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Leuchten und Lampen mit LED

Schlankes Leuchtendesign und warmweißes Licht haben LED-Leuchten längst hoffähig gemacht. Dabei ist die LED-Technik nicht nur schön, sondern auch extrem genügsam im Stromverbrauch.
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In diesem Artikel
LED – was bedeutet das genau?
Machen LED-Leuchten warmes Licht?
Vorteile von LED-Licht
LED hat auch Nachteile
Leuchten und Lampen: Tipps für den LED-Kauf
LED-Leuchten per App steuern
LEDs in Fernsehern, Laptops und Kerzen

Noch vor wenigen Jahren war die LED (Englisch für light-emitting diode, auf Deutsch lichtemittierende Diode) höchstens als Anzeigenbeleuchtung in technischen Geräten bekannt. Dass man mit solch einer LED auch ganze Räume beleuchten kann, schien unrealistisch. Das hat sich inzwischen geändert: Die LED tritt zunehmend ihren Siegeszug in modernen Lampen und Leuchten an. Kaum ein Hersteller, dem das nicht bewusst ist. Und das EU-Glühbirnenverbot mit dem Aus für alle Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt tat sein Übriges, um verschiedene Formen von Energiesparlampen ins Bewusstsein der Verbraucher zu bringen. Als Leuchtmittel der nächsten Generation rücken Leuchten und Lampen mit LED neben den bekannten Energiesparlampen nun auch immer öfter in unser Blickfeld.

LED – was bedeutet das genau?

Während in der Glühbirne ein gewundener Metallfaden leuchtet, funktioniert eine LED anders. Eine LED ist ein elektrisches Bauelement, in dem sich ein kleiner Kristall befindet, der durch Strom zum Leuchten angeregt wird. So erklärt sich auch der Name: lichtemittierende Diode - LED. Im Gegensatz zu anderen Leuchtmitteln geht bei der LED die Umwandlung von Strom in Licht ohne großen Energieverlust vonstatten. So kann eine LED bis zu 30 Prozent des Stroms in Licht umwandeln. Im Vergleich: Bei einer herkömmlichen Glühbirne sind es nur 5 Prozent des Stroms, die Licht erzeugen. Der Rest geht als Wärme verloren. So kann eine LED-Lampe gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe bis zu 90 Prozent Strom einsparen.

Welche Lichtfarbe eine LED ausstrahlt, hängt vom verwendeten Kristall im Innern ab. Für weißes Licht im Wohnbereich wird eine blau leuchtende LED benutzt, die mit einem fluoreszierendem Leuchtstoff letztendlich weißes Licht abstrahlt.

Machen LED-Leuchten warmes Licht?

Die klare Antwort auf die Frage nach warmem Licht einer LED lautet: ja! Aber das war nicht immer so. Die ersten LED-Generationen hatten häufig eine Farbtemperatur von 3.000 Kelvin (K) und mehr. Das bedeutet kaltweißes Licht. Im Vergleich zum gewohnten warmweißen Licht einer Glühlampe mit einer Farbtemperatur von 2.700 K wurde das Licht der ersten LED-Lampen im Wohnbereich als zu kalt und bläulich empfunden. Viele Erstkäufer einer LED-Lampe waren damit zu Recht enttäuscht.

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Tom Dixons Leuchtenfamilie "Fin" zeigt, wie schön LED-Licht heute sein kann.

Heute ist Warmweiß für eine LED kein Problem mehr, weshalb auch viele Lampen und Leuchten in dieser Lichtfarbe angeboten werden. Im direkten Vergleich ist zwischen dem Licht einer LED und einer Glühlampe kaum noch ein Unterschied zu erkennen.

Vorteile von LED-Licht

Neben dem warmweißen Licht bieten LEDs noch viele andere positive Eigenschaften. Lampen und Leuchten mit LED

  • enthalten kein Quecksilber
  • sind dimmbar
  • leuchten nach dem Einschalten ohne Verzögerung und sind sofort hell
  • sind extrem energiesparend
  • geben keine Infrarot- oder Ultraviolett-Strahlung ab
  • haben eine lange Lebensdauer zwischen 15 und 25 Jahren

Dank einer geringen Bauhöhe ermöglicht es LED-Technik außerdem, beim Leuchtendesign neue Wege zu gehen. So lassen sich mit LEDs skulpturale und bisher nicht zu realisierende Formen herstellen. Bei ihnen sind die LEDs meistens schon fest eingebaut.

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LED-Leuchtmittel gibt es für jede Lampenfassung - von E27 bis GU10.

Aber auch alte Leuchten können mit LED-Lampen ausgerüstet werden. So genannte Retrofit-Lampen ähneln in ihrer Form herkömmlichen Glühbirnen und sind in nahezu jeder Fassung wie E27, E14, aber auch als Halogen-Fassungen wie GU10 und G4 erhältlich. So kommen selbst betagte Lampen in den Genuss des neuen Lichts mit LED. Der höhere Preis solcher LED-Lampen mag zunächst abschrecken, aufgrund ihrer langen Lebenszeit von bis zu 25 Jahren und gesenktem Stromverbrauch rentiert sich die Anschaffung aber oft schon nach wenigen Jahren.

LED hat auch Nachteile

Natürlich gibt es auch Nachteile bei der LED. Zwar gibt es nun auch endlich einen lichtstarken Ersatz für eine herkömmliche 100-Watt-Glühlampe. Diese Retrofit-Lampen haben jedoch oft noch eine sehr technische Anmutung. Viele werden sie daher ohne Lampenschirm zu Hause nicht einsetzen wollen. Ein weiterer Nachteil von LEDs ist die leicht verminderte Farbwiedergabeeigenschaft: Verglichen mit einer Glühbirne können Farben im Licht einer LED leicht anders wirken. Bei Fotos oder Bildern an der Wand kann dies problematisch sein, sollte jedoch allgemein nicht ins Gewicht fallen, da der Wert immer noch als sehr gut zu bezeichnen ist.

Auch beim Dimmen gibt es derzeit noch ein Manko. Während das Licht bei herkömmlichen Glühlampen beim Dimmen immer leicht rötlich wird, bleibt die Farbtemperatur bei den meisten Lampen und Leuchten mit LED gleich. Die gewünschte gemütlichere Stimmung im Raum wird beim Herunterregulieren einer LED daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreicht. Vereinzelt sind jedoch schon Produkte auf dem Markt, die auch diese Rotverschiebung realisieren können. Wann das für alle LED-Lampen und -Leuchten gilt, ist jedoch abzuwarten.

Wie andere technische Produkte wird aber auch die LED kontinuierlich weiterentwickelt. So verbessert sich von Jahr zu Jahr die Qualität des LED-Lichts. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis eine LED-Lampe auch eine herkömmliche Glühbirne in allen Punkten vollständig ersetzen kann.

Die 5 wichtigsten LED-Fakten

Lichtfarbe: 2.700 Kelvin und kleiner entspricht warmweißem Licht
Helligkeit: Wird bei der LED in Lumen gemessen (Faustformel: Watt-Zahl einer Glühlampe mal 10 ergibt ungefähr die Lumen-Zahl einer LED)
Energiesparend: eine LED mit 3 Watt ersetzt herkömmliche 20-Watt-Lampen
Lebensdauer: 15 - 25 Jahre
Retrofit-LEDs: E27 - große Fassung, E14 - kleine Fassung herkömmlicher Glühbirnen

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Modernes Licht für vorhandene Leuchten - Retrofit-Lampen mit LED ersetzen herkömmliche Glühbirnen.

Leuchten und Lampen: Tipps für den LED-Kauf

Wer nun seine Lampen nach und nach durch Leuchten und Lampen mit LED ersetzen will, sollte dabei auf diese beiden Punkte achten:

1. Lumen statt Watt: Als Vergleichswert für die Lichtleistung von Lampen hat die bisherige Watt-Angabe leider ausgedient. Zu unterschiedlich sind herkömmliche Glühbirnen, Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen geworden. Um sie dennoch vergleichen zu können, ist die Angabe des Lichtstroms in Lumen nun ausschlaggebend: So erzeugt eine herkömmliche Glühbirne mit 40 Watt einen Lichtstrom von 410 Lumen. Achten Sie daher darauf, dass auch die neue LED-Lampe mindestens 410 Lumen hat. Nur dann ist auch die Helligkeit der Ersatzlampe vergleichbar. Glücklicherweise müssen heute alle Eigenschaften einer Lampe auf der Verpackung aufgedruckt sein - so natürlich auch die Lumenzahl. Das erleichtert das direkte Vergleichen beim Kauf. Hier noch eine Faustformel zum Umrechnen: Wattzahl der auszutauschenden Glühlampe mit 10 multipliziert ist die ungefähre Lumenzahl für die neue LED-Lampe.

2. Die richtige Farbtemperatur: Natürlich wollen Sie nicht nur helles, sondern auch schönes Licht. Daher sollten Sie auch auf die Farbtemperatur der neuen Lampe achten. Auch dieser Wert muss auf der Verpackung seit September 2010 abgedruckt sein. Herkömmliche Glühlampen besitzen eine Farbtemperatur um 2.700 Kelvin, was für warmweißes Licht steht. Achten Sie daher auch bei der LED auf eine entsprechende Angabe, wenn Sie diese im Wohnraum einsetzen wollen. Farbtemperaturen von 3.000 Kelvin und mehr werden nämlich von vielen schon als zu bläulich empfunden. Für Arbeitsplätze, die Küche oder auch zum Lesen ist jedoch auch diese Farbtemperatur geeignet. Hier hängt es von ihrem Geschmack ab, welche Lichtfarbe Sie am jeweiligen Ort vorziehen.

LED-Leuchten per App steuern

Bei speziellen LED-Lampen und LED-Leuchten lassen sich Helligkeit und Farbe des Lichts mit nur einem Fingerwisch per Smartphone und Tablet-PC drahtlos einstellen. Die Produkte haben dafür ein Empfangsmodul integriert, mit dem sie sich relativ einfach per Wlan oder Bluetooth mit einer gesonderten Fernbedienung oder eben Smartphones & Co verbinden lassen. Über eigene Programme - Apps gibt es sowohl für Apples iOS-Betriebssystem als auch für Android-Geräte – lassen sich dann individuelle oder automatische Beleuchtungsszenarien aufrufen.

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Ohne Lichtschalter: LED-Leuchten einfach per App steuern.

Das Ansteuern von mehreren Lampen ist dabei ebenfalls möglich, um so ganze Räume stimmig zu beleuchten. Bekannteste Reihe sind die "Hue"-Leuchten und LED-Lampen von Philips. In den vergangenen Jahren kamen jedoch noch weitere Anbieter hinzu, die das derzeitige Angebot solcher LED-Lampen vergrößern. Je nach System sind unterschiedliche Möglichkeiten in der Anwendung geben und reichen vom Ambiente-Licht beim Fernsehen über verschiedene Tages- und Abendstimmungen automatisch nach Uhrzeit bis zu Disko-Beleuchtung für die Privatfeier.

Anbieter steuerbarer LED-Leuchten

"Hue" von Philips: meethue.com
"Smart Bulb" von Samsung: www.samsung.com
"Smart Light" von Awox: www.awox.com
"Iwy" von Iwy Light: iwy-light de

LEDs in Fernsehern, Laptops und Kerzen

Nicht nur auf Lampen und Leuchten beschränkt sich der Anwendungsbereich von LEDs. Auch Computerbildschirme und auch der Fernseher zu Hause profitieren von der neuen Licht-Technologie. Der Vorteil: Dank der Genügsamkeit in Sachen Strom können Laptops mit einem LED-Bildschirm länger laufen und verbrauchen selbst große LED-Fernseher mit Bildschirm-Diagonalen von 55 Zoll weniger als ein herkömmlicher Röhrenfernseher.

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Atmosphärisches und sicheres Licht mit den LED-Kerzen und Windlichtern "Imageo" von Philips.