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Modernisierter Rotklinkerbau mit viel Licht

Die idyllisch gelegene Gewürzmühle am Rande eines Sees im Leipziger Westen gefiel den Bauherren auf Anhieb. Auch das Architekturteam von Die Kollegen erkannte den Reiz des Rotklinkerbaus von 1864: Sie sanierten die Fassade, zogen die seitlichen Fenster auf Bodenniveau herab und öffneten das Haus an der Stirnseite zur großen Terrasse mit Seeblick.

Weiträumige Wohnhalle mit hoher Decke

Den großen Mühlenraum erhielten die Architekten in seiner Weite und beachtlichen Höhe von viereinhalb Metern. Das ehemals düstere Gebäude profitiert stark von den großzügigen neuen Fenstern und den in die Rundbogenprofile eingepassten Glastüren. Der Estrichboden und die hohe Betondecke spielen auf die industrielle Vergangenheit an.

Küche mit Edelholzfronten trifft auf Estrichboden

Die Nussbaumfronten der Küche griffen die Architekten in den Fensterlaibungen auf. Der Beton der Arbeitsplatte kontrastiert mit Edelholz, und die Möblierung unterstreicht den ruppigen Charme des Baus. Auch im Küchenbereich der Wohnhalle dominieren der Bodenbelag aus simplem Estrich und die anthrazitfarben gestrichenen Kalksandsteinwände.

Treppenhaus und Flur mit gemütlichen Nischen

Klar abgetrennt vom ineinander übergehenden Koch- und Wohnbereich sind Flur und Treppenhaus. Die einläufige Treppe befindet sich im Kern dieses Hausteils, der früher Kontor und Lager war. Sie wird U-förmig umschlossen vom Eingangsbereich mit Garderobe auf der Hofseite und einem zweiten Gang auf der Rückseite, mit Gäste-WC und Hauswirtschaftsraum. Gemütliche Nischen laden zum Lesen und Relaxen ein.

Moderner Aufbau aus Cortenstahl

Auf das Flachdach der alten Werkshalle bauten die Planer das neue Obergeschoss auf. Durch die Verkleidung mit Cortenstahl fügt sich der Aufbau harmonisch in das Gesamtbild ein. Er beherbergt das Bad und die Ankleideräume der Eltern sowie das Schlafzimmer mit traumhaftem Ausblick auf die Umgebung.

Licht durch Fensterbänder

Über ein Podest führt die Treppe ins Obergeschoss. Auf Höhe dieses Absatzes liegen die zwei schlauchförmigen Kinderzimmer mit gemütlichen Schlafnischen. Die senkrechten und waagerechten Fensterschlitze setzen einen modernen Akzent, der die historische Formensprache perfekt aufnimmt: Die horizontalen Lichtbänder verlängern das Kranzgesims der Werkhalle und führen es gläsern fort.

Luftige Weite im Obergeschoss

Das Obergeschoss ist ein einziger großer Raum, der sich, vom Schlafbereich der Eltern, luftig zur Dachterrasse hin öffnet. Das Bett auf der einen Seite einer Zwischenwand mit Fenster und die Badewanne dahinter können dabei durch einen Vorhang vom Rest des Raumes getrennt werden.

Durchsichtige Wände strukturieren das Obergeschoss

Durch hohe Fenster und transluzente Trennwände wirkt auch die Dusche an der Waldseite des Hauses lichtdurchflutet. Die durchscheinenden Wände des Duschbereichs geben den Blick frei auf die dahinter liegende Ankleide. Der offene Raum wird nach außen hin von Mauern in Sichtbetonoptik begrenzt.

Planmaterial: Idyll am Waldrand

Ruinenromantik bot der rote Klinkerbau der Leipziger Gewürzmühle bei der ersten Besichtigung. Dann verwandelten die jungen Architekten Mario Hein und Christoph Spielvogel von Die Kollegen das idyllisch gelegene Industrie-Ensemble von 1864. Aus der verfallenden Gewürzmühle wurden komfortable und luftig-leichte Lebensräume. Mit einem Aufbau auf dem Dach des historischen Gebäudes wurde zusätzlicher Wohnraum geschaffen.
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Baudaten/Architekt: Die Kollegen (Mario Hein, Christoph Spielvogel)

Baubeginn: 2006
Fertigstellung: 2007
Ort: Leipzig
Wohnfläche: 270 m²
Grundstücksgröße: 1.200 m²
Baukosten: unter 750.000 Euro
Bauweise: massiv
Fassade: Klinker
Dach: Flachdach
Raumhöhe: 4,30 m (EG), 3,10 m (OG)
Decken- und Wandoberfläche: Sichtbeton, Kalksandstein
Fußboden: Estrich
Gartengestaltung: Pflanzraum