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Parkett reinigen: So haben Sie jahrelang Freude an Ihrem Parkettboden

Parkett aus massiver Eiche von Parkett Dietrich
© Parkett Dietrich
Erst saugen, vielleicht noch wischen – fertig ist die Reinigung des Parkettbodens? Für ein blitzblankes Ergebnis sowie eine lange Lebensdauer braucht jeder Bodenbelag die richtige Pflege. Wir geben Tipps, wie Sie einen Parkettboden richtig reinigen.

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First things first: Den Parkettboden saugen

Ganz egal, welchen Boden Sie zu Hause verlegt haben, bei allen Bodenbelägen – auch bei Parkett – gilt: Groben Schmutz wie Krümel oder Steinchen, die Sie mit Ihren Schuhen in die Wohnung getragen haben, sowie Staub sollten Sie zunächst mit dem Staubsauger entfernen. Und das bitte gründlich und regelmäßig. Am besten im Abstand weniger Tage, mindestens jedoch einmal wöchentlich. Das ist die Basis für eine gründliche Reinigung sowie lange Lebensdauer.

Natürlich funktioniert das auch mit einem Besen oder einem Bodenwischer mit speziellem Trockenwischbezug.

Nächster Schritt: Das Parkett wischen

Nach der trockenen Reinigung mit dem Staubsauger oder Besen heißt es feucht wischen! Dabei gilt stets: nur nebelfeucht. Was man darunter versteht? Die Reinigung sollte mit einem sehr gut ausgewrungenen Tuch oder Mopp (es darf nicht mehr tropfen) durchgeführt werden, sodass nur ein leichter Feuchtigkeitsfilm auf dem Boden bleibt. Stehende Nässe sowie Pfützen sind unbedingt zu vermeiden. Im Notfall sollte man mit einem trockenen Tuch nacharbeiten.

Der Grund dafür: Bei schwimmend verlegtem Parkett sowie allen anderen Bodenbelägen mit Klickverbindung besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit im Bereich der Fugen eintritt. Dann quillt der Boden auf und verzieht sich. 

Strukturiertes Eichenparkett als Diele verlegt
© Parkett Dietrich

Das Parkett reinigen: Auf die Details kommt es an 

Böden aus Echtholz wie Parkett oder Dielen verleihen jedem Raum eine warme, natürliche Atmosphäre, sind leider aber auch kostspielig. Genau deswegen sollte man auf die passende Reinigung Wert legen. Beim Parkett bedeutet das: Um den Bodenbelag zu schonen, sollte die Parkettreinigung am besten jeden Tag trocken und nur einmal die Woche feucht durchgeführt werden. Idealerweise benutzen Sie dafür einen Bodenwischer mit Baumwollbezug. Die weiche Struktur der Baumwollfasern greift die Oberfläche des Bodens am wenigstens an und nimmt Schmutzpartikel wirklich gut auf.

Versiegeltes oder unversiegeltes Parkett?

Die weitere Art der Pflege hängt davon ab, ob Sie einen versiegelten oder unversiegelten beziehungsweise geölten Parkettboden besitzen. Bei versiegeltem Parkett ist eine spezielle Schutzschicht auf der Oberfläche vorhanden, die das darunter liegende Holz schützt und das Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Das macht den Boden pflegeleichter. Beim Putzen sollte man trotzdem auf folgende Punkte achten:

  • In der Regel reicht lauwarmes Wasser für die Reinigung. Sie können für die Reinigung auch kalten, schwarzen Tee benutzen – das lässt den Boden wieder glänzen.
  • Sollte das Parkett stärker verschmutzt sein, hilft es, wenn Sie zum Wasser einen Schuss Salmiak geben.
  • Hat der Boden Flecken, können Sie bei der versiegelten Variante Terpentin zur Entfernung verwenden. Aber vorsichtig … und bei geöffnetem Fenster!

Beim unversiegelten Parkettboden gelten folgende Reinigungstipps:

  • Keine Mikrofasertücher verwenden – das kann die Holzstruktur beschädigen.
  • Flecken können Sie bekämpfen, indem Sie die betroffene Stelle mit Spiritus einreiben, einwirken lassen und anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Regelmäßig, am besten einmal im Monat, sollte der Boden mit einem Hartwachs gewachst und gebohnert werden.
Versiegelt oder unversiegelt - das ist die Reinigungs-Frage bei Parkett.
Versiegelt oder unversiegelt - das ist die Reinigungs-Frage bei Parkett.
© Bolefloor

Ähnliches gilt für einen Dielenboden. Wird er regelmäßig mit Öl oder Wachs behandelt, reagiert der Dielenboden unempfindlich auf Schmutz oder Flüssigkeiten. Für die alltägliche Reinigung sollte man darauf achten, ein schonendes Reinigungsmittel zu verwenden, damit das Holz nicht austrocknet. Achtung: Eine zum ersten Mal oder neu geölte Oberfläche darf während der ersten zwei Wochen nur trocken gereinigt werden.

Parkett mit Essig reinigen

Grundsätzlich lässt sich versiegeltes Parkett mit Essig reinigen – empfehlen würden wir es trotzdem nicht: Der Grund: Bei falscher Dosierung kann der teure Parkettboden Schäden davontragen. Essig ist eine Säure und greift die Oberflächenbehandlung an. Auf keinen Fall sollten Sie puren Essig verwenden. Bei unversiegeltem Parkett raten wir generell von Essig ab. Verwenden Sie lieber einen Spezialreiniger.

Parkett pflegen

Regelmäßig saugen, Flecken gleich mit einem Tuch und lauwarmem Wasser beseitigen – damit fährt man schon mal gut. Alles Weitere hängt von der Oberfläche ab (siehe Abschnitt: Versiegeltes oder unversiegeltes Parkett). Bei allen Holzböden gilt: Vorbeugen ist besser als putzen. Daher un­bedingt eine Sauberlaufmatte nutzen oder die Straßenschuhe gleich draußen lassen.

Kratzer im Parkett ausbessern

Kurz nicht aufgepasst und schon schmückt ein Kratzer den Holzboden. Und jetzt? Keine Panik! Neben einer Reihe Parkett-Pflege-Öle gibt es auch einige Hausmittel, die helfen können, Schäden auf Parkett verschwinden zu lassen.

– Für kleine Schrammen eignen sich einige Tropfen Öl und Wachs auf einem weichen Tuch gut. Achtung: Einige Öle, zum Beispiel Olivenöl, können den Holzboden nachfärben.

– Bei größeren Kratzern kann eine Walnuss helfen. Dazu einfach das Gehäuse der Nuss entfernen und dann die Nuss über den Kratzer reiben, bis dieser ausgefüllt ist. So verschwindet nicht nur die Furche – das in der Nuss enthaltene Öl sorgt gleichzeitig für einen schönen Übergang.

Tiefere Kratzer und Macken im Parkett sollten, wenn möglich, so schnell wie möglich behandelt werden, da diese meist dazu führen, dass die oberste wasserabweisende Schicht des Holzbodens zerstört wird und so Wasser in den Boden eindringen und diesen dauerhaft schädigen kann. Mit Hartwachs oder speziellen Holzpasten können solche Vertiefungen aufgefüllt werden. Mit einem Klarlack kann die behandelte Stelle zum Schluss versiegelt werden. Die Materialien hierfür können als Teil eines sogenannten Holzboden-Reparatursets erworben werden. Wichtig: Immer auf den Farbton der Paste achten, damit dieser zur Holznuance passt!


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