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Britisch & cool: Established & Sons

Established & Sons mischen die Möbelszene auf. Die Newcomer aus England haben in kürzester Zeit geschafft, wozu andere Jahre brauchten: eine international beachtete Möbelmarke zu werden. Wie das geht? Mit innovativem Design, einer Dosis Kunst – und Partys mit hohem Promifaktor.
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Ohne die Hilfe ortskundiger Passanten übersieht man die schmale schwarze Tür in der Londoner Wenlock Road einfach: Die Pforte zu Established & Sons, einer der angesagtesten Designschmieden Europas, gleicht eher einem Lieferanteneingang. Der Mann, der uns erwartet, wirkt auf den ersten Blick genauso unauffällig wie die Tür. Sebastian Wrong trägt Jeans, Segelschuhe und Pullover. Nicht einmal ein eigenes Büro hat der Mitbegründer und Entwicklungschef des Unternehmens. Wie die 24 Mitarbeiter auch sitzt er an einem langen weißen Tisch und arbeitet an seinem Laptop. "Ein Büro für mich allein? Das würde sich ganz bestimmt nicht lohnen!"

Letzte Woche war Wrong drei Tage in Tokio, danach kurz in Mailand, morgen geht es wieder nach Italien – das Geschäft mit den schönen Dingen ist harte Arbeit und macht dem Designmanager großen Spaß. Und weil Spaß aufs Geschäft wirkt wie Wachstumsbeschleuniger auf Rüben im Beet, hat Established & Sons von Anfang an, seit dem ersten Auftritt 2005 auf der Mailänder Möbelmesse, auf spektakuläre Präsentationen und glamouröse Partys mit hohem Promifaktor gesetzt.

Treibende Kraft dahinter war Alasdhair Willis, Ehemann der Modedesignerin und Beatle-Tochter Stella McCartney und ehemaliger CEO. Seine Beziehungen zum Showbusiness sorgten für die nötige mediale Aufmerksamkeit. Obwohl reichlich Rummel zum Konzept von Established & Sons gehört, ist die Firma keine "Spaßgesellschaft": "Wir wurden schnell bekannt, aber wir wussten auch, dass wir in allem schneller sein mussten als die Konkurrenz", sagt Wrong. Präsentieren andere Möbelfirmen auf den Messen jährlich zwei oder drei neue Modelle, zeigt Established & Sons 25 Neuigkeiten.

Für die Mailänder Messe 2011 dachte Wrong über 30 neue Produkte nach. Und: Während sich andere Firmen spezialisieren, ist Established & Sons ein Allrounder. Alles, was man zum Einrichten braucht, ist da: Sessel und Sofas, Teppiche und Leuchten, Sideboards und Stühle, Tische und Wohnaccessoires.

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Das Design: erfrischend anders, fantasievoll, mühelos, modern. Und obwohl es herstellungsbedingte Einschränkungen gibt, sorgt Sebastian Wrong, studierter Bildhauer, stets dafür, dass die Produkte eine hohe Dosis Kunst enthalten. Er selbst entwirft auch, aber die meisten Möbel stammen von Mitgliedern der britischen Designerelite: Sam Hecht, Jasper Morrison, BarberOsgerby, Alexander Taylor, Terence Woodgate und Michael Young. Auch Entwürfe von Ronan & Erwan Bouroullec, Konstantin Grcic und Scholten & Baijings fehlen nicht.

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110 Serienprodukte schafften es innerhalb von nur fünf Jahren ins Portfolio von Established & Sons. Sie kosten zwischen 45 und 35.000 Euro (Keramikdose "Store" und Carbontisch "Surface"). Dem Vorwurf, ein versponnener Haufen zu sein, der kunstsinnige Reiche mit den unverzichtbaren Musthaves beliefere, begegnete Wrong jüngst mit einer Reihe neuer, preiswerterer Kleinmöbel und Wohnaccessoires, der "Estd"-Kollektion. Setzt das Unternehmen sonst auf die Namen prominenter Designer, werden die bei den "Estd"-Produkten verschwiegen – möglicherweise ersteht man also einen Grcic, weiß nicht, ob es wirklich einer ist, freut sich aber, dass es so sein könnte.

In Deutschland sind die begehrten Kleinigkeiten bisher nur über yoox.com und in wenigen Shops zu haben. Ein Defizit in der Strategie, gibt Wrong zu. Der Kreative, dem auf die Frage, was er mache, wenn er nicht arbeite, keine Antwort einfällt, wird es beseitigen, denn Wrong hat jede Menge Ideen: "I love good ideas!"

Kontakt

Established & Sons
5-7 Wenlock Road, London N1 7SL
Tel.: +44 (0) 20 7608 0990
Fax: +44 (0) 20 7608 0110
E-Mail: info@establishedandsons.com
www.establishedandsons.com