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Flöhe – das kann man gegen die Parasiten tun

Wenn sich Hund und Katz kräftig kratzen und der eigene Körper mit juckenden Stichen übersät ist, haben die Wohnung unter Umständen Flöhe eingenommen. Wie man die wieder los wird, erfahren Sie hier.
Flöhe – das kann man gegen die Parasiten tun
In diesem Artikel
Wo kommen Flöhe her?
Wie erkennt man Flöhe?
Flohbisse: Was lösen sie aus?
Wo leben Flöhe?
Warum beißen Flöhe den Menschen?
Wie lange leben Flöhe?
Wie wird man Flöhe los?

Mit einem Flohbefall inklusive Flohbissen ist nicht zu spaßen. Schließlich vermehren sich die Parasiten rasend schnell, sind nicht nur eine Zumutung für unsere Haustiere, sondern auch für uns Menschen.

Wo kommen Flöhe her?

Flöhe holt man sich meistens auf eine Art nach Hause – und zwar durch seine geliebten Vierbeiner. Die fangen sich die winzigen Insekten draußen, etwa bei der Begegnung mit anderen befallenen Tieren ein, und schleppen sie so mit in die Wohnung. 

Wie erkennt man Flöhe?

Mit dem bloßen Auge kann man Flöhe nicht wirklich dingfest machen, schließlich sind die Insekten winzig, werden nur bis zu vier Millimeter groß. Vielmehr erkennt man einen Flohbefall an Mensch, Hund oder Katz an verschiedenen Anzeichen. Das wohl auffälligste: Die geliebten Vierbeiner kratzen oder beißen sich regelmäßig. Um ganz sicher zu gehen, sollte man sein Haustier mit einem Flohkamm gründlich durchkämmen und den Kamm anschließend auf einem befeuchteten Küchenpapier ausklopfen. Der Beweis, dass sich Flöhe eingenistet haben? Schwarze Krümel sammeln sich auf der Unterlage, die sich, nachdem sie mit dem feuchten Tuch in Berührung kommen, rotbraun färben. Hierbei handelt es sich um den Kot der Tiere, der mit Rückständen ihrer Nahrung (Blut) versetzt ist.

Bei uns Menschen sind die auffälligsten Anzeichen eines Flohbefalls Flohbisse am eigenen Körper. Die liegen in der Regel nah beieinander und in einer Linie, da der Floh mehrmals zubeißt, bis er auf eine zufriedenstellende Stelle mit Blutgefäß gestoßen ist.

Flohbisse: Was lösen sie aus?

Die Flohbisse erzeugen bei uns Menschen einen mehr oder minder stark ausgeprägten Juckreiz, der oft mit Entzündungen einhergeht, wenn die Stiche aufgekratzt werden. Flöhe sind zudem als Überträger von Krankheiten (Pest, Fleckfieber) bekannt, doch ist diese Gefahr in Mitteleuropa heute eigentlich komplett gebannt. Vielmehr können durch Flohbisse hierzulande zum Beispiel allergische Reaktionen auftreten oder ein Bandwurm übertragen werden.

Flöhe – das kann man gegen die Parasiten tun

Wo sich die Flöhe oft tummeln? In Teppichen und den Rückzugsorten unserer Katzen und Hunde.

Wo leben Flöhe?

Flöhe haben die unangenehme Art, es sich in der Nähe, manchmal auch auf ihrer Nahrungsquelle bequem zu machen. Hierbei wird unterschieden zwischen dem sogenannten Nest- oder Pelzfloh. Der lichtscheue Nestfloh (z. B. Menschenfloh), der Name verrät es schon, begibt sich nur zur Nahrungsaufnahme auf seinen Wirt und versteckt sich die restliche Zeit an einem trockenen und dunklen Ort in der Nähe: Polstermöbeln, Teppichen … Da der Nestfloh sich des Nachts den Bauch vollschlägt, finden sich seine Verstecke deswegen in der Nähe des Schlafplatzes seiner Opfer. Der Pelzfloh wiederum stört sich keineswegs an Licht und nistet sich direkt auf seinem Wirt ein, springt aber auch dort beizeiten ab und macht es sich an bestimmten Stellen (Teppich, Polster, Schlafplatz des Tiers) gemütlich. Zu dieser Art zählt beispielsweise der Katzen- oder Hundfloh, der sich bei Bedarf aber auch auf den Menschen stürzt.

Warum beißen Flöhe den Menschen?

Ihres Zeichens Parasiten ernähren sich Flöhe von Blut und dabei hauptsächlich vom Blut von Säugetieren, zu denen auch wir Menschen gehören. Entgegen ihres Namens (z.B. Katzenfloh), der etwas anderes vermuten lassen würde, sind die Insekten keineswegs fest auf ein Tier gebucht. Bestes Beispiel: In Deutschland werden wir Menschen mittlerweile meistens vom Katzenfloh befallen. Der Menschenfloh kommt in Mitteleuorpa so gut wie gar nicht mehr vor. Wie oft sich der Floh am Blut von Mensch und Tier zu schaffen macht? Mehrmals täglich, wenn die Umstände es zulassen. Doch Hungerperioden machen dem Winzling auch nichts aus, bis zu zwei Monate kann er ohne Essen auskommen. 

Der Katzenfloh befällt auch Menschen

Der Katzenfloh.

Wie lange leben Flöhe?

In der Regel werden Flöhe nur einige Monate alt, die maximale Lebensdauer liegt jedoch bei eineinhalb Jahren. In dieser Zeit werden die Flöhe, was ihre Nachkommenschaft angeht, aber richtig aktiv. Mehrere hundert Eier legt ein weiblicher Floh im Laufe seines Lebens, wenn die Temperatur passt (unter 5 Grad stagniert die Fortpflanzung). Nach bis zu 10 Tagen schlüpfen die Eier, welche sowohl im Nest oder auf dem Wirt (Katze, Hund) selbst abgelegt werden. Vor allem die im Fell abgelegten Eier verbreiten sich sehr schnell in der Wohnung, da sie nach und nach aus diesem herausfallen. Rund zwei Wochen dauert der Entwicklungszyklus der Larven, welcher zwei Häutungen und eine Verpuppung beinhaltet, wenn Bedingungen wie Temperatur (20 bis 27 Grad), ausreichend Nahrung und Feuchtigkeit (50 bis 90 Prozent) erfüllt sind. Wichtig hier: Flohpuppen sind äußerst widerstandsfähig und überleben mehrere Monate ohne Nahrung. Beseitigt man nicht alle Flohpuppen, wird der Flohbefall sehr wahrscheinlich wieder von vorne beginnen. Ist der Floh schließlich endgültig geschlüpft, steht er sofort bereit, sein Leben in Angriff zu nehmen und wiederum seinerseits neue Nachfolger zu produzieren.

Wie Frauen wohnen

Katzen bringen hierzulande die meisten Flöhe nach Hause.

Wie wird man Flöhe los?

Hat man Flöhe in der Wohnung, gibt es mehrere Arten, den Parasiten zu Leibe zu rücken. Da es die Flöhe meistens bevorzugt auf das Haustier abgesehen haben, ist es wichtig, sich um die Behandlung der Tiere zu kümmern. Was genau gemacht wird, sollte man unbedingt mit einem Tierarzt absprechen. Da es sich Flöhe, wie oben bereits erklärt, einerseits in der Nähe der Schlafplätze, andererseits aber überhaupt in der Wohnung, bevorzugt in Teppichen, Polstermöbeln oder Ritzen, bequem machen, gilt es das Haus gründlich zu reinigen. Saugen Sie mehrmals am Tag, um Flöhe, Floheier, Flohlarven und Flohpuppen zu beseitigen. Der Staubsaugerbeutel sollte anschließen fest verschlossen und beispielsweise mit heißem Wasser übergossen werden, um die Insekten abzutöten. Textilien sollten Sie bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Auch die Behandlung mit einem Dampfreiniger empfiehlt sich im Kampf gegen die Parasiten, beispielsweise bei stoffbezogenen Möbeln, die man nicht waschen kann. Bis man die Flöhe auf diese Art endgültig losgeworden ist, kann einige Zeit – Tage oder Wochen – vergehen. Natürlich werden im Handel auch zahlreiche Mittel angeboten, die den Flöhen aber oftmals mittels Chemie den Gar ausmachen und somit für Mensch und Tier nicht ganz ungefährlich sind. Kriegen Sie den Flohbefall alleine nicht in den Griff, bleibt immer noch die Beauftragung eines professionellen Schädlingsbekämpfers.

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