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Was ist eigentlich ein Smart Home?

KNX-Systeme per Kabel und Funk: www.busch-jaeger.de
In einem Smart Home können Licht, Heizung, Jalousien ganz automatisch oder mit Smartphone, Tablet und per Sprachassistent gesteuert werden.
© Busch-Jaeger Elektro GmbH
Alle reden vom Smart Home. Doch was ist das genau? Erfahren Sie, was ein intelligentes Haus ausmacht und welche Vorteile es bietet.

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Smart Home – Haussteuerung per Smartphone

Wer beim Begriff "Smart Home" (engl. "Intelligentes Haus") an den berühmten, selbst einkaufenden Kühlschrank mit Internetanschluss denkt, liegt falsch. Den gibt es noch lange nicht zu kaufen.

Dennoch sind es auch im Smart Home verschiedene technische Hilfmittel wie Sensoren, gesteuerte Motoren oder Kameras, die für mehr Annehmlichkeit oder Hilfe im Haushalt sorgen. Ob Smart-Home-Lösungen für Licht, Türen und Fenster oder Heizung – immer lässt sich das Einsatzgebiet auf die drei Bereiche Komfort, Energiesparen und Sicherheit eingrenzen. Und keine Sorge vor kühler Technik: Viele haben schon jetzt Funksteckdosen, Rauchmelder oder Dimmer bei sich zu Hause, ohne dass sie stören. Neu ist lediglich, dass die Geräte nun untereinander vernetzt sind. Das heißt, dass zum Beispiel die Waschmaschine per Funk Kontakt mit dem Handy hält und automatisch eine Nachricht verschickt, wenn die Wäsche fertig ist oder eine Störung vorliegt.

Die Hersteller der verschiedenen Systeme legen außerdem großen Wert darauf, dass Sie ohne weitere Hilfe oder technisches Vorwissen innerhalb weniger Minuten ein Smart-Home-System einrichten können. Was viele Systeme jedoch voraussetzen: ein aktuelles Smartphone oder ein Tablet-PC. Denn viele Smart Homes werden heute einfach und intuitiv per App gesteuert. Alternativ dazu könnenSprachassistenten à la Alexa oder Google Nest in die Systeme eingebunden werden. Dann hört das Haus dank Sprachsteuerung sprichwörtlich aufs Wort.

Smart Home – das gehört dazu

  • Von Funksteckdosen über Fenstersensoren bis zu Wassermeldern und LED-Leuchten - die Basis bilden intelligente, miteinander vernetzte Geräte und Sensoren
  • Häufig koordiniert eine Zentrale alle Module
  • Eine leistungsstarke Software ermöglicht Zeitsteuerung und individuelle Szenarien
  • Verbindung zum Internet über WLAN oder Datenleitung
  • Tablet-PC, Smartphone oder Sprachassistent für die Kontrolle

Mehr Komfort mit Smart Home

Individuelle Lichtstimmungen automatisch nach Tageszeit, ein perfekt temperiertes Haus oder Rollläden, die herunterfahren, wenn der Fernseher eigeschaltet wird. Einer der angenehmsten Effekte eines Smart Home ist der Komfortgewinn. Denn vieles lässt sich bequem per Handydisplay oder Tablet vom Sofa aus steuern.

Neben dem direkten Steuern lassen sich über die dazugehörigen Programme auch zeitliche Abläufe einrichten. So zieht sich die Markise automatisch zum Sonnenuntergang ein, fährt die Heizung für kuschelig warme Räume kurz vor dem Feierabend hoch oder öffnen sich Haustüren oder Garagentore von selbst – ganz ohne Schlüsselsuche.

Alles im Blick: Smart-Home-App von Coqon
Alles im Blick: Dank verschiedener Sensoren und der verbindenen Software sind von Licht bis zu Jalousien alle Zustände im Haus schnell kontrolliert.
© Coqon

Richtig interessant wird es, wenn die einzelnen intelligenten Elemente wie Funksteckdosen, Rollladenmotoren und App-gesteuerte LED-Leuchten per Software miteinander verknüpft sind. So lassen sich individuelle Szenarien einstellen. Zum Beispiel können für den Heimkino-Abend auf nur einen Fingertipp die Fenster verdunkelt, das Licht gedimmt und die Raumtemperatur erhöht werden. Oder es startet an heißen Tagen dank Wärmesensoren automatisch der Rasensprenger, fährt die Markise aus und setzt sich in den Innenräumen die Klimaanlageoder der Ventilator in Gang. Ein Haus, das sich so an die Bedürfnisse seiner Bewohner anpasst, ist dann wirklich smart.

Energiesparen mit einem Smart Home

Neben Komfort steht Energiesparen bei einem Smart Home mit an vorderster Stelle. Nicht nur, dass man sich dank der Verbindung zum Smartphone über den Stromverbrauch aller Geräte jederzeit informieren kann. Besitzer einer Photovoltaikanlage können sich auch anzeigen lassen, wie viel Strom parallel dazu auf dem Dach produziert wird. Mit einem Fingertipp lassen sich auf Wunsch sogar die stärksten Verbraucher einzeln oder gleich alle Geräte beim Verlassen des Hauses mit einem Mal ausschalten. Denn ausgeschaltete Geräte sparen die meiste Energie.

Übersicht eines Smart Homes
Tür zu und alle Geräte schalten sich aus - auch das ist mit einem Smart Home möglich.
© Devolo

Doch nicht nur Strom wird gespart. Auch der Gasverbrauch lässt sich via Heizungssteuerung senken. So registrieren batteriebetriebene Funksensoren an Fenstern, wenn diese geöffnet werden und schicken diese Informationen an die Steuerungszentrale weiter. Automatisch regelt die Systemsoftware dann die Heizungsthermostate ab. So entweicht keine Wärme nach außen. Selbst von unterwegs lässt sich so der Brennkessel in den Urlaubsmodus versetzen, wenn das vor der Abfahrt zu Hause vergessen wurde.

Vorteil von Smart Home: erhöhte Sicherheit

Neben Komfort und Energieeinsparung bietet ein Smart Home noch ein bedeutendes Plus an Sicherheit. Ob ein Urlaubsmodus mit unterschiedlichen Beleuchtungsszenarien, eine über das WLAN-Netzwerk verbundene Kamera an der Eingangstür oder Funksteckdosen, mit denen auch von unterwegs dem noch eingeschalteten Bügeleisen der Strom gekappt werden kann – Smart Home macht es möglich. Eigentlich passt die kluge Technik daher zu jedem, denn die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ist enorm.

Es müssen aber nicht immer gleich der verhinderte Einbruch oder ein Hausbrand sein. Ein Smart Home kann noch mehr. Dank batteriebetriebener Wassermelder wird auch sofort der geplatzte Wasserschlauch an der Waschmaschine erkannt und schon ab einer Wasserhöhe von nur 1,5 Millimeter eine SMS aufs Handy geschickt. Größere Schäden lassen sich damit schon im Vorfeld abwenden.

Smart Home: die Installation

Noch bis vor wenigen Jahre war für ein Smart Home eine aufwändige, feste Verkabelung notwendig. Nicht selten entstanden dabei Kosten von mehreren Tausend Euro. Und oft war es nur in Neubauten oder bei größeren Umbaumaßnahmen in Altbauten zu realisieren. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute kann nahezu jeder sein Zuhause ein bisschen smarter machen – egal, ob Eigentum oder Mietwohnung. Möglich machen das die aktuellen Modul-Lösungen für ein Smart Home: Per Funk im Nahbereich oder über das Stromnetz als Datenleitung machen sie das Zuhause im Nu ein bisschen intelligenter – und passen sich auch optisch gut ein.

Leichter Einstieg: Starterkit "Lite" von Eberle
Starterkits sind für den Einstieg ins Smart Home ideal. So kann man sich erst einmal in einem kleinen Bereich mit der Technik, Steuerung und individuellen Anpassung vertraut machen.
© Eberle

Für einen leichten Start bieten Hersteller außerdem Einsteigerpakete an, die für spezielle Aufgabengebiete zugeschnitten sind: zum Beispiel App-gesteuerte Funksteckdosen und LED-Leuchten für ein Lichtpaket oder Funkthermostate und Fenstersensoren zum Regeln der Heizung und zum Energiesparen. Hat man mit den Einsteigerpaketen einen ersten Zugang zu Smart Home bekommen, können die Startersets später problemlos erweitert und um weitere Produkte ergänzt werden.

Sonnensensor: "eNet" von Jung
Selbst ein alter Wintergarten kann smart werden - dank des Sonnensensors "eNet" von Jung: Bei großer Hitze fahren sich automatisch die Jalousien runter.
© Jung

Nachteil: Standard-Vielfalt heutiger Smart-Home-Lösungen

Einen Nachteil hat ein Smart Home heute noch. Im Laufe der letzten Jahre haben sich verschiedene Übertragungswege und Systeme etabliert, die untereinander häufig nicht kompatibel sind. Manche Hersteller setzen auf Bluetooth, andere auf WLAN und wiederum andere nehmen die Stromleitung oder eine eigene Verkabelung (KNX) als Übertragungsweg. Hinzu kommen internationale Industrie- und Funkstandards für drahtlose Netzwerke wie Zigbee und Z-Wave.

Vielsprachiges "SmartThings"-System: www.samsung.de
Auch das "SmartThings"-System von Samsung ist vielsprachig - so lassen sich kompatible Geräte und Komponenten anderer Hersteller problemlos integrieren.
© Samsung

Die gute Nachricht: Immer mehr Hersteller sehen die Notwendigkeit, ihre Geräte untereinander kompatibel zu machen und arbeiten daher immer öfter zusammen. So bilden sich Vereinigungen namhafter Hersteller – wie zum Beispiel Qivicon (gesprochen Kiwikonn) mit Philips, Miele, Telekom, Samsung oder Musiksystemanbieter Sonos als Partner, um auch diese letzte Kinderkrankheit des Smart Homes zu beenden.

Der Vorteil für den Kunden: Dank der immer häufiger "mehrsprachigen" Zentralen kann der Endanwender aus einer breiten Produktpalette genau die für ihn passende Lösung für sein Zuhause und seinen Anwendungsbereich wählen - egal von welchem Hersteller und systemunabhängig. So steht einem Smart Home nichts mehr im Wege.

Türkommuniktion "Elcom": www.hager.de
Wissen wer zu Hause vor Tür steht - mit einer smarten Türklingel mit Kamera ist das kein Problem. So können Sie sogar noch im Büro dem Postboten per App sagen, wo er das Paket abgeben soll.
© Hager Vertriebsgesellschaft/Elcom Türkommunikation

Was passiert mit meinen Daten aus dem Smart Home?

Der Wunsch nach Datensicherheit und Datenschutz ist gerade in Deutschland groß - und viele Hersteller haben darauf reagiert. Wenn sensible Daten das Haus über das Internet verlassen, um in einer Cloud – einem Online-Speicher – abgelegt zu werden, sind sie in der Regel komplex verschlüsselt, teilweise sogar auf dem Standard von Internetbanking. Viele Unternehmen nutzen eigene Server in Deutschland oder lassen sich regelmäßig auf Datensicherheit testen. Eine Restunsicherheit vor Hackerattacken bleibt jedoch – auch wenn solche Fälle sehr selten sind. Dennoch sollte man sich stets darüber informieren, wie der ausgesuchte Anbieter es im einzelnen handhabt.

Kostet ein vernetztes Haus viel?

Wie immer ist so eine Frage relativ! Gewiss kann man klein mit einem Einsteigerset für knapp 200 Euro anfangen. Richtig interessant und komfortabel wird es jedoch erst mit höheren Investitionen um etwa 1.000 Euro – da dann mehrere Sensoren und Geräte zusammenarbeiten und sich automatisch selbst steuern. Und nach oben sind auch beim vernetzten Zuhause kaum Grenzen gesetzt – selbst Kamine können Sie im Smart Home auf Zuruf starten.

Anbieter von Smart-Home-Lösungen (2019):

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