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Ein Wohnraum in Schlauchform - zweifach genutzt

Der Wunsch zum Umbau war bei einer Leserfamilie aus dem Schwarzwald schon lange vorhanden. Also gestaltete sie die Räume ihres Hauses neu - nur bei dem 32 Quadratmeter großen Wohn-Essraum mangelte es bisher an Ideen. SCHÖNER WOHNEN-Planer Thomas Kühl gelang es mit Farben neue Akzente zu setzen und den Schlauch-Raum optisch in zwei Bereich zu trennen, ohne dass ein einheitliches Wohngefühl verloren geht.
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Vorher-Nachher auf einen Blick: Perfekte Kombination - kräftige Farben und helle Materialien

Wie gestaltet man einen 32 Quadratmeter großen Raum möglichst wohnlich und einladend? Vorher: Der riesige Wohn-Essbereich war mit schweren, dunklen Ledermöbeln eingerichtet, der Boden mit glänzenden, aber ungemütlichen Fliesen ausgelegt. Nachher: Kräftige Farben kombiniert mit hellen Teppichen und Möbeln verleihen dem Raum ein freundlicheres Gesicht. Dazu trägt auch das überarbeitete Lichtkonzept bei: Indirekte Strahler spenden nur da dezentes Licht, wo es auch benötigt wird, wie etwa über Fernseher und Esstisch. Dank eingezogener Schiebetüren erhält der große Raum eine klare Gliederung in Wohn- und Essbereich.

Vorher: Kühles Ambiente im Wohnzimmer

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Der harte Kontrast zwischen dem Schwarz-Weiß der Ledersofas und der Raumfarbe sowie der dunklen Schrankwand und der hellen Sitzlandschaft wirkte abweisend und ungemütlich. Auch der grau geflieste Fußboden sowie Elemente aus Glas, Chrom und Metall verliehen dem Raum eine kühle Atmosphäre. Statt eine wohnliche Einheit zu bilden, schienen Wohn- und Esszimmer "zerrissen" und eher provisorisch angeordnet. Kahle Wände, bodenlange Vorhänge und eine streng ausgerichtete Sitzordung rund um den Tisch luden auch im Esszimmer nicht zum Verweilen ein.

Nachher: Optischer Zusammenhalt

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Zunächst galt es, dem schlauchförmigen Raum mehr optische Geschlossenheit zu geben. Dies gelang durch Schiebetüren, von denen die größere zum Flur hin aus MdF-Platten konstruiert und mit einer Bildtapete beklebt wurde. Statt harter Kontraste und verspiegelter Flächen, setzte der Planer auf Hölzer, Farben und Teppiche, die für mehr Gemütlichkeit sorgen. Ein echter Hingucker im Wohnbereich ist die mit orangefarbener Strukturtapete beklebte Wand, die wie ein überdimensionales Bild erscheint. Beruhigend dazu wirkt der helle Teppich, auf dem oder um den herum sich Sitzelemente in Naturtönen gruppieren.

Neue Geschlossenheit

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Neue Geschlossenheit

Der Durchgang zum Flur war vorher komplett offen und machte das Zimmer ungemütlich. Eine selbst gestaltete Schiebetür bringt jetzt die gewünschte Geschlossenheit. Die Führung unter der Decke ist in einem schmalen Kasten versteckt, in den zugleich praktische Deckenstrahler integriert sind. Der große, ausziehbare Nussbaumtisch bietet reichlich Platz - für bis zu zwölf Gäste. Um ihn gruppieren sich helle, gepolsterte Stuhlsessel, die optisch mit den Naturtönen im restlichen Raum korrespondieren. Schränke beiderseits der Tür zur Küche verkürzen zwar den Essbereich, bieten aber viel Stauraum für Geschirr und schließen den Raum wohnlich ab.

Klare Strukturen sorgen für Ordnung

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Klare Strukturen sorgen für Ordnung

Auch im Wohnbereich findet sich die Kombination aus Weiß - wie etwa bei der Fernsehbank und den Wandregalen - und Nussbaum wieder. Reizvolle Akzente setzen farbige Accessoires und die knallige Wand in Orange. Davor nehmen sich Teppich und Möbel dezent zurück. Und auch der gesamte Kleinkram wie DVDs, CDs, Bücher und Geräte ist stilvoll im geschlossenen Stauraum des weißen Sideboards untergebracht. So herrscht Ordnung und die Dinge verstauben nicht so schnell wie in den zuvor genutzten, offenen Ablagen.

Bewertung: Modern und dennoch gemütlich

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"Die Idee mit der Abgrenzung durch eine Schiebetür zum Flur ist super", freut sich SCHÖNER WOHNEN-Leserin Beate Günther. "Das war vorher eine ungemütliche offene Situation, gelegentlich zog es auch etwas. Und das Bildmotiv ist klasse - ich liebe diese zarten Grüntöne." Insgesamt ist sie überzeugt von den Ideen des Planers. "Das Ganze ist doch sehr gemütlich, obwohl der Look und das Design so modern sind. Die Akzentfarbe in Gelborange finde ich zwar etwas überraschend, aber dass es eine Tapete ist, gefällt mir."

Grundriss: Klare Trennung

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Praktische Schiebetüren separieren den Essbereich vom Wohnraum. So verwandelt sich der riesige Raum in zwei funktional getrennte Bereiche: Das Wohnzimmer zum Relaxen oder Fernsehen und das Esszimmer mit direktem Zugang zur Küche sowie Empfang von Gästen.