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Terrazzoboden – Klassiker und doch voll im Trend

Parkett, Kork, PVC oder vielleicht doch was ganz anderes? Die Wahl des Bodens hat maßgeblichen Einfluss auf die Raumgestaltung und sollte daher genau überlegt sein. Hier erklären wir Ihnen, was einen Terrazzoboden ausmacht, nennen die Vor- und Nachteile und geben Tipps für die Pflege.
Bodenbeläge: Terrazzo
Terrazzoplatten bieten einen lässigen Steinboden-Look und sind deutlich günstiger als ein klassischer Terrazzoboden.
In diesem Artikel
Was zeichnet Terrazzoböden aus?
Die Vorteile eines Terrazzobodens
Nachteile
Bodengestaltung mit einem Terrazzoboden
Wie viel Zeit benötigt die Verlegung eines Terrazzobodens?
Die Wahl der Gesteinskörnung
Kosten für einen Terrazzoboden
Terrazzo reinigen und pflegen
Günstigere Alternativen: Terrazzoplatten oder Fliesen in Terrazzo-Optik

Was zeichnet Terrazzoböden aus?

Ganz egal, ob Altbauvilla oder luxuriöser Neubau: Terrazzo bringt in jedes Zuhause eine gewisse Lässigkeit. Der Kunststeinboden ist an sich gesehen eine Estrichvariante, bei der lediglich Zement (in der Regel weißer oder grauer Portlandzement) vor Ort mit Steinen unterschiedlicher Größe gemischt wird. Durch anschließendes Abschleifen und Polieren kommen die Steine wieder zum Vorschein und schaffen die typische, an ungeordnete Mosaike erinnernde Optik. Je nach Mischung entstehen so unterschiedliche Effekte und Farbspiele. Der Aufbau eines Terrazzobodens erfolgt mittels zweiter Schichten: einer Unterschicht aus frischem Beton sowie der eigentlichen Terrazzomischung als Oberschicht. Beide Schichten werden "frisch in frisch" verarbeitet, sodass sie am Ende ein komplettes Ganzes ergeben.

Die Vorteile eines Terrazzobodens

  • für jeden Wohnraum geeignet
  • fugenloses Verlegen möglich
  • hochwertiger Bodenbelag
  • wertsteigernd, langlebig
  • vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
  • strapazierfähig
  • ideal für Fußbodenheizung
  • gute Reinigungsmöglichkeit
Terrazzoboden – Klassiker und doch voll im Trend

Küche mit Terrazzoboden und hellbraunen Holzfronten.

Nachteile

  • aufwändige und zeitintensive Herstellung vor Ort
  • Rissbildung bei nicht sachgemäßer Verarbeitung

Bodengestaltung mit einem Terrazzoboden

Der Boden prägt die Funktionalität und Wirkung eines Raumes entscheidend mit, dementsprechend überlegt sollten Sie dabei vorgehen. Erst recht, wenn es sich um einen so langlebigen Belag wie Terrazzo handelt. Bezüglich der Farbwahl sollten Sie daher vielleicht eher auf helle Töne wie etwa Beige oder Cremefarben setzen. Die sind zeitlos und auch in zehn, zwanzig Jahren noch schön anzusehen. Auch ein dunkles Grau oder Anthrazit wären denkbar – vorausgesetzt, sie machen den Raum nicht zu dunkel.

Rein theoretisch können Sie sich bei Ihrem Terrazzoboden natürlich auch für einen auffälligen und knalligen Look entscheiden. Bedenken Sie aber: Sowohl der eigene Geschmack als auch Bodentrends verändern sich stetig – und gegen einen stark dominierenden Boden sind Sie schier machtlos, wenn Sie dem Raum jemals wieder eine andere Note verleihen möchten.

Wie viel Zeit benötigt die Verlegung eines Terrazzobodens?

So ganz konkret lässt sich diese Frage nicht beantworten, hängt die benötigt Zeit auch immer von der Größe des Projekts ab. Wir haben Dietmar Winkler, Geschäftsführer der Köbau GmbH & Co KG, um eine Einschätzung gebeten. "Die Verlegezeit eines Küchenbodens mit bis zu 20 Quadratmetern schätze ich auf drei bis vier Tage. Das Problem ist, dass je nach Systemart mit Epoxidharzkomponenten gearbeitet werden muss, und hier benötigt man einen Tag für die Vorbereitung: abspachteln von Unebenheiten, grundieren der Fläche mit Epoxidharzgrundierung, vierundzwanzig Stunden Trocknungszeit", so Winkler. "Als nächstes kommt der Einbau des Terrazzos mit einer erneuten Wartezeit von vierundzwanzig Stunden, gefolgt von zahlreichen Schleifgängen sowie der Versiegelung mit Politur. Allein für die letztgenannten Arbeitsgänge benötigt ein Profi etwa zwei Tage, wenn es gut läuft. Auch die Wahl der Maschinen hat natürlich Einfluss auf die Arbeitsdauer – mit Handgeräten dauert es definitiv länger."

Die Wahl der Gesteinskörnung

Bei der Gesteinskörnung können Sie mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen: Angefangen von Kalkstein und/oder Marmorsplitt über Dolomit, Granit, Flusskies bis hin zu Natursteineinstreuungen etc pp – den eigenen Vorstellungen bezüglich Farbgestaltung und Optik sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. "Es kann beinahe jeglicher Farbton in unterschiedlichsten Körnungsarten und auch mit farbigen Glaseinstreuungen hergestellt werden", so Dietmar Winkler. "Setzt man, statt weiche Körnungen wie Marmor oder Kalkstein, harte wie Flusskies oder Granit ein, kann der Boden auch für besonders beanspruchte Flächen eingesetzt werden. Das Thema ist sehr komplex, es können jedoch unglaublich schöne Oberflächen hergestellt werden – diese sind hoch belastbar und einfach zu reinigen, ökologisch unauffällig und emmissionsfrei", so das Fazit von Winkler.

Kosten für einen Terrazzoboden

Die Frage, wie viel ein Terrazzoboden kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Grund: Es kommt auf den konkreten Boden an. Also zum Beispiel, ob Sie sich für klassischen Ortsterrazzo oder für Terrazzoplatten entscheiden. Auch Bindemittel und Gesteinskörnung sind relevante Faktoren für die Kosten eines Terrazzobodens.

Als grober Richtwert lässt sich festhalten: Wer sich für echten Ortsterrazzo entscheidet, sollte ungefähr mit Kosten zwischen 150 und 200 Euro pro Quadratmeter rechnen.

  • Material: 55 bis 65 Euro
  • Verlegen: ca. 25 Euro
  • Schleifen und polieren: zwischen 80 und 100 Euro

Wer sich für Gussasphalt-Terrazzo entscheidet, kann noch mal ein paar Euro einsparen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 60 Euro pro Quadratmeter – schleifen und polieren extra gerechnet.

Als günstigste Variante erweisen sich Terrazzoplatten. Die liegen ungefähr bei 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter, fürs Verlegen fallen zusätzlich noch mal etwa 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter an.

Dielen mit Schrubber wischen
Einmal saugen, vielleicht nochmal wischen – fertig ist die Reinigung der Böden zu Hause! Oder doch nicht? Unsere Reinigungstipps für ein blitzblankes Ergebnis sowie eine lange Lebensdauer der einzelnen Bodenbeläge - Teppich, Holz, Stein oder Kunststoff.

Terrazzo reinigen und pflegen

Bei der Pflege eines Terrazzobodens kommt es in erster Linie darauf an, dass das Reinigungsmittel eine leicht rückfettende Wirkung hat. Die klassischste aller Lösungen wäre ganz einfach flüssige Schmierseife. Nur wichtig hierbei: Achten Sie auf Qualität und geben Sie im Zweifel lieber ein paar Euro mehr aus – Ihr Terrazzoboden wird es Ihnen danken. Auf chemische und Allzweck-Reiniger sollten Sie komplett verzichten.

Die Reinigung selber findet dann ganz banal mit einem nassen Wischmopp statt. Im Anschluss danach können Sie den Boden noch mit einem Microfastertuch polieren und trocknen. So verringern Sie zusätzlich die Gefahr, dass jemand auf dem nassen Boden ausrutscht.

Flur mit Terrazzo-Fliesen

Diese Treppe im Flur eines umgebauten Bildhauerateliers zieren originale Terrazzo-Bodenfliesen aus den 60er Jahren.

Günstigere Alternativen: Terrazzoplatten oder Fliesen in Terrazzo-Optik

Terrazzoböden können schnell das vorhandene Budget sprengen (siehe auch der Punkt "Kosten"). Doch keine Sorge: Wer das Geld ein bisschen zusammenhalten muss, für den gibt es kostengünstigere Alternativen. Als da wären zum Beispiel: Terrazzoplatten. Bei Terrazzoplatten handelt es sich um bereits vorgefertigte Betonwerksteine, ebenfalls mit der für Terrazzo typischen Gesteinskörnung. Allerdings entstehen beim Verlegen solcher Formatplatten Fugen. Die Folge: Die Optik unterscheidet sich noch mal deutlich von einem klassischen Terrazzoboden.

Wem es schlicht nur um den Terrazzo-typischen Look geht, dem sei an dieser Stelle gesagt: Manche Hersteller bieten auch Keramikfliesen in Terrazzo-Optik an. Die haben zwar nichts mit einem klassischen Terrazzoboden zu tun, machen sich in Küche oder Bad aber auch toll.

Fliese "In_Wood" aus der SCHÖNER WOHNEN-KOLLEKTION
Neben abwischbarem PVC gibt es noch andere Materialien, die sich als Küchenboden eignen. Welche das sind und von welchen Sie Abstand nehmen sollten, lesen Sie hier.