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Modersohn & Freiesleben, Berlin

Johannes Modersohn und Antje Freiesleben im Porträt
© Rosa Modersohn
Johannes Modersohn und Antje Freiesleben bauen mit ihrem Berliner Büro unverwechselbare Häuser, die selbstverständlich und schön sind.

"Ein Wohnhaus sollte zunächst dem Gebrauch dienen. Gut wird es, wenn es zudem erinnerungswerte Räume schafft und selbst im Altern Schönheit behält." Mit diesem klaren Credo zeigen Johannes Modersohn und Antje Freiesleben seit den Neunzigerjahren Flagge. Damals gründeten sie ihr Architekturbüro in Berlin, das heute mit typologischer Vielfalt und längst auch im größeren Maßstab baut, aber immer wieder durch bemerkenswerte und oft preisgekrönte Einfamilienhäuser auffällt. Als umfassend denkende Planer, die beide an Hochschulen unterrichten, geht es ihnen erkennbar ums Ganze: ob beim Umgang mit dem Kleinen oder Großen, dem Vorgefundenen oder Neuen.

Zunehmend befasst sich das Büro mit Projekten im Bestand, was Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. "Umbauten sind wesentlich unberechenbarer als Neubauten – und dennoch ist unser Motto: Substanzerhalt vor Abriss! Wir vergleichen das gern mit dem Zahnarzt: Früher hat man älteren Menschen ganze neue Gebisse eingesetzt, heute sorgt man sich intensiv um jeden einzelnen zu erhaltenden Zahn", so Antje Freiesleben.

Ganz gleich, ob Um- oder Neubau: In jedem Fall entwickeln die Architekten ihre Gebäude aus dem Programm und dem Ort heraus sowie aus dem vielfältigen Angebot an Materialien und Konstruktionsweisen. Dabei entstehen dann eigenständige Häuser, die nicht nur alltagstauglich, sondern auch schön sind. 

Rotes Wohnhaus in Melzow
Das Haus in Melzow gelang auf kleiner Fläche und mit ebensolchem Budget als erstaunlich komplexe Architektur
© Maximilian Meisse

Modersohn & Freiesleben

Modersohn & Freiesleben
Architekten Part mbB
Bayernallee 47
14052 Berlin
Tel. 030-21 75 01 60
www.mofrei.de
 

Bürogründung: 1994
Mitarbeiter: 10
Wichtigste Projekte: Neubau von 250 Wohneinheiten im Maximiliansquartier Berlin, 2020; Haus B+L in Bad Saarow, 2017; Berliner Mietshaus, Choriner Straße, 2007; Bahnhof Potsdamer Platz, Berlin 2006; Haus M in Althüttendorf, 2002
Auszeichnungen: Best Architect 2022; Häuser des Jahres 2018 – die besten Brandenburgischer Architekturpreis für zukunftsfähiges Wohnen und Arbeiten 2007; Kunstpreis 2004 der Akademie der Künste, Berlin
Veröffentlichungen: Modersohn & Freiesleben: Wirklichkeit/ Reality, Park Books, 2020; Tobias Zepter: Modersohn & Freiesleben: Das Leben der Dinge, Hatje Cantz, 2009
 

Häuser Magazin

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