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Studie: Dreifachverglasung macht müde

Eine österreichische Studie zeigt: Fenster mit Dreifachverglasung können die innere Uhr aus dem Takt bringen. Der Mensch wird schneller müde.
dreifachverglasung

Licht steuert uns. Je weniger Licht wir um uns haben, umso intensiver produziert der Körper das Hormon Melatonin. Dieses Hormon wiederum ist dafür zuständig, dass wir müde werden und zur Ruhe kommen.

Im Umkehrschluss sorgt Tageslicht dafür, dass der Mensch sich wach fühlt - die Produktion von Melatonin wird gestoppt. Mit Beginn des Tages kommt der Organismus auf Touren.

Wie die beiden Österreicher Roland Pircher und Andreas Schwaiger am Zentrum für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems jetzt herausgefunden haben, lassen Fenster mit Dreifachverglasung bei gewissen Witterungsverhältnissen zu wenig Licht in den Raum. Darunter leide die Leistungsfähigkeit, so die Forscher.

Dreifachverglasung lässt zu wenig Licht durch

"Bei der Untersuchung mehrerer Verglasungstypen ist es aufgrund der unterschiedlichen optischen Eigenschaften der Gläser mitunter zu gravierenden Verschiebungen der Farbtemparatur, der Farbe des Lichts, gekommen", sagt Pircher. In der Folge produziert etwa bei bewölktem Himmel der Körper weiterhin Melatonin - und gaukelt so dem Körper vor, es werde Nacht.

Die beiden Forscher fordern von der Glasindustrie, künftig "Scheiben zu produzieren, die nicht nur energetische, sondern auch physiologische Ansprüche erfüllen" – denn das sei technisch durchaus möglich.