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Ausstellung zur gestalterischen Handschrift der Olympischen Spiele 1972

Kennen Sie Olympia Waldi? Der Kleine wird dieses Jahr 40 und war das Maskottchen der Olympiade in München 1972. In Ulm ist gerade eine Ausstellung zum visuellen Erscheinungsbild der Spiele zu sehen.
olympiade

Sportplakate, Leit- oder Piktogrammsysteme, Dackel-Maskottchen, Möbel- und Stadiondesign oder Sportbekleidung - nie war ein umfassenderes Gestaltungskonzept für eine Sportveranstaltung entwickelt worden als für die Sommerspiele 1972 in München. Ein Blick auf die Gestaltung des Sport-Events lohnt auch vier Dekaden später. Das findet auch die Stadt Ulm, die den Nachlass von Otl Aicher verwaltet, der Design und Erscheinungsbild aus einem Guss für die damaligen Spiele erarbeitet hatte. "Otl Aicher - Die Regenbogenspiele: Das visuelle Erscheinungsbild der XX. Olympischen Spiele, München 1972" ist bis Mitte Oktober in Ulm zu sehen.

Eine Besonderheit stellten die hohen moralischen und politischen Ansprüche dar, welche das Olympische Komitee für das Gestaltungskonzept der Spiele formulierte. Das Erscheinungsbild sollte dazu beitragen, Toleranz, Offenheit und Heiterkeit zu vermitteln und das negative Bild der Berliner Nazi-Olympiade von 1936 zu revidieren.

Leider fand Aichers Utopie eines olympischen Sommers voller Heiterkeit am 5. September 1972 ihr Ende, als palästinensische Terroristen in die Unterkünfte der israelischen Mannschaft eindrangen und elf Athleten als Geiseln nahmen, was anschließend in einem Blutbad endete.

Die Ulmer Ausstellung ist noch bis einschließlich 14. Oktober 2012 in der Hochschule für Gestaltung zu sehen.

Zur Hochschule im Internet:
www.hfg-archiv.ulm.de