Wohnen mit Kindern

Kinder wollen Platz zum Spielen, Eltern mögen es wohnlich und aufgeräumt. Mit guten Ideen, einer flexiblen Einrichtung und den richtigen Möbeln wird man allen Bedürfnissen gerecht.

Schön und praktisch – so und in dieser Reihenfolge soll Wohnen mit Kindern aussehen. Gerade im Wohnbereich möchten alle Familienmitglieder zu ihrem Recht kommen: Kinder nutzen den Raum tagsüber als Spiel- und Tobezone, die Eltern möchten abends aber nicht mehr über Spielzeug stolpern oder mit Gästen im kreativen Chaos versinken.
Möbel mit vielen Funktionen
Die Lösung für das Wohnen mit Kindern heißt Stauraum - am besten solcher, der in Reichweite der Kinder ist und am Abend hinter Türen oder Schubladenfronten verschwindet. Besonders praktisch sind Regalsysteme, die unten verschließbare Fronten für Spielzeug und oben offene Regale für dekorative Vasen, Schalen und Bücher haben.
Auch Container auf Rollen sind eine große Hilfe beim Auf- und Wegräumen. Mit kleinen, flauschigen Teppichen und Bodenkissen können Kinder Spielinseln schaffen und Eltern auf gleicher Ebene gemütlich ein Buch lesen. Auch gut fürs Wohnen mit Kindern: Mobile Computer- und Couchtische, die sich den unterschiedlichen Wohnsituationen problemlos anpassen, denn je flexibler die Einrichtung ist, desto unkomplizierter gestaltet sich das Wohnen mit Kindern.
Gerade wenn man in einer Etagenwohnung lebt und keinen eigenen Garten zur Verfügung hat, muss das Wohnzimmer beim Wohnen mit Kindern verwandelbar sein: Möbel auf Rollen können leicht an eine andere Stelle geschoben, Teppiche zur Seite gerollt und Stehleuchten immer an den optimalen Platz gestellt werden. So kann man freie Spielfläche schaffen und hat genügend Raum, um zwei Sofas zu einer großen Liegewiese zusammen zu schieben. Am Abend wird mit wenigen Handgriffen aus dem Spiel- und Tobezimmer der Kinder wieder das Wohnzimmer der Eltern.
Praxis-Tipps von SCHÖNER WOHNEN-Redakteurin
Christina Desler, SCHÖNER WOHNEN-Redakteurin und vierfache Mutter Christina Desler, SCHÖNER WOHNEN-Redakteurin und vierfache Mutter

Foto: Gabi Zimmermann
Wohnen mit Kindern soll natürlich auch schön sein. Meine Erfahrung nach zehn Jahren: Mit ein paar Tricks ist vieles möglich, aber ohne Kompromisse geht das Wohnen mit Kindern nicht. Zum einen soll die Einrichtung kindgerecht und alltagstauglich sein, zum anderen soll sie den Eltern gefallen. Das fängt schon im Eingangsbereich an. Um die Garderobe einer Großfamilie unterzubringen, bräuchte man eigentlich eine Halle. Wir haben viele Haken auch in Reichhöhe der Kinder an die Wand geschraubt – nicht wunderschön, aber praktisch! Mützen, Handschuhe und Basecaps verschwinden in einer Truhenbank, fast alle Schuhe finden auf übereinander gestapelten Schuhrosten Platz.
Als Dreckbremse liegen im Eingang, in der Küche und unter dem Esstisch waschbare Teppiche aus Baumwolle. Man kann sie absaugen, später umdrehen und schließlich bei 95 Grad waschen. Unsere Böden haben wir mit Eichenholzdielen ausgelegt – sehr pflegeleicht und warm.
Dank Hussen und abziehbarer Bezüge kann ich auch meine Vorliebe für weiße Sofas und Sessel pflegen! Um die Polsterung zu schonen, haben wir seit Kurzem ein kleines Trampolin zum Hüpfen: Es passt in jede Wohnung. Unser Kompromiss im Wohnzimmer: Der große Couchtisch musste weichen, damit die Kinder mehr Platz zum Spielen haben. Teetassen stellen wir auf Beistelltische, Spielzeug, Malsachen und Kinderbücher verstauen wir abends hinter geschlossenen Regalfronten und in mobilen Containern, die in die Kinderzimmer gerollt werden. Wohnen mit Kindern funktioniert bei uns nach dem Motto "gleiches Recht für alle": tagsüber Spielfreiheit für die Kinder und abends ein aufgeräumter Wohnbereich für uns Eltern!

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