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Bunte Fassadengestaltung

Weiß ist nach wie vor die am häufigsten verwendete Fassadenfarbe in Deutschland. Und das hat handfeste Gründe: Reinweiß hat einen Hellbezugswert (HBW)  von 100. Der Hellbezugswert beziffert die prozentuale Menge an Licht, die von einer Oberfläche reflektiert wird. Im Vergleich: Tiefschwarz hat einen Hellbezugswert von 0. Konkret bedeutet das: Dunkle Fassadenfarben wie etwa Schwarz, Anthrazit oder Dunkelgrau mit einem Hellbezugswert von unter 20 erhitzen sich in der Sonne schnell auf 80 Grad Celsius. Die Folge sind Risse oder der Untergrund verformt sich.

Heute lassen sich Häuser aber durchaus in dunklen Farben streichen. Und das geht so: Neuartige Fassadenfarben machen sich zunutze, dass die solare Strahlungsenergie nur zu 39 Prozent im sichtbaren, zu 61 aber im unsichtbaren ultravioletten und infraroten Spektrum liegt. Somit konnten Gebinde entwickelt werden, die je nach System im Oberputz oder in der Fassadenfarbe mittels besonderer Füllstoffe und Buntpigmentrezepturen die Infrarot- und ultravioletten Wellen unmerklich reflektieren. Voilá! Dunkle Oberflächen heizen sich so um 15 bis 20 Prozent weniger auf und sind vor einer kritischen Überschreitung von 70 Grad Celsius geschützt. Der Weg für dunkle Fassaden war damit frei. Doch natürlich können Sie Ihr Haus auch in allen anderen Farben streichen: Rot, Orange, Grün, Gelb, Blau …

Nur eins noch: Bevor Sie Ihr Haus nun in die verrücktesten Farben hüllen, sollten Sie sich vorher auf jeden Fall noch beim zuständigen Bau- beziehungsweise Bezirksamt informieren, ob ihr Wunschton erlaubt ist. Nicht selten wird die Bandbreite der möglichen Fassadenfarben durch den Bebauungsplan merklich eingegrenzt.

Tipp: Fassadenfarbe von SCHÖNER WOHNEN-Farbe

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