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Simone Sauvigny: "Individualität muss wachsen"

Simone Sauvigny ist Inhaberin des Hamburger Wohn- und Designshops LYS Vintage, der 2008 mit einem Sortiment von skandinavischen Vintage-Designstücken startete. Die heutige Produktauswahl präsentiert sich jünger und internationaler, ist aber den gleichen Prinzipien treu: solide handgefertigt, funktional relevant und ästhetisch faszinierend. Simone Sauvigny lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern abwechselnd in Hamburg und Harkensee an der Ostsee.

Wie würden Sie Ihren persönlichen Wohn- und Einrichtungsstil beschreiben?
Je stärker ich mich beruflich mit Neuware beschäftige, desto stärker wird mein Sinn für das Seltene, für Unikate und Dinge, die man mit Geld nicht einfach nachkaufen kann. Besonders im Laden interessieren mich daher exklusive Kooperationen von namhaften Herstellern mit aufstrebenden Jungdesignern oder limitierte Editionen, von denen ich mir selbst ein Teil für unser privates Zuhause sichere.

Was bedeutet zeitloses, schönes Wohnen für Sie?
Sich mit Produkten zu umgeben, deren Gebrauch für das alltägliche Leben Sinn macht und die formschön gestaltet sind. Dass sich jemand Gedanken gemacht hat, die Materialien sorgfältig ausgewählt sind und das Produkt handwerklich gefertigt wurde. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man lange daran Freude hat, sich nicht satt sieht und größere Anschaffungen – auch mit Patina – irgendwann als Erbstück taugen und im Wert noch steigen.

Kann man Raumgestaltung lernen?
Bei Interesse am Thema und entsprechender Beschäftigung mit Fachliteratur kommt das Wissen irgendwann von selbst. Häufiges Umziehen kann ich ebenfalls empfehlen. Und die Nutzung von Pinterest, um auf verschiedenen Pinnwänden Kollagen zu arrangieren und die Räume deiner Träume zu komponieren. Irgendwann sagt dir deine Intuition, was passt und was nicht.

Was ist der größte Fauxpas bei der Gestaltung eines Raumes?
Ein Haus oder eine Wohnung können nicht beim Einzug komplett eingerichtet sein. Individualität muss wachsen. 12 Wochen vor dem Umzug aufgrund von einem Grundriss einen Bestell-Rundumschlag zu machen halte ich für keine gute Idee.

Auf welches Ihrer Möbelstücke würden Sie auf keinen Fall verzichten wollen?
Die Biedermeier-Eichenkommode meiner Oma, die durch ihre Schlichtheit und die wertige Oberfläche überall hinpasst. Und das "Join"-Sofa meiner schwedischen Lieblingsdesignerin Emma Olbers. Wir haben kürzlich Wohn- und Esszimmer getauscht und ich war froh, dass man das modulare Sofa mit Chaiselongue auch einfach seitenverkehrt aufbauen kann. Eine Anschaffung fürs Leben, die sich neuen Situationen flexibel anpasst.

 

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