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Menu: Hinter den Kulissen des dänischen Herstellers

Der dänische Hersteller Menu ist innerhalb weniger Jahre zu einer der erfolgreichsten skandinavischen Einrichtungsmarken geworden. Designchef Joachim Kornbek Hansen verrät, welche Rolle dabei eine konsequent moderne Strategie, seine Familie und bald auch ein Café spielen.
Menu-Designchef Joachim Kornbek Hansen

Menu-Designchef Joachim Kornbek Hansen.

Wenn Joachim Kornbek Hansen bei klarer Sicht aus dem Fenster seines Büros in Kopenhagens Nordhafen blickt, kann er über den Øresund bis nach Schweden schauen. Seit vergangenem Jahr residiert der Designchef der dänischen Einrichtungsmarke Menu im neunten Stockwerk der Portland Towers in bester Lage direkt am Wasser und hat einen der spektakulärsten Blicke, die man derzeit auf die dänische Metropole haben kann. "Hier in Nordhavn passiert gerade sehr viel Spannendes", erzählt der 25-Jährige, der morgens, wie viele seiner Kollegen, mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt. "Es ist ein begehrtes Quartier in Kopenhagen. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Die Stimmung ist gut, es gibt viele junge, sehr erfolgreiche Unternehmen." 

Menu entstand 1978

Der Manager weiß genau, wohin er und was zu seiner Firma passt, denn er kennt sie seit Kindertagen. "Menu ist ein Familienunternehmen. Mein Großvater Simon Hansen hat es 1978 gegründet. Ihm gehörte ein Stahlwerk, das hauptsächlich Küchenwerkzeuge und Bestecke herstellte. Als mein Vater Bjarne Hansen Menu übernahm, war klar, dass Design eine sehr große Rolle spielen würde, und die Marke entwickelte sich international zu einem bekannten Label für anspruchsvolle Wohnaccessoires."

Das Gefühl für gute Gestaltung scheint in Joachims Familie fest verankert, obwohl weder er noch sein Vater Design studiert haben. "Wir lieben gutes Design. Es ist wie ein Hobby für uns. Mein Bruder hat das dänische Designlabel &Tradition gegründet, und eine meiner beiden Schwestern arbeitet hier bei Menu in der Kreativabteilung. Entscheidend ist für uns die gute Kooperation mit Designern. Jonas Bjerre-Poulsen von Norm Architects berät uns und entwirft seit Jahren für Menu. Mit ihm stimme ich viele der Produktentwicklungen ab. Junge Designer wie das Designduo Afteroom sind aber genauso wichtig. Mit den beiden Stockholmer Gestaltern haben wir das erste Menu-Möbel auf den Markt gebracht."

 

"Afteroom Dining Chair" von Menu

Der "Afteroom Dining Chair" überzeugt mit klaren Linien.

Nach der "Afteroom Dining Chair"-Premiere folgten Stühle und Hocker, Ess- und Beistelltische, ein Regalsystem, Sessel, Daybeds und Sofas, Garderoben und Leuchten von Designern wie Sylvain Willenz, Iskos Berlin, Jonas Wagell, Søren Rose, Anderssen & Voll oder Shane Schneck. Alle Entwürfe verbindet, dass sie zeitlos-modern und funktional sind. Joachim fasst die Produktpolitik so zusammen: "Bevor wir einen Entwurf produzieren, muss er hohe Anforderungen erfüllen. Neue Produkte sollten innovativ sein und nachhaltig hergestellt werden können, sonst sind sie für uns nicht interessant." 

Menu hat große Pläne für die Zukunft

Alle Designs, die es am Ende ins Menu-Portfolio schaffen, wirken mühelos-reduziert und schlank und haben trotzdem oft einen eleganten Touch. Der zeitgemäße Look kommt so gut an, dass im Sommer ein erster großer Showroom samt Café in Nordhavn eröffnet wird. "Für uns wird es in Zukunft darum gehen, stimmige Interior-Welten mit typischer Menu-Atmosphäre zu entwickeln, deshalb denken wir auch über Konzepte für ganze Hotels und Shops nach." Joachims Büro ist jedenfalls schon mal komplett mit Menu-Möbeln und -Leuchten ausgestattet. Hoch über Kopenhagen testet der Designchef sämtliche seiner Schützlinge höchstpersönlich auf ihre Alltagstauglichkeit.

Gunda Siebke 

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