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Kochnische wird Wohn-Küche

Eine Kochnische, die unmittelbar in ein Wohn- und Esszimmer übergeht: Hier war es wichtig, beide Räume zu verbinden und optisch voneinander abzugrenzen.
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Vorher-Nachher auf einen Blick: Drei Wohnbereiche ohne klare Trennung

Vorher: Großes Durcheinander herrschte in dem Zimmer, das Wohn-, Ess- und Kochbereich in einem darstellt. Weder waren den einzelnen Funktionsbereichen klare Zonen im Raum zugeordnet, noch war es der Bewohnerin bisher gelungen, eine einheitliche wohnliche Stimmung herzustellen. Nachher: Innenarchitektin Susanne Beißner-Schindler hat dem Wohnraum ein neues Gesicht gegeben. Eine klar - auch farblich - abgegrenzte Küchenzeile, die für sich steht, aber dennoch den perfekten Übergang zum Essplatz schafft. Von dort ist es nicht weit zum umgestalteten Wohnzimmer, dass sich am Stil und der Einrichtung des Esszimmers orientiert.

Vorher: Fehlende Harmonie

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Der Esstisch stand in der Mitte des Raumes, war aber zu klein für mehrere Personen und fügte sich nicht in die Wohnstruktur. Der Tresen der Einbauküche ragte ungenutzt in den Raum und wirkte so wie ein Fremdkörper. Weder vom Esstisch noch von den Tresenhockern hatte man einen direkten Zugang zur Küche. Zudem machte der massive Einsatz von Ober- und Unterschränken das Zimmer unwohnlich und raubten ihm viel Licht. Dies galt auch für das angrenzende Wohnzimmer, in dem viele kleine, dunkle Möbel verteilt waren und für Unruhe sorgten. Hohe antike Schränke engten den Raum ein, wurden aber nicht voll genutzt. Das Sofa stand diagonal zwischen zwei Wänden und raubte weitere, dringend benötigte Stellfläche.

Nachher: Fließende Übergänge von der Küche zum Esstisch

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Die neue Wohnküche präsentiert sich als moderner Tresen. Im Mittelpunkt steht der helle Küchenblock mit Spüle, der als Aufbewahrung für große Geräte dient. So bleibt unter der Arbeitsfläche jede Menge Platz um Regale und Schubladen anzuordnen. Das Blau der Wand sorgt für Ruhe und harmoniert perfekt mit dem Holz der Dielen und dem Beige der Arbeitsflächen. Die Dunstabzugshaube wurde mittig auf der blauen Wand angeordnet. Die leicht auskragende Arbeitsfläche des Küchenblocks bietet zusätzliche Abstellfläche und dient vom Essplatz aus als optische Barriere, um den direkten Blick auf die Spüle einzuschränken. Der Küchenblock stellt die Trennlinie zwischen Küche und Essbereich dar: Vor dem Tresen wird gearbeitet, hinter dem Tresen schließt sich ein großer ausziehbarer Holztisch an, der Platz für mehrere Gäste bietet.

Neuer Stauraum

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Neuer Stauraum

Die Leichtbauwand neben der Zimmertür war bereits vorhanden und wurde mit einer weiteren Leichtbauwand und einer blauen Glasschiebetür zur Speisekammer umfunktioniert. Das Innere der Kammer ist mit schlichten Regalen aus dem Baumarkt deckenhoch ausgebaut. Die Küchenzeile weist gleich mehrere Besonderheiten auf: Die durchlaufende Eingriffsmulde der Unterbaumöbel ergibt ein reizvolles Bild und verzichtet auf vordergründig dekorative Elemente. Der Einbauherd hat Überbreite und erinnert mit seinem kräftigen Edelstahlgriff an eine Profiküche. Das Glaskeramikkochfeld ist bündig in die Arbeitsplatte integriert und wird über Sensorenfelder im vorderen Bereich der Glasplatte bedient.

Cool und gemütlich - ein Wohnzimmer wird zur Lounge

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Cool und gemütlich - ein Wohnzimmer wird zur Lounge

Das Wohnzimmer ist zur gemütlichen Lounge geworden. Weiße Lederpolster passen zur modernen Küche. Dagegen setzt das Holz der Anbaumodule und Jalousien eine warme Stimmung und harmoniert perfekt mit dem Nussbaumholz des großen Esstisches. Die zuvor gelben Wände wurden jetzt weiß gestrichen - so wirkt der gesamte Raum wesentlich heller. Ausreichend Stauraum befindet sich in dem neu integrierten Wandmodul, das sich beliebig um weitere Elemente zum Stapeln, Stellen und Hängen ergänzen lässt. Die hintere Blende an der TV-Wand verbirgt einen Kabelkanal.

Stilvolle Akzente

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Stilvolle Akzente

Im Wohnzimmer dominieren weiße Töne und schlichte Holzmöbel. Akzente setzen lediglich Accessoires wie bunte Kissen oder farbige Zweige. Der praktische Massivholzwinkel ist ein Beistelltisch, der bei Bedarf mit dem Fuß unter das Sofa geschoben werden kann. Er eignet sich hervorragend, um einen Laptop oder eine Kaffeetasse darauf abzustellen. Ein echter Hingucker an der weißen Wand sind die selbstgestalteten Bilder aus Stoffbahnen, die auf MdF -Platten aufgezogen sind. Das Wohnzimmer harmoniert nun perfekt mit dem neuen Essbereich und lädt zum Wohlfühlen und Entspannen ein.

Bewertung: Überzeugende Kombination

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"Stauraum ist bei mir ziemlich Mangelware", gesteht SCHÖNER WOHNEN-Leserin Susanne Senft. Deshalb überlegt sie auch, ob alle Sachen in der Küche untergebracht werden können. "Im Vorschlag der Planerin ist das ganze Thema Küche in Unterschränken und einer Kammer organisiert - ich hoffe, das reicht für meinen Bedarf." Zusätzlicher Stauraum befindet sich jedoch auch noch im Küchenblock sowie in den Schränken des Wohnzimmers.

Grundriss: Esstisch im Mittelpunkt

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Genuss steht hier im Mittelpunkt: Der Esstisch mit vier Stühlen wurde in die Mitte des Raumes gerückt. So hat man rechterhand den direkten Kontakt zur Küche, was besonders praktisch ist, wenn Gäste zu Besuch sind. Linkerhand erstreckt sich der neu gestaltete Wohnbereich, der ein gemütliches Sofa und eine Fernsehwand besitzt.