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Gelungen modernisiert

Einen Altbau zu erweitern ist keine leichte Aufgabe. Vor allem, wenn der Charakter des Hauses dabei erhalten bleiben soll. Dem japanischen Architekten Kengo Kuma gelang diese Aufgabe für einen Bungalow in Connecticut jedoch meisterhaft. Ein abgetreppter Gang verbindet nun den modernisierten Pavillon aus den 50er Jahren mit dem L-förmigen, gläsernen Anbau.

Glaspavillon aus den 50er Jahren

Im alten Pavillon gruppieren sich alle Räume symmetrisch um den zentralen Kamin. Die Bauherren hatten ihn in den 90er Jahren von dem früheren Architekten und Besitzer John Black Lee gekauft. Zusammen mit anderen Harvard-Absolventen hatte er mehrere dieser Glashäuser in den 50er Jahren in die Hügellandschaft der Gegend erbaut.

Anbau mit gleichem Charakter

Ein wichtiges architektonisches Merkmal beider Gebäude sind die umlaufenden Veranden und Dachüberstände, die Alt- und Neubau wie aus einem Guss erscheinen lassen. Der Glasanbau, den Kuma als Ergänzung zum bestehenden Pavillon entworfen hat, ist wohlproportioniert und minimalistisch.

Deutlicher Raumgewinn

In dem vorspringenden, auf filigranen Stützen errichteten Nordwestflügel des Anbaus befindet sich das Esszimmer. Es fehlte im Altbau. Ebenso bietet der Neubau noch Platz für eine moderne Küche, ein Bad und das Elternschlafzimmer.

Geschickte Raumaufteilung

Vorbei an Küche und Bad führt ein langer Gang zum Schlafzimmer an der Stirnseite des Südwestflügels. Wie zarte Schleier wirken die illuminierten Edelstahl-Netze, die Raumgrenzen markieren und Akzente in dem durch verschiedene Hölzer geprägten Ambiente setzen.

Sorgfältige Planung und Ausführung

Da der Anbau aus so wenigen Baustoffen besteht, wurden sie wie das Stahlseilgeländer der Galerie oder das Edelstahl-Gitter in der Küche besonders sorgfältig ausgewählt. Auch die Qualität und der Zuschnitt der Sandsteinfliesen fürs Bad wurden genauestens überwacht.

Planmaterial: Mit Bedacht ergänzter Pavillon

Der japanische Architekt Kengo Kuma entwarf den Anbau mehr als zehntausend Kilometer von der Baustelle entfernt. Die große räumliche Distanz bereitete jedoch keine Probleme. Die meisten Fragen ließen sich anhand von Skizzen und 3-D-Darstellungen per E-Mail klären. In entscheidenden Bauphasen war der Architekt vor Ort.
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Baudaten/Architekt: Kengo Kuma & Associates

www.kkaa.co.jp
Baubeginn: 2008
Fertigstellung: 2010
Wohnfläche: 170 m² (Neubau)
Grundstücksgröße: 10.000 m²
Bauweise: Stahl- und Holzskelettkonstruktion
Fassade: Curtain Wall, Glas
Dach: Flachdach Raumhöhe: 3,66 m
Decken- und Wandoberfläche: Sichtbare Holzdeckenkonstruktion, Glas
Fußboden: Ipe-Holzdielen, Sandstein