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Buchenholz

Buchenholz ist ein sehr festes Holz, das sogar Eichenholz übertrifft. Es wird hauptsächlich im Möbelbau für die Fertigung von Stühlen eingesetzt.
214, Thonet, 1859, Buchenholz, Rohrgeflecht, Stühle

Stühle "214" von Thonet – aus Buchenholz und mit Rohrgeflecht

In diesem Artikel
Aussehen
Eigenschaften
Verwendung
Partner HARO Heimische Hölzer Buche

Wenn hierzulande von der Buche die Rede ist, ist die Rotbuche, wissenschaftlich als Fagus sylvatica bezeichnet, gemeint. Sie gilt als eine der wichtigsten Laubbaumarten Europas und hat einen großen Anteil an der Baumpopulation in deutschen Wäldern. Für die einheimische Holzindustrie, beispielsweise die Möbelproduktion, sind Buchenhölzer einer der bedeutendsten Rohstoffe und werden sowohl als Nutz- als auch als Industrieholz verarbeitet. Neben Europa, kommen Buchen außerdem in Nordostasien und Nordamerika vor und sind dort ebenfalls für die lokale Holzwirtschaft von Bedeutung. 

Aussehen

Charakteristisch für Buchenholz ist eine hell-gelbliche bis rosa-braune Farbe, die bei Lichteinstrahlung nur sehr wenig nachdunkelt. Die Maserung von Buchenholz ist geprägt durch breite Strahlen, die bei diagonalem Schnitt zum Stamm so genannte "Fladern" (zungenförmige Maserung) ausbilden. Die Poren der Buche sind klein und gleichmäßig verteilt. Buchenholz von älteren Bäumen weist eine etwas dunklere, ins Braunrot tendierende Färbung auf, die durch Dämpfung intensiviert werden kann. Ab einem Baumalter von etwa hundert Jahren bildet das Holz einen rotbraunen Kern aus, der unregelmäßig und wolkenförmig sein kann. Diese Bäume werden als Rotkernbuchen bezeichnet.

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Eigenschaften

Buchenholz zeichnet sich durch eine sehr große Festigkeit aus. Da Buchenholz stark "arbeitet", verzieht es sich schnell und weist eine überdurchschnittlich große Schwindung auf. Dadurch bilden sich leicht Risse im Buchenholz. Ungeschützt ist Buchenholz nicht witterungsbeständig. Wird die Oberfläche aber mit Holzschutzmitteln bearbeitet, kann Buchenholz sehr lange im Außenbereich auch unter extremen Wetterverhältnissen überdauern. Buchenholz ist schwer, sehr zäh aber elastisch und tragfähig. Wird es gedämpft, verstärkt sich seine elastische Eigenschaft und es lässt sich leicht biegen. Daher wird Buchenholz oft für die Bugholztechnik in der Möbelindustrie verwendet, die der Hersteller Thonet Anfang des 19. Jahrhunderts für seine Bugholzmöbel einführte.

Vorteile von Buchenholz:

  • Heimisches Holz, daher gute Umweltbilanz
  • Sehr fest und haltbar
  • Gute Elastizitätseigenschaften

Verwendung

Besonders für die Möbelindustrie spielt Buchenholz eine große Rolle, beispielsweise in der Produktion von Sitzmöbeln. Durch das von Michael Thonet um 1830 entwickelte Bugholzverfahren, wurde gedämpftes Buchenholz zu einem äußerst beliebten Werkstoff in der Produktion der Bugholzstühle. Daneben wird Buchenholz als Parkett sowie als Material für Treppen und Furniere im Innenausbau eingesetzt.

Zudem wird Buchenholz aufgrund seiner guten Heizqualitäten gerne als Kaminholz oder generell als Brennholz genutzt. Schließlich entwickelt sich beim Verbrennen viel und starke Glut, die langanhaltend für Wärme sorgt.

 

Nachteile von Buchenholz:

  • Verzieht sich stark
  • Neigt zur Rissbildung
  • Schweres Holz
  • Dunkelt kaum nach

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