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Designer-Porträt Patricia Urquiola (* 1960)

Die Dekorative
Patricia Urquiola

Vor ihr galt das Prinzip: Frauen kaufen Möbel, aber erdacht werden sie von Männern. Erfolgreiche Designerinnen konnte man an den Beinen eines Stuhles abzählen. Die spanische Architektin, die seit 20 Jahren in Mailand lebt, hat alles verändert. „197 Produkte von 16 Herstellern“ findet die Stylepark-Anfrage im Herbst 2010. Vor allem dank ihr fassten viele Firmen wieder Mut zur Opulenz; und bekamen, was im architektonisch-puristischen Zeitgeist verschwunden war: Flechtwerk, Muster, Dekor und eine Art 1001-Nacht-Ethno-Mix mit Farb- und Formzitaten aus aller Welt. Nur bei genauerem Hinsehen entdeckt man auch eine ruhigere Urquiola, Schülerin von Achille Castiglioni und Piero Lissoni – etwa in kubistischen Sofas ("Tufty“) oder in Betten mit einem smarten Detail: Das Kopfteil von "Clip“ lässt sich so flexibel verstellen, als sei es ein Mantelkragen. Hinter jeder starken Frau steht eine andere starke Frau: In der Firmenchefin Patrizia Moroso hat Patricia Urquiola eine Vornamens- und Seelenverwandte gefunden. Moroso hat als Erste an sie geglaubt und bekommt bis heute immer die gewagtesten neuen Urquiola-Entwürfe.