Die richtige Beleuchtung - so geht's

Furnierleuchten "Tilt" von Lfz

Furnierleuchten "Tilt" von Lfz

Foto: lzf

Die passende Beleuchtung setzt einen Raum in Szene und lässt behagliche Stimmung aufkommen. Neun einfache Tipps, wie Sie Licht richtig einsetzen.

Licht kann man planen - und hier sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Denn Schatten, Beleuchtungsgrad und Art der Lampe beeinflussen die Raumwirkung enorm.
1. Viele Steckdosen
Kunstlicht braucht Anschluss: Planen Sie beim Neubau lieber ein paar Steckdosen mehr ein. Renovierungsarbeiten sind eine gute Gelegenheit, ein paar zusätzliche Abzweigungen in den Putz schlitzen zu lassen.
2. Unterschiedliche Lampen
Wir brauchen mal mehr, mal weniger Licht, je nachdem, was wir gerade tun. Darauf reagieren Sie am besten mit einem Lampen-Mix mit unterschiedlichen Stärken und Lichtfarben, verteilt im ganzen Raum.
3. Energiesparlampe richtig wählen
Bei den Glühbirnen ist klar, ob man 40, 60 oder 100 Watt benötigt. Aber mit den Energiesparlampen tauchen ganz andere Werte auf den Packungen auf: 11 Watt ersetzt die alte 60 Watt Glühbirne und die 20-Watt-Energiesparlampe ersetzt die gewohnte 100-Watt-Glühbirne. Für die Stimmung wählen Sie "warm-weiß".
4. Lichtinseln schaffen
Ein heller Raum ohne Schatten wirkt monoton und unbehaglich, oft finden wir, er habe Wartesaal-Atmosphäre. Schaffen Sie deshalb Lichtinseln und schwächer beleuchtete Zonen, das gibt ein abwechslungsreiches Bild.
5. Lichtakzente setzen
Licht muss wirken: zum Hervorheben eines schönen Details, auf das wir besonders stolz sind, eines Bildes. Haben Sie Mut zur Inszenierung. Man kann den Lichtakzent im Falle eines Falles ja wieder ausschalten.
6. Abgeschirmte Leuchtmittel
Nichts nervt mehr als der frontale Blick in die Tischbeleuchtung oder ein Licht-Spot, der sich in den Augenwinkel bohrt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Leuchtmittel abgeschirmt ist. Im Zweifel zu Hause vor dem Kauf ausprobieren. Das gilt erst recht für die gewendelten Energiesparlampen: Die gehören allesamt unter den Schirm, da sie nur so ihre volle Leuchtkraft entfalten können.
7. Halogen für punktförmiges Licht
Wer auf punktförmig brennendes Licht setzt, ist mit Halogenbirnen weiterhin bestens bedient. Sie sind vom Glühlampen-Aus nicht betroffen. Wo das Licht länger an bleibt – im Flur, in der Küche, am Schreibtisch – oder eher sachlichen Charakter hat, sind Energiesparlampen sinnvoll. Gibt’s auch mit Schraubgewinde und als Kerze.
8. Anschluss für Außenlicht
Lieben Sie auch die blaue Stunde auf dem Balkon, wenn man Licht zum Lesen einschalten kann? Oder die stimmungsvolle Beleuchtung auf der Terrasse oder Gartenfläche? An Anschluss und Dimmer denken!
9. Bewegungsmelder im Flur
Schon mal nachts den Schalter im Flur gesucht, womöglich auf der Kellertreppe ins Dunkel gestolpert? Bewegungsmelder in Kombination mit Flurlicht oder anderer Beleuchtung beugen Unfällen vor.
Was bringt ein Lichtplaner?
Simon Konietzny berät in seinem Planungsbüro im Sauerland auch Privatkunden und empfiehlt:
Ein Haus plant der Fachmann, da verlässt man sich nicht auf den Zufall. So sollte es auch beim Licht sein. Jeder Raum gewinnt mit unterschiedlichen Lichtzonen, aber welche das sein könnten und womit sie zu schaffen sind, weiß am besten der Planer, der mit Verkabelung und moderner Elektroinstallation bestens vertraut ist. Der Markt ist für den Laien komplett unüberschaubar, von der dekorativen Tischbeleuchtung bis zur unsichtbaren Technik der Planer hat den Überblick.
Für die Planungsleistung muss man in einem 130-Quadratmeter-Einfamilienhaus ab ca. 1.500 Euro veranschlagen. Darin enthalten sind das Konzept für alle Räume und ein Anforderungskatalog für den Elektrohandwerker. Weitergehende Bauleitung oder Spezialplanung: zum Beispiel für das computervernetzte Haus oder die Gartenbeleuchtung.

www.lichtplanung.de

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