• CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER
  • CROSSMEDIA
    WERBEPARTNER

Ohrensessel – ein Rückzugsort auf vier Beinen

Ohrensessel haben eine lange Tradition. Ihre schützenden "Ohren" auf Höhe des Kopfbereichs sorgen für Geborgenheit, Ruhe und Entspannung - weshalb die vergessen geglaubte Spezies heute wieder beliebt ist. Die schönsten Exemplare zum Stöbern und sich Herbeiwünschen.
Rosafarbener Ohrensessel von Ligne Roset

Rémi Bouhaniches Ohrensessel "Toa" wirkt wie ein einladendes, gemütliches XXL-Kissen

In diesem Artikel
Ohrensessel: Möbelstück mit Geschichte
Ohrensessel: Die Solisten unter den Sitzmöbeln – wahlweise auch mit Hocker
Modern, elegant, Retro: Die unterschiedlichen Designs
So finden Sie den richtigen
Bezüge: Leder, Stoff, Samt oder Lammfell
Anbieter von Ohrensesseln

Ohrensessel: Möbelstück mit Geschichte

Alles hat seine Zeit, so heißt es, und in vielen Fällen mag die angestaubt wirkende Regel auch stimmen. Der Ohrensessel, auch Ohrenbackensessel hingegen ist eine dieser viel zitierten Ausnahmen – ein zeitloser Klassiker, der schon vor etlichen Jahrhunderten beliebt war. Mit seinen Ohren auf Kopfhöhe der Rückenlehne bot er wohlhabenderen Menschen bereits im Mittelalter Schutz vor kalter Zugluft, aber auch vor übermäßiger Hitze von Ofen oder Kamin.

Geradezu weltberühmt ist das britische Modell "Chesterfield": Seinerzeit extra für den gleichnamigen Lord um 1770 vom schottischen Architekten Robert Adam entworfen, ist der "Chesterfield"-Ohrensessel so etwas wie der Inbegriff von gelebter Gemütlichkeit und Entspannung in den eigenen vier Wänden: dicke Polsterung, robustes, hochwertiges Leder, Knopfheftung - wer hier sitzt, zählt zu denen, die alles richtig gemacht haben. Da stimmt einfach alles. Überhaupt gilt: Mit dem Kauf eines Ohrensessels machen Sie so gut wie nie etwas falsch. Wann kann man das schon mal behaupten?

Ohrensessel "Archi" von Ligne Roset

Seinen außergewöhnlichen Komfort hat "Archi" der Automobilindustrie zu verdanken.

Ohrensessel: Die Solisten unter den Sitzmöbeln – wahlweise auch mit Hocker

Ohrensessel bezeichnet man gern als Solisten. Am besten entfalten sie ihre Wirkung allein – ohne viel Drumherum. Mit ihren Ohren schützen sie nicht nur vor Alltagstrubel, ihr Äußeres wirkt auch angenehm beruhigend. Ohrensessel sind kleine Rückzugsorte auf vier Beinen – so was wie ein Raum im Raum. Perfekt, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder für einen gemütlichen Fernsehabend. Das heißt aber nicht, dass sie sich nicht auch kombinieren lassen. Viele Hersteller bieten, manchmal gegen Aufpreis, zu ihren Ohrensesseln zusätzlich kleine Hocker im gleichen Design zum Füße-Hochlegen an. Dazu passt ein praktischer Beistelltisch als Ablage – wahlweise für Buch, Fernbedienung, Handy oder auch Getränk.

Modern, elegant, Retro: Die unterschiedlichen Designs

Keine Frage, Nostalgiker greifen beim Ohrensessel zum Modell "Chesterfield": Einem Thron ähnlich vereint er höchsten Komfort und Bequemlichkeit mit britischem Schick und Eleganz. Darüber hinaus haben sich aber auch immer wieder neue Designer am Klassiker versucht, und so gibt es mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen.

Modern-futuristischer Klassiker: "Egg Chair"
Arne Jacobsens 1958 entworfener "Egg Chair" gilt schon jetzt als Wohnklassiker. Der futuristisch, wie ein Ei geformte Sessel vereint Moderne und Behaglichkeit in einem und hinterlässt so in jedem Zimmer seine einzigartige Note.

Elegant: "Ro"
"Ro" vom spanischen Designer Jaime Hayón gilt als designierter Nachfolger von Arne Jacobsens "Egg Chair". Schwungvoll geformt bietet der 1½-Sitzer viel Platz zum Relaxen und strahlt gleichzeitig etwas Majestätisches aus.

sw201410080-sessel-fritzhansen-ro

Als 1½-Sitzer bietet "Ro" reichlich Platz, um sich so richtig und nach allen Regeln der Kunst zu entspannen

Jung und frech: "Toa"
Der französische Designer Rémi Bouhaniche hat seinen Ohrensessel "Toa" im Look eines übergroßen Sitzkissens gestaltet. Das wirkt jung und frisch. Gleichzeitig bietet er aber auch hohen Sitzkomfort.

Retro: "Archi"
Mit seinem Retro-Look wirkt das Modell "Archi" wie der Kultserie "Mad Men" entsprungen. Der erste Entwurf von Designer Pierre Paulin stammt aus den 50er-Jahren, 2009 wurde "Archi" erstmals wieder neu aufgelegt. Bei der Polsterung hat sich Paulin von der Automobilindustrie inspirieren lassen.

Traditionell: "Strandmon"
Wer’s traditionell mag, der greift zum "Strandmon" von Ikea – eine Hommage an den legendären "MK-Sessel" aus den 50er-Jahren. Charmant, bequem und im unteren Preissegment angesiedelt hat der "Strandmon" das Zeug dazu, jeden glücklich zu machen.

Nichts für Sie dabei? Keine Sorge, in unserer Bilderstrecke finden Sie noch viele weitere Exemplare. Ganz egal ob Patchwork, bunt, mit Kugelfüßen, Drehgestell oder Kippfunktion – das Angebot von Ohrensesseln ist vielseitig und abwechslungsreich und hat für jeden Geschmack das passende Modell parat.

Ohrensessel "Strandmon" von Ikea

Charmant, bequem und im unteren Preissegment angesiedelt, hat der "Strandmon" von Ikea das Zeug dazu, jeden glücklich zu machen

So finden Sie den richtigen

Auch wenn Sie, wie oben bereits geschrieben, mit dem Kauf eines Ohrensessels so gut wie nie etwas falsch machen können, sollten Sie dennoch bei der Suche das ein oder andere beherzigen. Dazu gehört unter anderem auch: Nicht von der Optik blenden lassen. Na klar, Aussehen ist wichtig. Vergessen Sie hierbei aber nicht, ihren vermeintlichen neuen Liebling auf Herz und Nieren zu testen. So ein Ohrensessel begleitet einen nicht selten ein Leben lang. Damit er das auch wirklich kann, muss er perfekt zu einem passen. Welche Sitzposition sorgt für die größtmögliche Entspannung bei Ihnen? Variieren Sie gern die Sitzhaltung oder reicht Ihnen eine gute ergonomische Form? Bevorzugen Sie "normal size" oder brauchen Sie es geräumig (Stichwort: XXL)? Wünschen Sie sich zum Sessel auch noch einen passenden Hocker zum Füße hochlegen? Alles Fragen, die Sie sich beim Kauf ihres neuen Relaxsessels unbedingt stellten sollten und die Sie in der Regel nur mit einer ausgiebigen Sitzprobe beantworten können. Zu guter Letzt muss das gute Stück natürlich auch mit seinem neuen Umfeld harmonieren – sowohl stilistisch als auch proportional.

Bezüge: Leder, Stoff, Samt oder Lammfell

Beim Bezug von Ohrensesseln denken viele vermutlich erst mal an hochwertiges, widerstandsfähiges Leder – und das auch nicht ganz zu unrecht. Leder ist nach wie vor einer der beliebtesten Bezugsstoffe bei Sitzmöbeln. Die robuste, unempfindliche Beschaffenheit hat den Vorteil, dass mit der richtigen Pflege viele Gefahren im Alltag kaum eine Rolle spielen: ein umgekipptes Glas, schmutzige Kinderhände, fettige Chipskrümel – zwei, drei Mal drüber gewischt und schon ist alles wieder pikobello. Gegen Rotwein, Kaffee oder Brandflecken ist hingegen auch das robusteste Leder häufig machtlos. Das Gute hierbei: Kleine Mäkel können Leder nur wenig anhaben, stattdessen erzählen sie die Geschichte des Sessels und verleihen ihm so nur noch mehr Charakter.

Abseits von Leder werden viele Ohrensessel parallel auch immer noch in einer Stoffbezug-Variante angeboten. Wer auf der Suche nach einem Ohrensessel mit Samt- oder Lammfell-Bezug ist, muss hingegen schon etwas genauer hinsehen, wird aber auch fündig.

Ohrensessel "The Tired Man" von Lassen

Mit seinem voluminösen Armstützen und der bärigen Form macht der aus dem Jahr 1935 stammende "The Tired Man" gern auf Vintage-Möbelauktionen von sich reden.

Anbieter von Ohrensesseln