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Maklergebühren: Wer sie zahlen muss, wie hoch sie sein dürfen

Niemand möchte sie gern übernehmen, dennoch sind sie – sollte es zu einer erfolgreichen Vermietung beziehungsweise einem erfolgreichem Immobilienverkauf kommen – in der Regel irgendwann Gegenstand des Gesprächs. Die Rede ist von: Maklergebühren. Wer sie zahlen muss, wie hoch sie sein dürfen und wann sie fällig sind – wir bringen Licht ins Dunkel.
Pärchen malt sich aus, wie die neue Wohnung eingerichtet sein könnte
In diesem Artikel
Maklergebühren bei Mietwohnungen – was hat sich verändert?
Maklergebühren beim Immobilienkauf
Maklergebühren pro Bundesland in Deutschland
Wann ist die Provision fällig?
Wie lassen sich Maklergebühren reduzieren?
Immobilienpreise in Deutschland abfragen
Sind Maklergebühren steuerlich absetzbar?

Maklergebühren sind ein klassisches Thema mit viel Aufregungspotenzial auf dem Immobilienmarkt, belaufen sie sich doch häufig über mehrere tausend Euro. Geld, das niemand wirklich zahlen möchte. Konkrete Regelungen gab es lange keine – sieht man von vier kurzen Paragrafen (§§ 652-655) im BGB ab. Die besagen unter anderem, dass ein Makler Anspruch auf Maklerprovision hat, wenn er einen Kauf oder eine Vermietung nachweisen kann. Auch heißt es dort: "Aufwendungen sind dem Mäkler nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist. Dies gilt auch, wenn ein Vertrag nicht zustande kommt." Wer genau die Kosten zu übernehmen hat, ist dort nicht definiert, bei Vermietungen war es in der Praxis aber häufig so, dass die Kosten – maximal zwei Netto-Kaltmieten plus Mehrwertsteuern – auf den Mieter weitergegeben wurden. Seit dem 1. Juni 2015 ist das anders.

Mann im Anzug macht sich Notizen

Maklergebühren bei Mietwohnungen – was hat sich verändert?

Am 1. Juni 2015 trat das von der Bundesregierung eingeführte Bestellerprinzip in Kraft. Bei dem Bestellerprinzip handelt es sich nicht etwa um ein neues Gesetz, sondern um eine Anpassung an das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung  (WoVermittG) aus dem Jahr 1971. Die neue Regelung besagt, dass der Besteller des Immobilienmaklers die Maklerprovision zu tragen hat. Der Grundgedanke hierbei war, die finanziellen Belastungen für den Mieter zu verringern. Negative Begleiterscheinung dieser gesetzlichen Neuregelung: Mit der Einführung werden die Stimmen immer lauter, dass Wohnungen vermehrt überhaupt nicht mehr auf dem Immobilienmarkt erscheinen und stattdessen unter der Hand an einen Nachmieter weitergegeben werden, um die Maklergebühren zu umgehen.

Maklergebühren beim Immobilienkauf

Gänzlich anders verhält es sich beim Verkauf einer privaten Immobilie – hier werden die Maklergebühren, zumindest in den meisten Bundesländern, geteilt. Ausnahmen sind: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen, wo die Maklergebühren – im Normalfall – komplett vom Käufer übernommen werden (sehen Sie hierzu auch unsere Übersicht "Maklergebühren pro Bundesland in Deutschland"). Aktuell gibt es vonseiten der Politik allerdings Überlegungen, das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe zu übertragen.

Von Fall zu Fall kann es sich für Immobilienverkäufer lohnen, über die Maklergebühren zu verhandeln – zum Beispiel, wenn es sich um eine äußerst leicht zu veräußernde Immobilie handelt.

Grundsteuer: Einfamilienhaus

Maklergebühren pro Bundesland in Deutschland

Grundsätzlich lässt sich in Bezug auf die Maklergebühren bei Immobilienverkäufen festhalten: diese unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Auch gesetzlich verpflichtend sind sie nicht, vielmehr handelt es sich um Zahlen zur Orientierung für beide Seiten: Makler und Kunden.

BundeslandMaklerprovisionAnteil KäuferAnteil Verkäufer
Baden-Württemberg7,14%7,14%3,57%
Bayern7,14%7,14%3,57%
Berlin7,14%7,14%0%
Brandenburg7,14%7,14%0%
Bremen5,95%5,95%0%
Hamburg6,25%6,25%0%
Hessen5,95%5,95%0
Meck-Pomm5,95%3,57%2,38%
Niedersachenzwei Modelle*Vkf 0%, Kae 3-4%beide je 3%
NRW7,14%3,57%3,57%
Rheinland-Pfalz7,14%3,57%3,57%
Saarland7,14%3,57%3,57%
Sachsen7,14%3,57%3,57%
Sachsen-Anhalt7,14%3,57%3,57%
Schleswig-Holstein7,14%3,57%3,57%

Quelle: Wikipedia

* beide Modelle zzgl. Mwst.

Wann ist die Provision fällig?

Als Erfolgshonorar sind Maklergebühren normalerweise nach erfolgreichem Mietabschluss beziehungsweise nach Unterschrift des notariellen Kaufvertrags fällig. Um etwaige Probleme oder Konflikte zu vermeiden, sollten Sie unbedingt im Vorfeld mit dem Makler über die Gebühren sprechen; ein vertrauenswürdiger Immobilienmakler legt die Maklerprovision direkt zu Beginn der Verhandlungen offen und trifft klare Vereinbarungen mit Ihnen.

Kaufvertrag mit Unterschrift

Wie lassen sich Maklergebühren reduzieren?

Sind Sie daran interessiert, eine Immobilie zu verkaufen und möchten die Maklergebühren so niedrig wie möglich halten? Dann ist vielleicht die Plattform Homeday für Sie interessant. Homeday ist eines der führenden Onlineportale für Immobilienvermittlung in Deutschland. In Bezug auf die Maklergebühren sagt Steffen Wicker, einer der Geschäftsführer von Homeday: „Die Maklergebühren in Deutschland sind viel zu hoch. Wir sind davon überzeugt, dass eine gute Maklerleistung nicht teuer sein muss und entlasten daher Verkäufer und Käufer. Dadurch sparen unsere Kunden bei jeder Immobilienvermittlung mehrere tausend Euro.” Für Verkäufer ist der Service von Homeday komplett provisionsfrei. Auch Käufer zahlen weniger als marktüblich: je nach lokalen Marktgegebenheiten 3,5 Prozent oder 4,75 Prozent.

Der Preisatlas von Homeday liefert Ihnen einen ersten schnellen Überblick über die Immobilienpreise in Deutschland – einfach Straße, Hausnummer und Wohnort eingeben und schon sehen Sie, wie viel eine Wohnung oder ein Haus zum Kauf im entsprechenden Wohnviertel kostet. Der angezeigte Preis ist der Quadratmeterpreis. Über den kleinen Pfeil unten mittig in der Suchmaske gelangen Sie zu detaillierteren Informationen wie Preisentwicklung über ein oder mehrere Jahre. Dort (oder in den Einstellungen neben der Adresszeile) können Sie zudem wählen, ob Sie den Wert einer Wohnung oder eines Hauses zum Kauf oder zur Miete anzeigen lassen wollen. Wer mehr wissen will, klickt auf "Detailbewertung anfordern".

Immobilienpreise in Deutschland abfragen

Sind Maklergebühren steuerlich absetzbar?

Häufig belaufen sich die Maklergebühren über mehrere tausend Euro. Dementsprechend ist bei den meisten natürlich das Interesse groß, die Maklergebühren steuerlich abzusetzen. Die schlechte Nachricht: Als Teil der Kaufnebenkosten lässt sich die Maklerprovision nicht steuermindernd geltend machen. Anders verhält es sich zum Beispiel, wenn Sie aufgrund beruflicher Veränderungen den Wohnort wechseln – in dem Fall können Sie die Maklerkosten für eine neue Mietwohnung absetzen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall am besten an einen Steuerberater.

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