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Den richtigen Esstisch finden

Der Esstisch ist Dreh- und Angelpunkt für das Leben in der Wohnung. Worauf Sie beim Kauf eines Esstisches achten sollten, lesen Sie hier.
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Holz- oder Metallbeine? Den Esstisch "Jalis" von Cor kann man mit verschiedenen Gestellen kombinieren.

In diesem Artikel
1. Klären: Wie viele Personen sollen an den Esstisch
2. Die richtige Größe des Esstisches
3. Wie viel Stellplatz man für den Esstisch kalkulieren sollte
4. Die perfekte Höhe für den Esstisch
5. Das Material für den Esstisch
6. Die richtige Esstisch-Form
7. Das richtige Gestell für den Esstisch
8. Kennzeichen guter Qualität für den Esstisch
9. Probesitzen – ein Muss beim Esstischkauf

Dass ein Esstisch nicht nur ein Tisch, also eine Platte mit Beinen ist, weiß jeder, der schon einmal einen neuen brauchte. Denn der Esstisch ist das Kommunikationszentrum einer Wohnung. Um ihn dreht sich das Leben. Am Familientisch werden die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen, es wird gespielt, gebastelt, es werden Hausaufgaben gemacht, er dient als Home Office, und an Festtagen macht er sich fein oder übernimmt repräsentative Aufgaben, wenn Gäste kommen. Außerdem soll er sich noch optisch harmonisch in das Wohnambiente einfügen. Es lohnt sich also, gut zu überdenken, welches Exemplar den eigenen Bedürfnissen am besten entgegenkommt.

1. Klären: Wie viele Personen sollen an den Esstisch

Vor dem Kauf muss man nicht nur ausmessen, wie viel Platz für den neuen Esstisch zur Verfügung steht, sondern sollte auch überlegen, wie viele Personen normalerweise daran sitzen und für welche maximale Gästezahl er ausreichen soll. Es gibt Tische, die sich von einem Normalformat zu einer langen Tafel ausziehen lassen, zum Beispiel "Cubus Plus" von Team 7. Und wer häufig umzieht, findet es sicher hilfreich, wenn man wie beispielsweise bei "Nomad" von Arco die Tischbeine einfach herausziehen oder abschrauben kann.

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Geschirr, Besteck und Tischdecken im SCHÖNER WOHNEN-Shop.

2. Die richtige Größe des Esstisches

Üblicherweise rechnet man pro Gedeck 60 cm Breite und eine Tiefe von circa 40 cm. Für Schüsseln und Töpfe kommen noch etwa 20 cm in der Mitte hinzu. Im Idealfall ist ein Tisch also einen Meter breit. Um bequem aufstehen zu können, plant man die Stuhltiefe plus 30 cm ein.

3. Wie viel Stellplatz man für den Esstisch kalkulieren sollte

Doch auch der Esstisch selber braucht Platz, um gut wirken zu können und damit Gäste nicht beengt zwischen Stuhl und Tisch den Abend verbringen müssen. Generell gilt: Zum Tischmaß rechnet man die Tiefe des Stuhls hinzu und gibt weitere 30 cm drauf, dann hat man genügend Bewegungsfreiheit zum Aufstehen. Wer sich für einen dunklen Esstisch entschieden hat, sollte dem aber etwas mehr Platz einräumen, das wirkt besser.

4. Die perfekte Höhe für den Esstisch

Die Standardhöhe bei Esstischen liegt bei 74 bis 78 cm (Oberkante) und ist abhängig von der Körpergröße der Personen, die an ihm Platz finden sollen, sowie von der Sitzhöhe der Stühle.

Die meisten Stühle haben eine Sitzhöhe von 46 cm und werden von Tischen mit einer Höhe von 76 cm am besten ergänzt – ein Abstand von 30 cm zwischen Sitzhöhe und Tischoberkante kann als Standardmaß herangezogen werden.

Wichtig: Sind bereits Stühle vorhanden, sollte der Tisch die entsprechende Höhe haben. In diesem Fall ist es notwendig, die Stühle vor dem Tischkauf auszumessen, um später keine böse Überraschung zu erleben.

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Höhenverstellbar: Tisch "Frame" von Asco

Wer bei der Höhe des Esstisches flexibel bleiben möchte, hat die Möglichkeit, eine höhenverstellbare Lösung zu wählen.

Zusätzlich muss der Tisch aber auch in Sachen Beinfreiheit passen. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen Boden und Unterkante der Zarge – also dem Rahmen des Tisches – so groß sein muss, dass auch Personen mit längeren Beinen bei der gewählten Stuhlhöhe noch bequem unter den Tisch passen.

Wer Stühle mit Armlehnen besitzt und diese mit dem Esstisch kombinieren möchte, sollte darauf achten, dass diese auch unter den neuen Tisch passen.

5. Das Material für den Esstisch

Stilistisch gilt es zu klären, ob man einen eleganten oder rustikalen Stil bevorzugt und ob man sich dementsprechend einen Esstisch aus Holz, Glas, Naturstein, eventuell kombiniert mit Metall, wünscht.

Holztische bekommt man meist nicht nur in wenigen Standardmaßen, sondern in vielen Abmessungen und Hölzern, nicht selten auch mit oder ohne Verlängerungsmöglichkeit. Das Modell, das einem im Möbelhaus begegnet, ist also häufig nur ein Musterexemplar, das kleiner, größer und auch in anderen Materialien zu haben ist.

Tische aus Naturstein sind Schwergewichte, deren Auszugsmechanik so funktionieren sollte, dass das Verlängern ohne Kraftanstrengung klappt. Kalkgesteine wie Marmor und Travertin werden durch eine Oberflächenbehandlung vor Flecken geschützt.

Glasplatten haben ebenso wie Steinplatten eine kühle Ausstrahlung, Kratzer lassen sich aber nicht wie bei Massivholz einfach wegschleifen.

Schon seit einiger Zeit verwendet man hochwertige Kunststoffe für Tischuntergestelle. Das Gestell wird durch einen Metallkern stabilisiert. Der große Vorteil: Kunststoff kann man durchfärben und in Form gießen. Hochwertige Kunststoffe sind für draußen geeignet.

6. Die richtige Esstisch-Form

Standardformen für den Esstisch sind rund, oval, rechteckig und quadratisch. Einige Anbieter haben aber beispielsweise auch sechs- oder achteckige Esstische im Programm.

Wer viel Wert darauf legt, dass alle Mitglieder der Tischgemeinschaft miteinander kommunizieren können, sollte einen runden Esstisch wählen. Allerdings sollte der nicht allzu groß ausfallen. Der Grund: Je größer der Tisch, desto größer der Abstand zwischen sich gegenübersitzenden Personen, die sich im schlimmsten Fall nicht mehr ohne Verständigungsprobleme unterhalten können.

Ausziehbare runde Esstische können mittels einer Einlegeplatte in die ovale Form gebracht werden. Diese Form hat den Vorteil, dass viele Personen an ihm Platz finden. Allerdings ist an einem längeren Ovaltisch das Gespräch nicht mehr zwischen allen Personen einwandfrei möglich, da beispielsweise die an den Kopfenden sitzenden Personen am Esstisch zu weit voneinander entfernt sind.

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Rund oder oval: Esstisch "Gher" von Arper

Das gleiche Problem stellt sich bei einem rechteckigen Esstisch, wenn dieser eine gewisse Länge erreicht hat. Ein Argument für den rechteckigen Tisch ist, dass wie bei ovalen Tischen auch an ihnen viele Personen Platz finden. Zusätzlich nutzt man mit rechteckigen Tischen Ecken und Raumnischen besser aus.

Quadratische Esstische sind relativ beliebt. Sie wirken allerdings schnell wuchtiger als rechteckige Tische. Grundsätzlich sollte man berücksichtigen, dass man sich an quadratischen Tischen bei voller Besetzung schnell mit den Beinen ins Gehege kommt. Deshalb sollte man bei Tischen mit dieser Form als Mindestmaß für vier Personen ca. einen Meter Kantenlänge vorsehen – das "Wohlfühlmaß" liegt bei rund 1,20 Metern.

Bei mehreckigen Esstischen sollte man darauf achten, dass an den Kanten des Tisches entweder eine Person – bzw. bei längeren Kanten auch zwei Personen – bequem am Esstisch Platz finden.

Gut sitzen: Stühle im SCHÖNER WOHNEN-Shop

7. Das richtige Gestell für den Esstisch

Das klassischste Gestell für den Esstisch ist das mit vier Beinen. Für runde oder ovale Esstische macht jedoch oft ein einzelner Tischfuß in der Mitte des Tisches mehr Sinn, da in diesem Fall mehr Platz zum Sitzen bleibt und sich Stühle oder Beine nicht mehr so leicht mit den Tischbeinen in die Quere kommen. Bei ausziehbaren Esstischen mit vier oder gar mehr Beinen sollte man beim Kauf testen, wo sich die Beine in ausgefahrenem Zustand befinden, um eventuelle Kollisionen am Esstisch mit Stühlen zu verhindern.

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Ein Tisch mit besonderem Gestell: "Big Table" von Bonaldo steht auf Beinen, die zentral in der Mitte positioniert sind.

8. Kennzeichen guter Qualität für den Esstisch


  • symmetrisch gezeichnete Tischplatten
  • astfreie Gestelle
  • Auszugssysteme aus Aluminium ohne Kunststoffanteile, die sich leicht mit einer Hand bewegen lassen
  • handwerklich hochwertige Verarbeitung wie feuerverzinkte Verbindungen

9. Probesitzen – ein Muss beim Esstischkauf

Einer der größten Fehler, den man machen kann, ist, einen Tisch im Stehen zu kaufen. Hinsetzen, auf einem Stuhl in derselben Höhe wie demjenigen, der später am Tisch stehen wird, ist unabdingbar. Erst so spürt man, ob nicht doch eine Zarge oder ein Tischbein stört und ob die Tischhöhe angenehm ist.