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Neue Wahrzeichen: Schauspielhaus, Oper und Bibliothek

Mit zeitgenössischer Architektur am Hafenrand wendet sich Kopenhagen seit einigen Jahren immer mehr dem Wasser zu. Am Inderhavn, der sich wie ein breiter Fluss quer durch die Stadt zieht, sind eine Reihe neuer Landmarken entstanden: Den Anfang machte 1999 der "Schwarze Diamant"‎, ein Quader aus poliertem Granit, der einen Teil der Königlichen Bibliothek beherbergt. Am Südufer kam 2005 das neue Opernhaus des dänischen Star-Architekten Henning Larsen mit seinem markanten Flugdach hinzu, seit 2008 prägt das Königliche Schauspielhaus von Lundgaard & Tranberg das Gesicht der Stadt zum Wasser hin. Dessen Vorplatz, eine riesige Holzterrasse mit Bootssteg-Flair, ist öffentlich zugänglich – einer der schönsten Orte, um in Kopenhagen am Wasser zu sitzen.

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Wohnen mit Klassikern: "Hotel Alexandra"

Wer sich auch nur ein wenig für dänisches Design interessiert, fühlt sich im "Hotel Alexandra" auf Anhieb zuhause: Die 61 Zimmer sind mit hochkarätigen Designklassikern eingerichtet, größtenteils aus den 50er und 60er Jahren. Einige Räume sind einzelnen Designern wie Finn Juhl oder Hans J. Wegner gewidmet, die anderen orientieren sich an der organischen Teakholz-Moderne oder am bunten Sixties-Swing der Verner-Panton-Ära. Typisch dänisch: die lässige Souveränität, mit der Designklassiker ganz selbstverständlich ins Wohnen integriert werden, statt sie wie Musemsstücke zu inszenieren. Das Hotel versteht sich als Anlaufstelle für Designinteressierte und hat jede Menge Insider-Tipps parat.

"Hotel Alexandra"
H. C. Andersens Boulevard 8
1553 København V
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www.hotelalexandra.dk

Gesamtkunstwerk: Finn Juhls Wohnhaus, Ordrupgaard

Mit seinen organisch geschwungenen Teakholz-Möbeln machte Finn Juhl das dänische Design der 50er Jahre weltberühmt. 1941, mit gerade einmal 29 Jahren, entwarf der Architekt und Möbelgestalter sein Wohnhaus in Ordrupgaard: ein schlichter, winkelförmiger Bau mit offenem Grundriss, eleganten Holzmöbeln und erdigen Farben. An den Wänden hängt hochklassige abstrakte Malerei, die Juhl zu legendären Entwürfen wie dem Sofa "Poet" oder dem Sessel "Pelikan" inspirierte.

Gesamtkunstwerk: Finn Juhls Wohnhaus, Ordrupgaard

Als Teil des Kunstmuseums Ordrupgaard ist das Haus des 1989 gestorbenen Designers heute öffentlich zugänglich: ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, das von den Wandfarben über die Möblierung bis hin zu Juhls Arbeitszimmer im Orginalzustand erhalten ist. Wie es der skandinavischen Designkultur der Jahrhundertmitte gelang, die Formenfreiheit der Moderne mit sympathischer Wohnlichkeit zu verbinden, das wird hier so anschaulich wie nirgendwo sonst.

Das Museum Ordrupgaard, das 2005 einen sehenswerten Anbau von Zaha Hadid erhielt, liegt etwa zehn Kilometer nördlich des Stadtzentrums. In der Nähe lohnen Arne Jacobsens Strandsiedlung "Bellevue" und der königliche Hirschpark "Jægersborg Dyrehave" einen Besuch.

Museum Ordrupgaard
Vilvordevej 110
2920 Charlottenlund
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www.ordrupgaard.dk

Weiße Stadt am Meer: Strandbad "Bellevue", Klampenborg

Heute kennt man Arne Jacobsen vor allem als Schöpfer legendärer Möbelentwürfe, als junger Architekt machte er aber erst einmal mit einem kompromisslos modernen Strandbad von sich reden. In Klampenborg, nördlich der Stadt am Öresund gelegen, entstand Anfag der 30er Jahre die luxuriöse Apartmentsiedlung "Bellevue" samt Theater, Restaurant und Badekabinen – weiße, streng kubische Bauten, die die Formensprache des Neuen Bauens in Dänemark etablierten.

Klampenborg ist von Kopenhagen aus mit der S-Bahn schnell zu erreichen. Am schönsten ist die Strecke aber als Radtour entlang der Küstenstraße Strandvejen: Links geht der Blick auf alte Parks und Villen, rechts über den Øresund (vom Zentrum ca. 45 Minuten).

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Design mit Meerblick: Restaurant "Jacobsen", Klampenborg

Ein Besuch im Restaurant der Strandsiedlung "Bellevue" ist nicht nur für Arne-Jacobsen-Fans unvergesslich. Stühle, Teller, Gläser, Besteck, selbst die Armaturen am Waschbecken stammen vom Design-Großmeister. Wer Jacobsens Entwürfe nur aus dem Museum kennt, erlebt sie hier als Alltagsgegenstände, die beim Benutzen nur noch schöner werden. Mit Blick über den Øresund am Kamin sitzen, dazu feine Petits Fours und einen Tee aus der "Cylinda"-Kanne – ein echtes Erlebnis.

Restaurant "Jacobsen", Bellevue
Strandvejen 449
2930 Klampenborg
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www.restaurantjacobsen.dk

Alte und neue Klassiker: "Dansk Design Center" und "Designmuseum Danmark"

In einem modernen Glas-Stahl-Bau, genau zwischen Tivoli und Altstadt gelegen, zeigt das "Dansk Design Center" neben etablierten Klassikern viel junges skandinavisches Design. Der Schwerpunkt liegt auf Sonderausstellungen zu aktuellen Themen, daneben gibt es Vorträge, Podiumsdiskussionen und einen Museumsshop, der alleine schon einen Besuch wert ist: Hier werden nicht nur ausgesuchte Bildbände, Karten und Poster angeboten, sondern auch eine feine Auswahl an Produkten dänischer Designer.

Noch umfangreicher ist die Sammlung des Dänischen Designmuseums, das in einem ehemaligen Hospital aus dem 18. Jahrhundert reisdiert. Der prunkvolle Bau liegt nödlich der Altstadt in einem weitläufigen Park, die Innenräume beherbergen Dänemarks größte Sammlung an Industrie- und Möbeldesign, Mode und Kunstgewerbe. Während sich das "Design Center" auf Produktgestaltung und junge Designer konzentriert, ist das Museum thematisch breiter aufgestellt und richtet den Blick auch auf die Designtraditionen des Landes.

"Dansk Design Center"
HC Andersens Boulevard 27
1553 København V
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www.ddc.dk/

"Designmuseum Danmark"
Bredgade 68
1260 København K
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www.designmuseum.dk

Jacobsens Gesamtkunstwerk: SAS-Hotel "Radisson Blu Royal"

Das Hotelhochhaus, das Arne Jacobsen in den 50er Jahren für die Fluglinie SAS entwarf, ist eine Ikone der skandinavischen Nachkriegsmoderne und zugleich der Vorläufer aller Designhotels: Nicht nur das Gebäude mit seiner gläsernen Vorhangfassade, sondern auch die gesamte Innenausstattung plante Jacobsen selbst bis ins letzte Detail. Vieles, was dabei entstand, wurde zu Klassikern des Möbeldesigns, von den Sesseln "Schwan" und "Ei" über die Tischleuchte "AJ" bis hin zum organisch geformtem Besteck.

Die Zimmer wurden seit der Eröffnung 1960 immer wieder modernisiert – mit einer berühmten Ausnahme: Raum 606 (Foto) ist fast komplett im Originalzustand erhalten, samt Jacobsen-Sesseln, Holztäfelung und graugrün gestrichenen Wänden. Rechtzeitig reservieren!

"Radisson Blu Royal Hotel Kopenhagen"
Hammerichsgade 1
1611 København
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www.radissonblu.com/royalhotel-copenhagen

Kreatives Viertel: Cafés und Shops in Vesterbro

Direkt an der Grenze zwischen dem alten Arbeiterviertel Vesterbro und dem noblen Stadtteil Frederiksberg liegt das Café "Kleist": Gemütliche Teakholzmöbel und Poul-Henningsen-Leuchten, dazu hervorragende hausgemachte Kuchen und kleine Gerichte aus Bio-Zutaten. Noch ist das Café ein Geheimtipp, aber das muss nicht so bleiben: Die Gegend drumherum entwickelt sich gerade zu einem spannenden Viertel für Designliebhaber. Um die Ecke gibt es junges Design bei "Mumuland" und "Dora", Gebrauchtes in der "Loppebutik" und Kreatives bei "Designer Zoo". Wer noch mehr entdecken will: Auch im südlichen Vesterbro rund um die Istedgade sind eine Menge interessanter Läden entstanden.

"Kleist Caffe"
Frederiksberg Alle 12
1820 Frederiksberg
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Second-Hand-Design: Flohmärkte und die "Blå Hal"

Wer aus Kopenhagen ein paar schöne Vintage-Stücke mit nach Hause nehmen will, wird auf Flohmärkten und in Secondhand-Shops schnell fündig – selbst wenn es kein Klassiker mit berühmtem Namen ist. Am Rathaus Frederiksberg verkaufen Anwohner und Privatleute jeden Samstag Möbel, Kleidung und vieles mehr (9-15 Uhr, April bis Oktober, in Google Maps anzeigen), ausgesuchtere Stücke findet man beim Antiquitätenmarkt auf dem Isreals Plads (Samstags 8-15 Uhr von April bis Oktober, in Google Maps anzeigen).

Während Kopenhagens Flohmärkte inzwischen auch bei Touristen beliebt sind, ist die "Blå Hal" (Blaue Halle) im Stadtteil Amager noch ein echter Geheimtipp: Eine Mischung aus Second-Hand-Kaufhaus und Indoor-Flohmarkt, untergerbracht in einer alten Industriehalle am Hafenrand. Wer sich von dem rauhen Trödel-Flair nicht abschrecken lässt, findet hier schöne Möbel, Leuchten und Geschirr in riesiger Auwahl.

"Den Blå Hal", am Wochenende von 10-16 Uhr geöffnet
Ved Amagerbanen 9
2300 København
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www.denblaahal.dk


Design-Stadt Kopenhagen: die 12 besten Shopping-Tipps
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