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Kräftige Farben für ein Wohnzimmer

Wie schafft man es, in den Grundriss eines typischen Reihenhauses Individualität zu bringen? Oft ist der Platz des Essbereiches ebenso vorgegeben wie die Sofalandschaft in der Ecke. Dass dies nicht zwangsläufig so sein muss, beweist die Wohnung eines Ehepaares aus dem Bergischen.
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Vorher-Nachher auf einen Blick: Reihenhaus mit Wunsch nach Individualität

Ein Reihenhäuschen im Grünen, davon hatte das Ehepaar Winter lange geträumt. Doch vor allem das Wohnzimmer stellte sie vor mehrere Probleme. Vorher: Die lange Glasfront - der Zugang zur Terrasse - ließ zwar viel Licht in den Raum, raubte aber auch viel Stellfläche. Die Ausrichtung der Sitzecke und des Essbereiches war durch den Grundriss genau vorgegeben. Nachher: Bei der Umgestaltung lag der Schwerpunkt auf dem Einsatz von kräftigen Farben für Wände und Möbel. So wurden in dem 34 Quadratmeter großen Raum nicht nur funktional getrennte Bereiche geschaffen, der Standardgrundriss bekam auch eine individuelle Note.

Vorher: Wohnzimmer mit Standardgrundriss

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Nicht nur von außen sind sich Reihenhäuser ähnlich. Auch ihr Grundriss ist oft nahezu identisch: Im Wohnraum ist der Essplatz dort untergebracht, wo die Tür zur Küche liegt. Oft erstreckt sich eine breite Terrassentür über die Länge des Wohnzimmers - so bleibt kaum Stellfläche für Sofa und Schränke. Nach Ende der Bauphase hatte das Ehepaar Winter noch keine konkreten Vorstellungen, wie sie diesen baulichen Vorgaben entgehen konnten. Nur eines wussten sie ganz sicher: Sie wollten kein Wohnzimmer von der Stange, sondern einen Raum mit Persönlichkeit.

Nachher: Individualität und Großzügigkeit

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An der vorgegeben Aufteilung ließ sich nicht viel ändern: Vor dem Treppenaufgang befindet sich der Essplatz, im hinteren Bereich ist die Sofaecke untergebracht. Der großzügige Esstisch aus dunkel gebeizter Kastanie lässt sich ausziehen und bietet somit Platz für mehrere Gäste. Ein neu geschaffener Hingucker ist das Podest, über das man - jetzt ohne Stolpern - nach draußen gelangt. Beim Hereinkommen aus dem Garten lassen sich Schmutz und Nässe auf einem in das Podest integrierten, pflegeleichten Teppich abstreifen. Die Paneeltracks, die sich vor der gesamten Fensterfront gegeneinander verschieben lassen, strahlen Großzügigkeit aus. Die Sitzecke ist hinter einer weißen Wand untergebracht, die Treppenaufgang und Wohnbereich separiert.

Moderne Anbauwand

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Moderne Anbauwand

Ziel des Innenarchitekten war es, dem Raum maximale Größe zu verleihen. Dazu dient zum einen eine relativ flache Möblierung, zum anderen ein symmetrisches Farbkonzept für die gegenüberliegenden Wände. Die fünf Meter lange, weiß lackierte Anbauwand ist nur 1,50 Meter hoch, bietet jedoch auf der gesamten Länge Platz für mehrere Borde, Container und Regale, so dass Bücher, CDs und Geschirr untergebracht werden können. Originelles Detail im Wohnbereich ist der dunkelrote Filzteppich, der in der Mitte einen hochflorigen Kreis besitzt. Vom Essplatz aus gelangt man durch die satinierte Glastür in die angrenzende Küche.

Sonnige Farben

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Sonnige Farben

Wie im Essbereich, so dominieren auch im Wohnzimmer warme Orangetöne, kombiniert mit neutralem Weiß. Der untere Teil der Wand ist mit Strukturtapete abgesetzt und endet exakt auf gleicher Höhe mit den Paneelflächen, die im gegenüberliegenden Esszimmer verlaufen. Ihre Abschlusskanten markieren zugleich den Farbwechsel von Weiß zu Gelb auf der einen bzw. von Orange zu Gelb auf der anderen Seite und fassen den Raum optisch zusammen. Vor diesem farbenfrohen Hintergrund strahlt die helle Sofaecke, die mit einem Hockerelement ohne Lehne auch nach Bedarf zur Polsterfläche zusammengestellt werden kann. So entsteht im Handumdrehen ein herrlicher Relaxbereich mit Blick in den Garten oder auf den Fernseher.

Bewertung: Zimmer mit Charakter

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SCHÖNER WOHNEN-Leserin Susanne Winter fand viele Ideen des Innenarchitekten sehr nachahmenswert: "Eine große Verbesserung stellt das Podest vor der Terrassentür dar. Jetzt ist endlich die Stolperschwelle dieser typischen dicken Türrahmen weg. Ich kann mir auch vorstellen, da mal ein Kissen aufs Podest zu legen und vorm Fenster zu sitzen. Das wäre bestimmt eine beliebte Sitzgelegenheit für Partygäste. Der Teppich in der Mitte des Raumes ist ebenfalls ein schönes Detail - und sehr praktisch, weil man ihn zum Reinigen herausnehmen kann." Nur mit dem Orange als neue Wandfarbe tut sich Susanne Winter noch etwas schwer.

Grundriss: Perfekte Zuordnung

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An der langen Front des Wohnzimmers wurde ein Holzpodest geschaffen, über das man barrierefrei auf die Terrasse heraustreten kann. Zwischen Fernseher und Essbereich steht ein Sessel samt Hocker in traditioneller Korboptik gemütliche Akzente. Eine Trennwand grenzt den Wohnbereich vom Treppenaufgang ab und schafft Raum für die L-förmige Sofaecke.