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Wohnhalle im ehemaligen Kirchenschiff

In Köln baute der Architekt Mathias Romm eine Hinterhofkirche zum Familiendomizil mit 410 Quadratmetern Wohnfläche um. Das fünf Meter hohe Schiff des Gotteshauses aus den 1960er Jahren mutierte zur Wohnhalle. Die raumhohe Glasfassade blieb erhalten und die Betonträger des Sakralraums wurden in das Wohnhaus integriert.

Orgelempore als Treppenhaus

Die Wohnung in der ehemaligen Kirche erstreckt sich über drei Geschosse. Eine neu errichtete Stahltreppe verbindet die große Wohnhalle mit der Empore, auf der die Orgel stand. Auf der dritten Ebene schließen sich Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bäder im ehemaligen Gemeindehaus an.

Panoramafenster im früheren Sakralraum

Der Sakralraum blieb in seiner imposanten Größe erhalten: Raumhöhe, Rahmenstruktur und die schlichten Deckenleuchten wurden nicht verändert. Der Küchenblock mit den steingrau lackierten Fronten harmoniert mit den Betonträgern und den verputzten und gestrichenen Decken und Wänden. Insgesamt hat das Grundstück eine Fläche von 480 Quadratmetern.

Natursteinboden in der Wohnhalle

In der Wohnhalle mit der fünf Meter hohen Decke dominieren die sichtbaren, originalen Betonträger. Der Boden aus Pietra-Serena-Platten ist farblich darauf abgestimmt. Der frühere Wand- und Bodenbelag der Kirche aus Schieferplatten schmückt heute das private Dampfbad in der ehemaligen Sakristei.

Behaglichkeit durch Holz

Das Wohn- und Arbeitszimmer auf der Empore öffnet sich sowohl zur Straße, als auch zur Halle. Die Deckenhöhe beträgt in diesem Teil des Hauses immer noch drei Meter. Fußboden und Stufen der Treppe, die zu den Privaträumen im zweiten Obergeschoss führt, sind aus Walnussholz.

Dachterrasse mit Asia-Flair

Der Zugang zur Terrasse auf dem Dach des Kirchengebäudes erfolgt über die Kinderzimmer im zweiten Stock. Die puristisch gestaltete Dachterrasse auf dem früheren Kirchenschiff erinnert an asiatische Gärten. Von hier blickt man auch auf die nahe gelegene Synagoge.

Ehemaliger Kirchenraum im Hinterhof

Die ehemalige Kirche liegt versteckt im begrünten Hinterhof und ist von der Straße nicht zu sehen. Über die bodentiefen Fenstertüren der Kinderzimmer betritt man die riesige Terrasse auf dem Flachdach der ehemaligen Kirche. Der begrünte Innenhof geht nach Süden.

Fassade mit Faserzementplatten

Das frühere Gemeindehaus war in eine sechsstöckige Häuserzeile integriert. Von hier gelangte man in den Kirchenraum, der sich in den Hinterhof erstreckt. Heute ist die Straßenfassade mit grauen Faserzementplatten verkleidet und birgt drei zusätzliche Wohneinheiten und zwei Büroetagen.

Planmaterial: Ehemalige Kirche als Familienwohnsitz

In der Rubrik "Spezialobjekte" der Immobilienanzeigen fanden die Bauherren eine leer stehende Kirche aus den 1960er Jahren, die mit Gemeindehaus und Gartenhof verkauft werden sollte. Zur Straße hin lag das Gotteshaus unscheinbar hinter einer sechsstöckigen Fassade versteckt, aber der weite Kirchenraum beeindruckte die Bauherren auf Anhieb. Architekt Mathias Fromm erhielt die Klarheit der Architektur und baute die Kirche zu einem 410 Quadratmeter großen Familiendomizil auf drei Ebenen um. Die weiteren Etagen des Vorderhauses beherbergen Büros und Wohneinheiten.
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Baudaten/Architekt: Mathias Romm

Baubeginn: 2007
Fertigstellung: 2008
Ort: Köln
Wohnfläche: 410 m²
Grundstücksgröße: 480 m²
Baukosten: unter 400.000 Euro
Bauweise: massiv, Mauerwerk, Stahlbeton
Fassade: Faserzementplatten (Vorderhaus)
Dach: Flachdach (Kirchengebäude)
Raumhöhe: 5,00 m (Wohnhalle), 3,00 m (Empore), 2,50 m (Schlafetage)
Decken- und Wandoberfläche: Putz, gestrichen; Akustikdecke (Wohnhalle), Naturstein (Dampfbad)
Fußboden: Naturstein, Walnussparkett
Jahresheizwärmebedarf (Qh): 60 kWh/m² a