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Der Traum vom Teppichboden

Mondänes Schlafzimmer mit Rundbogen und dem Teppichboden "Vicenza" von Kibek
Seidig-weicher Flor im Schlafzimmer: Teppichboden "Vicenza" aus Polyamid-Fasern, Preis: ca. 30 Euro pro Quadratmeter, www.kibek.de
© Kibek
Wieso sich mit nur einem Stück begnügen, wenn man auch den ganzen Raum auslegen kann? So kommt flauschiges Gefühl unter die Füße und Gemütlichkeit im XL-Maß.

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Wer einmal ohne Schuhe auf Teppichboden gelaufen ist, möchte dieses Gefühl nur ungern missen: Der kuschelzarte oder angenehm strukturierte Bodenbelag schmeichelt den Fußsohlen, wärmt und schluckt Schall. Doch eignet sich Teppich für jeden Raum, und was ist bei Auswahl und Verlegung zu beachten? Das Wichtigste rund um die Bahnenware.

Die verschiedenen Materialien für Teppichböden

Viele Farben, Muster und Strukturen werden angeboten – und auch beim Material muss man sich entscheiden: Polyamid, Sisal oder Wolle? Die Art des Teppichbodens hängt in erster Linie von persönlichem Geschmack, Einrichtung und Wohnstil ab. Polyamidfasern punkten mit hoher Strapazier- und Pflegefreundlichkeit und empfehlen sich für Böden öffentlicher Büros genauso wie fürs Homeoffice, fürs Kinder- und Wohnzimmer. Je nach Modifikation können sie den Look von Naturseide ebenso wie von Wolle imitieren. Heute kommen auch recycelte Nylongarne zum Einsatz, die später wiederum neuem Nutzen zugeführt werden können. Robuster, natürlicher Sisalteppich, hergestellt aus den Blättern von Agavenpflanzen, eignet sich gut für viel frequentierte Bereiche und hat aufgrund seiner markanten, festen Struktur gleich einen integrierten Fußmassageeffekt. Er darf aber keinesfalls nass werden. Teppichboden aus reiner Wolle reguliert das Zimmerklima dadurch, dass er überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnimmt und wieder abgibt. Dank des natürlichen Fettanteils bindet Wolle zudem Staub aus der Luft besonders gut und schafft allgemein ein beruhigendes, natürliches Wohngefühl.

Der Flor

Flor oder Pol wird bei Teppichen die dritte Dimension genannt: die aufrecht stehenden Garnenden, aus denen sich die samtige Oberfläche bei Velours bildet. Je länger oder höher der Flor, desto besser ist die Schall und Wärmedämmung. Bei Kräuselvelours macht gezwirntes Garn den Belag noch robuster und Trittspuren im Flor kaum erkennbar. Generell sind Hochflor-Qualitäten eine bessere Wahl für weniger belaufene Lounge- und Ruhebereiche und nicht so belastbar. Alternativ gibt es Schlingenflor: Statt wie beim Velours aufgeschnitten zu werden, bleiben alle kleinen Schlaufen bestehen, sodass eine grobe, rustikale Bouclé-Struktur entsteht, die beispielsweise gut für Kinderzimmer geeignet ist. Teppichböden mit einer filzartigen Oberflächenbeschaffenheit, wie man sie aus öffentlichen Bürogebäuden oder Hotels kennt, heißen übrigens Nadelvlies.

SCHÖNER WOHNEN Kollektion Teppichboden
Der Teppichboden "Nectar" aus der SCHÖNER WOHNEN KOLLEKTION ist nicht nur weich unter den Füßen, sondern auch sanft fürs Auge. Zudem ist sein Polyamidgarn äußerst robust und pflegeleicht.
© SCHÖNER WOHNEN Kollektion

Raum und Ausmessung

Für die Teppichmenge ist die tatsächliche Grundfläche des Raums entscheidend, kleine Zwischenräume, Kanten und Türübergänge dürfen dabei nicht vergessen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich lieber ein fachgerechtes Aufmaß beim Fachhändler erstellen. Beim Ausmessen immer von der größten Breite des Raums ausgehen und zusätzlich zehn Zentimeter Überstandsmaß hinzurechnen. Da Wände nicht immer parallel sind, besser an mehreren Stellen die Raumbreite ausmessen. Der Großteil an Teppichböden wird meist in vier oder fünf Meter Breite angeboten.

Vorteile von Teppichboden

  • weiches Laufgefühl
  • rutschfest
  • fußwarm
  • schalldämpfend
  • große Gestaltungsvielfalt
  • Trittschalldämmung nur bedingt erforderlich

Nachteile von Teppichboden

  • empfindlich
  • nicht einfach zu reinigen, daher pflegeintensiv
  • Hausstaub und Milbenbefall möglich

Den Teppichboden verlegen

Verschiedene Beschaffenheiten von Unterböden, komplizierte Grundrisse sowie Türübergänge und Wandabschlüsse können zu ungeahnten Herausforderungen führen. Komfortabler ist es, die fachgerechte Verlegung einem Profi zu überlassen. In Räumen unter 20 Quadratmetern reicht meist loses Auslegen der Bahnen. An den Rändern und im Türbereich wird der Belag mit doppelseitigem Klebe- oder Klettband befestigt, bei größeren Flächen auch an den Nähten zwischen zwei Bahnen. Als Wandabschluss können Teppichleisten oder klassische Hamburger Sockelleisten aus Holz zum Einsatz kommen. In großen Räumen ist das vollflächige Verkleben üblich. Unbedingt emissionsarmen Kleber verwenden, gekennzeichnet durch TÜV- oder EC1-Zeichen.

SCHÖNER WOHNEN KOLLEKTION Teppichboden Powder
Die subtil glänzenden Pastellfarben des Teppichbodens "Powder" aus der SCHÖNER WOHNEN KOLLEKTION sind ein Hingucker, die zu jedem Wohnstil passen. Dieser weiche Teppichboden zeichnet sich durch die langlebige Eleganz seines Polyamidgarns aus.
© SCHÖNER WOHNEN Kollektion

Teppichboden reinigen und pflegen

Damit Sie länger Freude an Ihrem Teppichboden haben, ist es wichtig, ihn regelmäßig zu reinigen. Im Laufe der Zeit setzen sich Schmutzpartikel, Staub und Milben im Teppichboden ab und lassen ihn schneller altern. Daher sollte er wenn möglich alle ein bis zwei Tage gesäubert werden. Neben der täglichen Reinigung raten Experten noch zu einer Zwischen- und einer Grundreinigung. Dann hält der Teppichboden auch mindestens sieben Jahre.

Die tägliche Teppichboden-Pflege trägt zu dessen Werterhaltung bei und sorgt dafür, dass der Bodenbelag auch nach längerer Zeit ansprechend aussieht. Da sich in der Luft befindliche Staub- und Schmutzteilchen auf dem Teppichflor absetzen und bei unregelmäßiger Reinigung tief in den Fasern einlagern, gilt es, diesem Prozess durch regelmäßiges Staubsaugen vorzubeugen. Das Binden des Hausstaubs macht den Teppichboden allergikerfreundlicher als andere Böden auf denen Staub nur aufliegt und aufgewirbelt wird.

Bei teilverschmutzten Flächen wie beispielsweise im Eingangsbereich kommt die Zwischenreinigung zum Einsatz. Hierbei wird ein Reinigungspulver auf den Teppichboden aufgestreut, mit einer Bürstmaschine einmassiert und nach der Trocknung wieder abgesaugt. Die effektivste und wirksamste Methode, einen Teppichboden zu reinigen, ist jedoch die Grundreinigung. Ein Fachmann schäumt hierbei mit einer Sprühextraktionsmaschine ein Reinigungsmittel auf, massiert es in die Teppichoberseite ein und saugt es wieder ab. Nach der Trocknung muss nochmals mit einem Bürstsauger nachgesaugt werden.

Rotweinflecken, Schokolade oder Bratensoße sollten Sie am besten sofort entfernen. Wenn Flecken nämlich erst einmal im Teppichboden eingetrocknet sind, können sie mit den Fasern chemisch reagieren. Das unschöne Ergebnis wäre ein dauerhafter Fleck im Teppichboden. Daher empfiehlt es sich, auf den Teppichboden abgestimmte Extraktionsreiniger und Fleckenentferner im Haus zu haben. So lassen sich die meisten Flecken aus dem Teppichboden entfernen.

Modernes und helles Wohnambiente mit den Teppichfliesen "Interland" von Tretford
Teppichfliesen "Interland", erhältlich in diversen Maßen, zum Beispiel 20 x 20 cm, je ca. 20 Euro, www.tretford.de
© Tretford

Alternative zu Teppichboden: Teppichfliesen

Zwar stehen bei Bahnenware unzählige Farben und Muster zur Verfügung, praktischer in Bezug auf die Verlegung sind aber definitiv rechteckige Teppichfliesen (wie z. B. von Tretford). Sie werden lose und kinderleicht von Wand zu Wand verlegt, sodass die Bodenfläche jederzeit flexibel angepasst und immer wieder neu gestaltet werden kann.

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