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Retro: Lampen, Stühle und Sessel im Retro-Look

Der Retro-Look feiert die Formen und Farben der 50er und 60er Jahre und kombiniert dazu schlichte Formholzmöbel und Textilien mit grafischen Prints. Mit diesen Produkten holen Sie den Stil nach Hause.
Retro: Lampen, Stühle und Sessel im Retro-Look

Die "Stockholm"-Serie bei Ikea interpretiert die Formen der 50er und 60er Jahre.

In diesem Artikel
Retro – typische Farben und Formen
Retro – welche Materialien passen zum Retrolook?
Retrolook: Re-Editionen
Der Unterschied zwischen Retro und Vintage
Shops und Auktionshäuser, die Möbel im Retro-Stil verkaufen:
Das Who is Who der Designer der 50er und 60er Jahre:

Retro – typische Farben und Formen

In den USA entführt die TV-Serie "Mad Man" vor einiger Zeit zahlreiche Zuschauer in die Welt der frühen 1960er Jahre, und der Kino-Film "A Single Man" von Tom Ford verzauberte mit perfekter Ausstattung im Sixties-Look. Möbel aus Teakholz und das klassische Design der 60er Jahre erleben ein Comeback. Der Retrolook unserer Tage ist geprägt von der Zeit zwischen 1950 und 1970. Gewagte Entwürfe, ungewöhnliche Formen und ausdrucksstarke Farben zeichneten das damalige Design aus. Beim aktuellen Retrolook kommt es allerdings darauf an, nicht die Einrichtungen von einst zu kopieren. Vielmehr ist der moderne Retrolook eine gekonnte Mischung aus Klassikern und zeitgenössischem Design.

Typisch für den Retrolook sind organische Formen wie beim Nierentisch oder bei geschwungenen Cocktailsesseln aus Leder. Der Retrostil ist schwungvoll, innovativ und experimentiert mit neuen Formen und Farben. Von dezenten Retro-Pastelltönen bis hin zu Knallfarben ist beim Retrolook alles vertreten und darf nach persönlichem Geschmack kombiniert werden. Auch Naturtöne, Cremeweiß und Schwarz sind typisch für den Retrolook. Sie sind ein Kontrast zu Knallfarben, die oft nur als Akzent eingesetzt werden. Denn ein knalliges Möbelstück oder Accessoire im Retrostil kommt in Begleitung dezenter Töne viel besser zur Geltung. Textilien im Retrolook haben typischerweise grafische Muster oder sind mit geometrischen Formen verziert. Als Kissen sind sie perfekt geeignet für einen Farbtupfer auf dem Sofa oder dem Sessel im Retrostil.

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Wohnzimmer von heute mit Mustertapete von gestern (Tapete von Orly Kiely, zu bestellen über www.harlequin.uk.com)

Retro – welche Materialien passen zum Retrolook?

Das Design der 50er und 60er Jahre stellte sowohl die Form als auch die Funktion eines Möbels oder Accessoires in den Vordergrund. Nach den Vorbildern aus Skandinavien, Italien und den USA, gingen auch deutsche Designer neue Wege. Heimische Hölzer wie Buche oder Eiche spielten damals wie heute beim Retrolook eine große Rolle. Ab 1950 kamen die ersten Formholzmöbel auf den Markt, die auch den heutigen Retro-Stil bestimmen. Die Möbel aus dünnem, gebogenem Holz waren klassisch elegant und verkörpern heute die Zeitlosigkeit des Retrolooks. Nach den heimischen Hölzern rollte eine regelrechte Teak-Welle über Europa hinweg. Das dunkle Teakholz ist heute typisch für den Retro-Stil und macht sich besonders gut in Kombination mit schlichten Formen und bunten Farben.

Retro: Lampen, Stühle und Sessel im Retro-Look

Der Affe aus Limba- und Teakholz von Kay Bojesen ist ein typischer Accessoire-Klassiker aus der Mid-Century-Zeit.

Neben Naturmaterialien sind Kunst- und Schaumstoffe typisch für den Retrolook. Sie erlauben eine große Form- und Farbvielfalt und spiegeln den Einfluss der Pop-Art auf den Retro-Stil wider. Als echte Kultobjekte gelten Retro-Klassiker wie der "Panton-Chair" aus einem Guss, der aufblasbare Sessel "Blow" oder der mit Styroporkügelchen gefüllte Sitzsatz "Sacco".

Retrolook: Re-Editionen

Im Zuge der Wiederbelebung des Retro-Looks legen viele namhafte Hersteller ihre Produkte von damals als Re-Editionen neu auf. Dabei produzieren sie entweder die Originalmöbel im Retro-Stil in ihrer ursprünglichen Form oder verpassen ihnen ein zeitgenössisches "Face-Lift", wie einen neuen Bezug oder eine andere Farbe. Manchmal werden auch erst heute Möbelentwürfe in Serie produziert, die es einst nicht über den Prototyp hinaus geschafft haben und heute als Retrolook wieder "in" sind. Bei einer weiteren Variante der Re-Editionen lassen sich zeitgenössische Designer von Klassikern inspirieren und schaffen ganz neue, eigene Kreationen im Retrostil. Doch Re-Editionen gibt es meist nur für eine bestimmte Zeit oder als Sonderauflage. Oft sind sie jedoch eine kostengünstige Alternative zu den Orginalmöbeln. Vorsicht ist geboten, wenn von "Re-Design" die Rede ist: Achten Sie beim Kauf einer Re-Edition stets auf eine Zertifizierung des Herstellers, denn häufig werden Produktfälschungen als Re-Edition oder Re-Design verkauft.

Basics für den Retrolook

  • Formholzmöbel aus heimischen Hölzern
  • Sitzmöbel aus buntem Kunststoff
  • Nierentisch aus Holz
  • Teakholzmöbel mit geschwungenen Formen und sich nach unten verjüngenden Beinen
  • Kissenbezüge mit grafischen Mustern
  • Farbpalette aus Natur, Schwarz, Petrol/Orange/Flaschengrün
  • Materialmix dunkles Holz, Leder, Leinen, Chrom, Stein
Haussmann 310

Klassischer Chesterfield trifft Bauhaus: Trix und Robert Haussmanns legendärer Clubsessel "Haussmann 310" von 1962 als Reedition bei Walter Knoll

Der Unterschied zwischen Retro und Vintage

Für viele sind die Begriffe Retro und Vintage gleich und sie verwenden sie synonym. Das liegt vermutlich daran, dass beide Stile die Mode und Möbel der 50er, 60er und 70er Jahre abdecken. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Vintage meint tatsächlich ganz konkret Produkte aus dieser Zeit, sprich: Sie müssen auch genau in dieser Zeit entstanden sein. Retro hingegen beschreibt nur das Aussehen, das dem der Kleider und Möbel vergangener Tage ähnelt. Wann sie genau entstanden sind, ist zweitrangig. Ganz einfach, oder?

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Shops und Auktionshäuser, die Möbel im Retro-Stil verkaufen:

Das Who is Who der Designer der 50er und 60er Jahre:

Mit Vintage-Möbel einrichten und wohnen
Mit Vintage-Möbeln holen Sie sich Nostalgie in Ihr Zuhause, dementsprechend heiß sind sie begehrt. Die Originale der 20er bis 70er Jahre versprühen Charme und zeigen, dass gutes Design immer aktuell ist.