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Zurückgesetzte Transparenz

Wenn ein Architekt für sich selbst baut (und natürlich für seine Frau, wie Bruno Erpicum sofort ergänzt), dann erwartet man ein Gebäude, das die Essenz seines bisherigen Schaffens darstellt. Im Fall des Brüsseler Architekten, der fast 40 Jahre lang an der Zukunft der Klassischen Moderne gefeilt hat, wäre die Schnittmenge all seiner Wohnbauten der gläserne Bungalow in seiner klarsten Form. Aber so sieht Bruno Erpicums Haus, in dem "zwei alte Menschen noch eine schöne Zeit haben wollen", wie der 61-Jährige lachend sagt, gar nicht aus. Zwei aufeinander verschobene Ziegelboxen mit großer Masse und zurückgesetzter Transparenz suchen nicht den Eindruck größter Leichtigkeit und schwereloser Eleganz. Und trotzdem ist dieses Haus eine Art Kernthese von Erpicums konsequenter Bauidee.

Der massive auskragende Riegel scheint auf Glas und Holz zu liegen. Die Fensteröffnungen im Panoramaformat sorgen für eine Verbindung mit dem dezent komponierten Garten aus Felsenbirnen und unterschiedlichen Gräsern. Die Ziegelfassade aus schmalen grauen Klinkern ist im Farbton des Sichtbetons im Inneren gehalten.

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