CROSSMEDIA
WERBEPARTNER
Inhalt aus:

Harmonisches Zusammenspiel

Das Anwesen an der Stadtgrenze von Genf befindet sich seit hundert Jahren im Besitz der Familie. Die Bauherrin Marina Naja ist hier selbst geboren und aufgewachsen; jeder Winkel des streng geometrisch gegliederten Grundstücks mit sanft abfallendem Park und Blick auf den Genfer See steckt voller Erinnerungen. Umso schwieriger war es Altes und Neues miteinander zu verbinden, ohne alte Erinnerungen zu tilgen.

Fassade mit Fensterfront

Eine durchgehende Fensterfront prägt die Südfassade der im Jahre 1808 errichteten Orangerie. Davor erstrecken sich eine Rasenfläche mit Pool und ein Gemüsegarten.

Fest verbundener Alt- und Neubau

Von dem Anbau sieht man erst einmal gar nichts. Wer von der Grundstückseinfahrt in den langen Kiesweg einbiegt, der zur Orangerie führt, erblickt zunächst nur die Südseite des lang gestreckten, die Parzelle diagonal abschließenden Altbaus. Nichts deutet auf einen Neubau hin, bis man auf dem Parkplatz hinter der massiven Rückwand des Wintergartens stehen bleibt. Dann jedoch darf man staunen: Wie angewachsen an das "Mutterhaus" steht hier, tief im Boden verankert, ein Objekt, dessen Farbigkeit und Oberfläche der uralten Patina der Orangerie
ähnlich scheint.

Prismenförmiger Neubau in Weiß

Mehr Skulptur als Haus liegt der gezackte, prismenförmige Baukörper wie ein massiver Felsen in der Landschaft. Eine Rampe an der linken Seite des Gebäudes führt auf die Dachterrasse,
die vor den Kinderzimmern im Obergeschoss liegt, um dann wieder sanft abzufallen in Richtung Park und Seesicht. Hinter der Loggia im Obergeschoss des Neubaus liegt das Elternschlafzimmer, darunter ein Malatelier.

Wohnraum mit kräftigen Tönen

Zum Wohnraum in der Orangerie fällt der Boden sanft ab. Die rote Samtcouch zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich und harmoniert hervorragend mit den Beigetönen der Wände und des Betonbodens.

Viel Licht im Entree

Ein Patio zwischen Bibliothek und Entree bringt Tageslicht ins Erdgeschoss des Anbaus. Der Fußboden besteht aus Beton.

Fensterfront zum Park

An den Wohnbereich mit Kamin im Westteil der Orangerie schließen sich unmittelbar der Essplatz und die Küche an. Die lange Enfilade öffnet sich mit einer durchgehenden Fensterfront zum Park. Die Flügeltür wurde originalgetreu restauriert.

Kochen mit Blick aufs Kräuterbeet

Eine Treppe führt von der Küche direkt nach draußen in den alten Obst- und Gemüsegarten.

Essplatz im Wohnzentrum

Arbeitstresen und Wohnbereich befinden sich im Zentrum der ehemaligen Orangerie. Bereits vor dem Umbau gab es Markisen. Das Beschattungssystem wurde jedoch erneuert und elektrifiziert.

Atelier im Souterrain

Ganz bewusst wurde das Atelier der Bauherrin um rund 130 Zentimeter abgesenkt und an der Nordseite des Neubaus platziert. Trotz der Lage bietet es zum Malen ausreichend Licht.

Atelier mit Licht von oben

Dank des diffusen Tageslicht von oben bietet der Raum trotz seiner Ausrichtung nach Norden gute Arbeitsbedingungen für die Malerin. Als zusätzliche Lichtquellen kommen Neonröhren zum Einsatz.

Planmaterial: Erweiterter Altbau

Die Orangerie ließ Architekt Charles Pictet möglichst originalgetreu und vollständig restaurieren. Mit einem prismenförmigen Anbau hat er das Gebäude noch ergänzt, um so den Bedürfnissen der Bauherren gerecht zu werden. Zusammen bilden beide Gebäude nun ein harmonisches Ganzes.
Download (PDF)

Baudaten/Architekt: Charles Pictet

Baubeginn: 2004
Fertigstellung: 2006
Ort: Genf, Schweiz
Wohnfläche: 600 m²
Grundstücksgröße: 9000 m²
Bauweise: massiv, Beton
Fassade: Sichtbeton
Dach: Flachdach
Raumhöhe: 2,40 m
Decken- und Wandoberfläche: Putz, gestrichen
Fußboden: Beton
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 83 kWh/m²a
Spezifischer Transmissionswärmeverlust (HT-Wert): 0,24 W/m²K