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Was ist dran am "Fenomen Ikea"?

Sind Sie auch ein Ikea-Fan? Wir schon! Aber warum ist Ikea weltweit so beliebt? Die Ausstellung "Fenomen Ikea" in München und Hamburg zeigt, wie das Konzept Ikea funktioniert. Wir waren vor Ort.

Ikea ist Kult. Ikea macht Möbel für Massen. Kaum eine deutsche Wohnung, die ohne "Billy" auskommt, kaum ein Kind, das nicht mit "Bonde" groß geworden ist. Das Sofa "Klippan" avancierte zum Zeichen für guten Geschmack. Doch was macht Ikea zu dem, was es ist?

Weltweit erfolgreich über Jahrzehnte: Wie geht das?

Die Pinakothek der Moderne in München untersuchte das Ikea-Phänomen und stellte dazu schwedische Möbel ins Museum. Inzwischen ist die Ausstellung "Fenomen Ikea" in Hamburg angekommen. Dort läuft sie noch bis zum 28. Februar 2010 im Museum für Kunst und Gewerbe.

Die Ikea-Austellung will keine Werbung sein. Vielmehr zeigen rund 250 Exponate, wie sich Möbeldesign im Laufe der Jahre verändert hat. Ein Spaziergang durch die Zeit von 1958 bis ins Jahr 2008 macht klar, dass Möbel kein Zufall sind. Doch wie schaffen es die Schweden, durch die Jahrzehnte hinweg salonfähig zu bleiben?

Ikea-Slogan "Wir verschicken keine Luft."

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Das Motto des Ikea-Gründers Ingwar Kamprad, "schöne, praktische und preiswerte Möbel für alle" herzustellen, gab es schon einmal: Damals hieß die Idee "Demokratisches Design für alle" und war die zentrale Forderung des deutschen Werkbunds und dessen Nachfolger, dem Bauhaus. Macht Ikea Demokratie? Macht Ikea Design? Kann Design massentauglich sein? Die Antwort lautet: ja, von allem ein bisschen. Im Unterschied zu den Bauhaus-Designern ist die oberste Maxime für Ikea jedoch die Stapelbarkeit und die preiswerte Versendbarkeit eines Möbels. Getreu des Slogans "wir verschicken keine Luft" wird ein Möbel erst dann produziert, wenn es flach in Einzelteile zerlegbar und verpackbar ist und anschließend gut stapelbar in die Ikea-Filialen transportiert werden kann. Erfüllt ein Möbel-Design diese Anforderungen nicht, geht es nicht in Produktion.

Beweise ich als Ikea-Fan Geschmack?

Große Meister des Designs wie Verner Panton oder Poul Henningsen haben es geschafft, mit Ikea massenhaft in deutsche Wohnzimmer einzuziehen. Die Ikea-Designer ließen sich von ihren Möbeln inspirieren und schufen eigene Kreationen, die den Ikea-Anforderungen an Produktions- und Tramsportkosten gerecht wurden. Leidet darunter der gute Geschmack? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Ikea-Ausstellung.

Neben Möbeln von Ikea zeigt "Fenomen Ikea" auch andere Dauerbrenner wie den Wiener Kaffeehausstuhl, der mehr als 50 Millionen Mal verkauft wurde. Die Gegenüberstellung macht klar: Ikea ist anders. Doch nicht allein der Preis unterscheidet die Schweden vom Rest der Welt. Ikea ist Selbstaufbau - und damit auch ein Stück Kollektiv.