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Herr der Dinge: Stefan Diez

Alle Achtung! Der Designer Stefan Diez hat es innerhalb kurzer Zeit vom Nachwuchstalent zu einem der wichtigsten Gestalter Deutschlands gebracht.
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Wie war dein Tag, Schatz? Diesen Satz hört der Designer Stefan Diez nie. Und seiner Frau, der Schmuckdesignerin Saskia Diez, wird er diese Frage auch nicht stellen, denn beide wissen, wie der Tag war – sie haben ihn mehr oder weniger gemeinsam verbracht. Er in seinem Studio im idyllisch gelegenen Münchener Hinterhof, der an den Glockenbach grenzt, sie in ihrem Showroom im Vorderhaus, in dem sich auch die Wohnung des Paars befindet, wo es mit seinen drei Kindern lebt.

Eine Trennung der privaten und der beruflichen Welt ist für Stefan und Saskia Diez undenkbar, denn ihre Berufe reichen weit in das private Leben hinein. Umgekehrt gilt das genauso, und es ist ganz normal, dass die Kinder nach dem Schwimmunterricht oder dem Kindergarten im Studio vorbeischauen. So normal ist die Anwesenheit des Vaters dort, dass die fünfjährige Tochter Selma meint, ihr Vater, "der arbeitet gar nix". Womit sie seine Tätigkeit als Designer doch leicht unterschätzt. Stefan Diez ist einer der gefragtesten Industriedesigner Deutschlands.

Seine Entwürfe werden von renommierten Unternehmen wie Thonet, E15, Wilkhahn, Rosenthal und Bree, von der italienischen Ideenschmiede Moroso und auch vom britischen Möbellabel Established & Sons umgesetzt. Dabei legt sich der junge Designer auf kein Genre fest. Seitdem sich der Münchener vor sieben Jahren selbstständig gemacht hat, hat er sehr unterschiedliche Produkte entwickelt. Stühle und Sofas, Taschen und Koffer, Garderoben und Regale, sogar Rankgerüste und Pflanzkübel sind darunter.

Stefan Diez’ Entwürfe wirken vertraut, sie sind frei von modischen Verrücktheiten. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich ihr innovativer Charakter. Da ist der Stuhl "Chassis", der aus hauchdünnem Stahlblech geformt ist und sich die Herstellungstechniken der Automobilindustrie zunutze macht. Seine Sitzschale wird einen Kern aus Hanf bekommen. Statisches Herzstück des Regalsystems "New Order" sind Aluminiumextrusionsprofile. Sie sind leicht, steif und stabil. Das Regal kommt ohne eine einzige Schraube aus.

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Eine neue Reisetasche besteht aus einem Gewebe, das normalerweise für die Innenverkleidung von Flugzeugen verwendet wird, und die "Papier"-Taschenkollektion, die Diez gemeinsam mit seiner Frau entwarf, wird aus der Folie Tyvek genäht, einem extrem leichten, reißfesten Material. Immer geht es dem Münchener darum, für die jeweiligen Anforderungen das optimale Material zu finden und es konstruktiv so klug wie möglich zu verarbeiten. Verbindungen spielen dabei eine Hauptrolle. Da wird geklebt, geschweißt, gestapelt und gesteckt, unkonventionelle Lösungen sind willkommen – so lange sie sinnvoll sind.

Ob sie es sind, überprüfen Stefan Diez und seine Mitarbeiter in der Werkstatt, liebevoll Laboratorium genannt. Dort entstehen ungezählte Modelle, die zeigen, ob Statik, Proportionen und Oberflächen eines Entwurfs funktionieren. Stefan Diez geht es nicht darum, etwas nur schön zu machen, sondern das technische Prinzip eines Produkts mitzudenken. "Gutes Design ist innovativ, Retro-Look ist nichts für mich. Der bringt uns nicht weiter." Saskia Diez kommt auf einen Sprung ins Studio, Sohn Nikolaus auf dem Arm. Gleich ist Essenszeit. So wie jeden Abend um sieben, wenn sich die Familie trifft, um den Tag gemeinsam zu beenden.

Kontakt

Stefan Diez
Industrial Design
Am Glockenbach 13
Post: Geyerstraße 20
80469 München
Tel.: +49 (89) 20 24 53 92
Fax.:+49 (321) 21232901
E-Mail: mail@stefan-diez.com
www.stefan-diez.com