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Lärchenholz – Aussehen, Eigenschaften und Verwendung

Modernisierter Altbau
Neue Fassadenverkleidung aus Lärchenholz.
© Zooey Braun
Das heimische Lärchenholz ist formstabil, beständig gegenüber Witterungseinflüssen und daher ideal für drinnen und draußen geeignet.

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Lärche wächst in Europa und ist hier hauptsächlich in den nördlichen Alpenregionen heimisch. Weitere Vorkommen gibt es in Nordamerika und Asien. In Japan sind Lärchen Zierbäume in vielen Parks und Gärten. Die Lärche wirft als einziger Nadelbaum im Spätherbst seine Nadeln ab. An der gesamten Waldfläche in Deutschland hat die Lärche nur einen geringen Anteil. Wegen ihres hochwertigen Holzes wird sie zusätzlich in Mischwäldern angepflanzt.

Aussehen von Lärche

Der äußere hellgelbe Splintbereich ist bei Lärchenholz schmal und beträgt nur wenige Zentimeter. Das Kernholz ist geprägt durch eine rötlich-braune Farbe, die mehr oder weniger intensiv sein kann und bräunlich nachdunkelt. Die dunklen Jahresringe sind im Lärchenholz sehr deutlich von den helleren Wachstumsschichten abgegrenzt. Sie bilden im geschnittenen Lärchenholz eine kontrastreiche Struktur aus, die entweder prägnante Streifen oder eine zungenförmige Maserung aufweist. Ebenso wie Fichten- und Kiefernholz hat Lärche feine Harzkanäle. Wird Lärchenholz der Witterung ausgesetzt, entwickelt es eine silbergraue Patina.

Innenausbau mit Lärchenholz
Innenausbau mit Lärchenholz
© Francesca Giovanelli

Eigenschaften von Lärchenholz

Lärche ist eines der schwersten und härtesten einheimischen Hölzer und hat sehr gute Festigkeitseigenschaften. Es ist noch zäher und harzreicher als Kiefernholz, formstabil und verzieht sich nur minimal. Im Freien ist Lärche auch ohne Behandlung mit Holzschutzmitteln dauerhaft und bildet eine silbergraue Schicht. Ist dieser Effekt nicht gewünscht, kann Lärchenholz vor der Aufstellung im Freien imprägniert werden. Soll die Oberfläche von Lärche gebeizt werden, müssen vorher alle Harzreste sorgfältig mit Lösungsmitteln entfernt werden. Aufgrund des hohen Harzgehalts ist eine Behandlung mit ölhaltigen Lacken nicht zu empfehlen.

Vorteile von Lärche

  • dauerhaft
  • witterungsbeständig
  • Alternative zu Tropenholz
  • formstabil
  • heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz

Gegenüber Pilzen und Insekten ist Lärchenholz resistent. Unter Wasser ist Lärche sehr dauerhaft und mit Eichenholz vergleichbar. Ein Problem bei Lärchenholz ist, dass der Baum je nach Witterung zu Drehwuchs neigt und dies die Holzeigenschaften beeinträchtigt. Die gedrehte Struktur von Lärchenholz wirkt sich auf die Standfestigkeit aus und kann zu Spannungen im Holz führen. Lärche lässt sich gut bearbeiten, sofern kein Drehwuchs vorliegt.

Holzhaus mit Lamellen aus Lärchenholz und gläserner Fassade
Holzhaus mit Lamellen aus Lärchenholz und gläserner Fassade
© Graf Luckner

Verwendung von Lärche

Lärchenholz eignet sich für alle Bereiche, bei denen es auf Festigkeit und Haltbarkeit ankommt. Im Außenbau wird das Holz beispielsweise für Türen, Außenverschalungen oder Fenster verwendet, bei Terrassendielen wird gern und häufig auf Sibirische Lärche vertraut. Da Lärchenholz einen hohen Harzgehalt hat, ist es zudem besonders dauerhaft – auch unter Wasser. Daher wird Lärchenholz mit Vorliebe im Bootsbau und sogar für Brückenkonstruktionen verwendet. Im Innenausbau werden aus Lärchenholz zum Beispiel Wandverkleidungen, Dachkonstruktionen, Parkett- und Dielenböden, Paneele oder Treppen gefertigt.

Auch im Möbelbau kommt das Holz zum Einsatz. Beispielsweise Gartenmöbel werden aus Lärchenholz hergestellt, da Lärchenholz sehr witterungsbeständig ist und sich aus diesem Grund sehr gut für den Außenbereich eignet.

Nachteile von Lärche

  • neigt zu Drehwuchs
  • sehr harzhaltig
  • verhältnismäßig teuer

Weitere Holzarten neben Lärche:

Ahornholz
Birkenholz
Birnbaumholz
Buchenholz
Eichenholz
Eschenholz
Fichtenholz
Kiefernholz
Kirschbaumholz
Mahagoniholz
Nussbaumholz
Räuchereiche
Rotkernbuche
Spanplatten
Teakholz
Walnussholz
Zwetschgenholz

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