VPB-Studie: Mängel bei Bauverträgen erkennen

Fast jeder Vertrag, den Bauherren mit Unternehmern oder Bauträgern abschließen, hat Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts Privater Bauherren. Infos zum Thema gibt es unter "vpb.de".

Die Studie, herausgegeben vom Institut Privater Bauherren, belegt laut Verband Privater Bauherren (VPB) erhebliche Lücken im Bereich des Verbraucherschutzes. Die Autoren der Studie, die Berliner Rechtsanwälte Stefan Bentrop und Ingmar Benger, haben 117 Standardverträge untersucht, die in den Jahren 2003 bis 2012 von Generalunternehmern und Bauträgern Kunden vorgelegt wurden. Ihr Ergebnis: Gerade das Argument der Kostensicherheit, mit dem Bauträger und Generalunternehmer um Bauherren werben, trägt nicht.
Foto: VPB
Im Gegenteil: "Unerwartete Zusatzausgaben aufgrund unvollständiger Leistungsbeschreibungen sind üblich", erläutert Thomas Penningh, Präsident des VPB. Oft genug seien wesentliche Dinge, wie etwa der Erdaushub oder Hausanschlüsse gar nicht Vertragsbestandteil. Diese für ein bewohnbares Haus aber unverzichtbaren Leistungen müssten zusätzlich aufgebracht werden und belaufen sich schnell auf 50.000 Euro und mehr, so der VPB-Präsident.
Neben dem beworbenen Festpreis ist der fixe Einzugstermin ein Argument, warum Bauherren sich für schlüsselfertige Objekte entscheiden. Auch hier bleibt die Werbung hinter der Realität zurück: Laut Studie vermieden es die Unternehmen oft, konkrete Fertigstellungstermine zu nennen. Lediglich in 17 Prozent aller Verträge waren sie vorgesehen. In etwa der Hälfte aller überprüften Fälle wurde die Bauzeit nur in Monaten und Wochen angegeben.
Die Studie des Instituts Privater Bauherren sowie Tipps dazu, wie Fallen und Stolpersteine im Vertragsentwurf von Bauträgern aufgedeckt und vermieden werden können, sind auf der Website des VPB zu finden.
Zum VPB im Netz:
www.vpb.de

  • Folgen Sie uns
    Folgen Sie uns auf Facebook Folgen Sie uns auf Twitter Folgen Sie uns auf Google+ Folgen Sie uns auf Instagram