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Schmales Stadthaus mit Klinkerfassade

Die asymmetrische Form des Hauses ist ungewöhnlich und den Auflagen des Bebauungsplans geschuldet.
Die asymmetrische Form des Hauses ist ungewöhnlich und den Auflagen des Bebauungsplans geschuldet.
© Christian Schaulin
Wie passt ein Haus für fünf auf ein schmales Grundstück? Die Antwort heißt "Türmchen" und macht aus der Not eine Tugend.

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Ihr neues Haus nennen die Bauherren Meike und Kirk Lütten liebevoll das Türmchen. Es zeigt, wie man in einer Metropole wie Hamburg inmitten dichter Bebauung ein echtes Kleinod schaffen kann – mit ausreichend Platz, Licht und Privatsphäre für zwei Erwachsene und drei Kinder. Ausgangspunkt der Planung war ein gut 1.000 Quadratmeter großes Grundstück mit einem vorhandenen Mehrfamilienhaus an der Straßenseite, das sich im Besitz der Familie befand.

Auf knapp 40 Quadratmetern gehen der Wohnbereich mit Kamin, Essecke und die Küche offen ineinander über.
Auf knapp 40 Quadratmetern gehen der Wohnbereich mit Kamin, Essecke und die Küche offen ineinander über.
© Christian Schaulin

Geschickte Planung schafft Platz

Die Ausnutzung der Parzelle erlaubte eine zusätzliche zweigeschossige Bebauung mit einer Bruttogeschossfläche von maximal 68 Quadratmetern sowie einem Dachgeschoss, das jedoch kein Vollgeschoss sein durfte. Um die geforderten Abstandsflächen einhalten zu können, tritt der Entwurf "die Flucht nach oben an", wie Kirk Lütten lachend formuliert: Der schmale, asymmetrische, in die Vertikale gestreckte Baukörper bringt rund 145 Quadratmeter Wohnfläche auf drei (offiziell zweieinhalb) Geschossen unter.

Familiengerechte Architektur

Die Raumaufteilung ist auf die Bedürfnisse einer Familie zugeschnitten – mit einem loftartig-weitläufigen Wohn-, Koch- und Essbereich im Erdgeschoss, der von Terrassen Richtung Westen und Süden erweitert wird, einem Kindertrakt im Obergeschoss sowie Elternschlafzimmer, Bad und zusätzlichen Kinder- oder Gästezimmer unter dem Dach. Stauraum bieten Einbauschränke und der Keller. Der seitlich versetzte Treppenaufgang erscheint als eigener Bauteil, er markiert den Hauseingang und dient als Sichtschutz zur dahinter liegenden Südterrasse.

  • Architektur: Meyer Terhorst Architekten, Hamburg
  • Standort: Hamburg
  • Bauweise: Zweischaliges Mauerwerk aus Porenbeton und Ziegeln, Dreifachverglasung, voll unterkellert
  • Heiztechnik: Gas-Brennwert mit Solarthermie, Fußbodenheizung, Heizkamin
  • Endenergieverbrauch: 80 kWh/m²/a
  • Primärenergieverbrauch: 84 kWh/m²/a
  • Bauzeit: 1/2012 bis 11/2012
  • Wohnfläche: 145 m²
  • Grundstück: 1021 m²
  • Baukosten: 344.500 Euro (Netto, ohne Honorare und Nebenkosten)


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