Designer-Porträt Konstantin Grcic

Designer-Porträt: Konstantin Grcic
© Cassina
Der Deutsche

Auch im Design sind die Deutschen fürs Nützliche und Rationale zuständig. Umso verblüffender, wie der in München geborene Grcic (sein jugoslawischer Vater gab ihm die vielen Konsonanten mit) zu Deutschlands Super-Exportdesigner wurde. Seine Hauptwerkzeuge: Forscherakribie, mehr noch aber Intellektualität und raffiniert versteckter Witz; zu erleben etwa in einem Bücherregal ("Es“), das wackelt und doch höchst stabil ist; oder in einem rätselhaften Stuhl ("Chair One“), aus dessen Gittersitzschale alles statisch nicht Notwendige weggestanzt wurde. Grcic hat mit einer Lehre zum Möbelschreiner in britischer Arts-and-Crafts-Tradition begonnen, studierte am London Art College bei Jasper Morrison und war ein Jahr lang dessen Assistent, bevor er sich in München mit der Berufs- und Lebensform selbstständig machte, die ihn in England so fasziniert hatte: der Gestalter als Pionier und Experimentator. Beharrlich nennt er sich Industriedesigner, obwohl er erfolgreich den Prototypen des Autorendesigners spielt, voller Eigensinn und sperriger Tiefe: "Es kann nicht richtig sein“, sagt er, "wenn neues Design sofort Gefallen findet“.

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