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Fensterfront zum Garten

Das puristische Stuttgarter Wohnhaus wurde von den Architekten Stephan und Stephanie Eberding in drei Bereiche aufgeteilt: Zwischen Wohnbereich und Kunstsammlung steht ein zentraler Gebäudekern als verbindendes und trennendes Element zugleich. Die nach Süden ausgerichtete Rückseite des Hauses öffnet sich zum Garten mit einer großzügigen Fensterfront.

Geschlossene Fassade

Zur Straße hin zeigt sich das Haus geheimnisvoll verschlossen: Satteldach und Fassade sind mit Holzschindeln aus Alaska-Zeder überzogen und geben nichts vom Innenleben preis.

Galerie mit musealen Bedingungen

Die Gemäldegalerie wird durch das Oberlichtband im Dachfirst belichtet, unterstützt von einem in der Wand liegenden Leuchtensystem. So wird der Einfall von Licht reduziert, um die empfindlichen Gemälde zu schützen.

Halboffener Küchen- und Essbereich

Die funktionale und halboffene Küche liegt im zentralen Gebäudekern aus Sichtbeton. Dieser kompakte Trakt trennt das Entree von den Wohn-, Ess- und Schlafzimmern, die sich zum Garten orientieren.

Aufgeräumter Wohnbereich

Regale, Schränke und Kamin wurden im zentralen Kern aus Beton integriert – das wirkt aufgeräumt und sorgt für freie Wände in den Wohnräumen. Die deckenhohen Glasfronten erlauben einen Blick in die Landschaft, bis hinüber zur Schwäbischen Alb.

Helles Dachgeschoss

Die Hauptaspekte der Raumgestaltung sind Licht, Ruhe und Reduktion. Die Kunst des Weglassens beginnt bei den Fußleisten und Treppenhandläufen, auf die das Architektenduo völlig verzichtet hat. Auf der offenen Ebene unter dem Dachfirst kulminiert das Tageslicht.

Reduzierte Bäder

Auch die Bäder wirken dank des Sichtbetons puristisch und reduziert. Aus der Badewanne im Obergeschoss lassen sich die Gemälde der Galerie durch einen Fensterschlitz bewundern. Durch solche Sichtachsen werden im ganzen Haus Raumbezüge hergestellt.

Beton, Kalk und Holz

Für die Ausstattung des Neubaus wurden drei harmonierende Materialien gewählt: Sichtbeton, Eichenholz – für Einbauten, Türen und Fenster – und Jurakalk, der als durchgängiger Bodenbelag eingesetzt wurde.

Seitlicher Eingangsbereich

Die beiden seitlichen Fassaden sind ebenfalls mit Schindeln aus Zedernholz überzogen. Der Eingang zum Wohnhaus befindet sich auf der Westseite, die ähnlich zurückhaltend entworfen wurde wie die Fassade zur Straße.

Planmaterial: Wohnhaus in Stuttgart

Für eine Stuttgarter Familie entwarfen die Architekten Stephan und Stefanie Eberding ein intelligent strukturiertes Wohnhaus. Der Grundriss offenbart die kluge Dreiteilung des Gebäudes: Der skulpturale Kern aus Sichtbeton steht frei im Raum und beherbergt Treppen, Küche, Bäder und Technik. Er gibt dem Haus eine klare Ordnung und ist das Bindeglied zwischen dem Bereich der Kunstsammlung und dem rückwärtigen Wohntrakt. Der streng reduzierte Satteldachbau verschließt sich zur Straße und öffnet sich zum Garten mit einer breiten und deckenhohen Glasfront.
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Baudaten/Architekt: se(arch) Freie Architekten BDA

Prof. Stefanie Eberding und Stephan Eberding
www.se-arch.de

Ort: Stuttgart
Bauzeit: 2011 – 2013
Wohnfläche: 292,5 m2, Nutzfläche: 58,5 m2 (zzgl. Doppelgarage)
Grundstücksgröße: 804 m2
Bauweise: Kammerbetonwände (UG), Vollholzwände, Brettstapeldecken (EG bis DG)
Fassade: Sichtbeton (UG), Holzschindeln (EG bis DG)
Dach: Sparrendach, Dachdeckung: Holzschindeln
Raumhöhe: 2,40 – 3,00 m
Wand- und Deckenoberflächen: Sichtbeton und Gipskarton
Fußboden: Kalkstein, sandgestrahlt
Energiekonzept: Gasheizung mit Sonnenkollektoren und Pufferspeicher, Fußbodenheizung
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 35,7 kWh/m2a
Jahresprimärenergiebedarf (Qp): 38,7 kWh/m2a
Spezifischer Transmissionswärmeverlust (HAT-Wert): 0,41 W/m2K