gepresst wird, Fasern gesponnen werden können.

Dem gegenüber stehen unter anderem reine Naturfasern wie Baumwolle oder Seide und komplett synthetische Stoffe wie Polyester oder Nylon.

Wo findet Viskose Verwendung und was zeichnet sie aus?

Wie bereits geschrieben, ist Viskose ein beliebter Stoff bei der Textilverarbeitung. Das gilt sowohl für Kleidung als auch für Teppiche, Vorhänge oder Kissen. Und auch bei Hygieneprodukten (Wattestäbchen, Feuchttücher, Tampons) kommt Viskose regelmäßig zum Einsatz. Positive Eigenschaften, die dem Stoff zugesprochen werden, sind:

  • Vielseitigkeit
  • Saugfähigkeit
  • sehr weich
  • günstig
  • leicht einzufärben

Als Nachteile gelten unter anderem:

  • kann einlaufen
  • nicht trocknergeeignet
  • neigt zum Knittern
  • nicht sehr formstabil bei falscher Pflege

Was uns ohne Umwege zu unserem nächsten Punkt führt.

Kissen "Plica Tint" von Hay am kopfende eines Bettes

Kissen "Plica Tint" von Hay – der Bezug besteht aus 100 Prozent Viskose.

Waschen und pflegen – darauf sollten Sie achten

So unkompliziert Viskose bei der Verarbeitung auch ist, gilt es bei der Pflege unbedingt auf ein paar Dinge zu achten:

  • Waschen Sie Textilien aus Viskose maximal bei 40 Grad, da sie ansonsten schnell einlaufen.
  • Nicht zu stark schleudern, da Viskosetextilien nur mäßig strapazierfähig sind.
  • Nicht in den Wäschetrockner (Einlaufgefahr, viele Viskosetextilien sind zudem leicht entflammbar).
  • Bringen Sie Viskosetextilien vor dem Trocknen kurz in Form und hängen Sie sie dann tropfnass auf.
  • Bügeln Sie Textilien maximal auf Stufe 2.

Wie umweltfreundlich sind Viskosefasern? Und gibt es nachhaltigere Alternativen?

Auch wenn organische Zellulose als Grundstoff bei der Herstellung von Viskose dient, bedarf es eines aufwendigen chemischen Prozesses, der es ermöglicht, Viskose weiter zu verarbeiten. Die Folge: "Durch die intensive chemische Behandlung verliert die Ausgangsfaser einen Teil ihrer natürlichen Eigenschaften und eine zum Teil beträchtliche Menge von schädlichen Zwischenprodukten entsteht", so der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.

Kurz: Im Vergleich zu komplett synthetischen Stoffen, ist Viskose die bessere Wahl. Dennoch gibt es umweltfreundlichere Alternativen – in erster Linie Lyocell, auch als Tencel bekannt. Bei der Lyocell-Herstellung wird ein organisches Lösungsmittel (N-Methylmorpholin-N-oxid) verwendet, das den Zellstoff direkt löst und zu 99 Prozent wiederverwendet werden kann. Weitere Pluspunkte: Bei der Herstellung wird viel weniger Wasser benötigt als bei Viskose und es ist biologisch abbaubar, also auch für den Kompost geeignet.