Kleine Räume richtig einrichten

Flexible Möbel und eine geschickte Planung schaffen mehr Platz. Mit unseren Tipps werden kleine Zimmer zu wahren Raumwundern.

Großzügig zu wohnen ist für viele ein Traum. Die Realität sieht oft anders aus. Wer bei der Einrichtung die folgenden fünf Punkte beherzigt, wird sich auch mit weniger Platz zu helfen wissen. Raumkombinationen aus Ess- und Wohnzimmer oder Arbeits- und Schlafzimmer bieten außerdem mehr Großzügigkeit.

1. Reduzierte Einrichtung

1. Reduzierte Einrichtung Foto: Maren Stöver
Statt kleine Räume mit Möbeln zu überfrachten, sollten Sie diese lieber mit klarer Linie und reduziert einrichten. Das mag bei einer geplanten Doppelfunktion paradox klingen, ist aber für das Raumgefühl enorm wichtig und in der Praxis leicht umzusetzen.
So kann ein großes Ecksofa, das sich platzsparend in die Ecke schmiegt, ohne weiteres die sonst übliche Sitzgruppe mit zwei Sesseln ersetzen. Gleichzeitig bildet die kompakte Couchlandschaft einen optischen wie praktischen Ruhepol im Raum. Wenn sich das Möbel bei Besuch auch noch zum Gästebett umgestalten lässt, erfüllt es alle Funtkionen perfekt.

2. Flexible Möbel

Ein großer Esstisch ist schön. Wenn er aber nur an wenigen Tagen im Monat genutzt wird, wird er schnell zur wohnlichen Last. Klapp- und Ausziehvarianten sind hier bessere Lösungen und verlängern sich erst bei Bedarf um etliche Zentimeter. Kombiniert mit Klappstühlen, lässt sich mit ihnen ein sonst kleiner Essplatz für Zwei schnell zur geselligen Runde aufstocken.

3. Viel Stauraum

Stauraum ist für die Ordnung wichtig und sollte, wo es geht, auch neu geschaffen werden. Denn er schafft spürbar mehr Platz. Neben klassischen Regalen und Schränken eignen sich als neuer Stauraum Nischen und tote Zimmerecken für einen Mini-Wandschrank. Hinter schlichten Fronten können hier ungenutzte Stühle, Kissen oder Arbeitsutensilien des Heimbüros schnell und dezent versteckt werden. Alles wirkt dadurch ordentlich und aufgeräumt – trotz der geringen Wohnfläche und mehrfacher Nutzungsart eines Raumes.

4. Doppelte Funktion

4. Doppelte Funktion Foto: Maren Stöver
Es ist verblüffend, mit welchen Doppelfunktionen Designer ihre Möbel ausstatten. Schrank, Tisch oder auch Kommode werden dadurch zu echten Verwandlungskünstlern und machen aus einem Wohnraum gleich noch ein Arbeitszimmer oder großzügiges Esszimmer. Dank Sichtblenden oder Klappelementen lassen sich zum Beispiel viele Regale zu einem Arbeitsplatz mit Schreibtisch umwandeln.
Sogar niedrige Couchtische haben den Wunsch nach Größerem. Kastenförmig gestaltet, machen sie als zusätzlicher Stauraum eine gute Figur. Und höhenverstellbare Varianten lassen sich sogar zum Esstisch umfunktionieren.

Es ist beim Kauf daher ratsam, auf funktionale Möbel mit Doppelfunktion zu achten. Auch dann, wenn diese ein bisschen teurer als ihre einfacheren Verwandten sind. Für den gewonnenen Raum und Zusatznutzen lohnt sich die Investition auf jeden Fall.

5. Helle Farben

5. Helle Farben Foto: Maren Stöver
Nicht nur funktional können Räume zu klein sein, sondern auch optisch. Denn es ist keinem geholfen, wenn alle Möbel einen Platz gefunden haben, sich beim Betreten des Zimmers aber ein erdrückendes Gefühl einstellt.

Um Räume größer wirken zu lassen, bietet es sich an, mit hellen Tönen zu arbeiten. Ob auf der Wand oder beim Möbel - der Raum öffnet sich optisch sofort.

Selbst intensive Farben sind erlaubt, wenn man sie vorsichtig und nur als Akzent einsetzt. Wer Wände farbig gestalten möchte, sollte nur einen begrenzten Bereich streichen, zum Beispiel eine einzelne Wand. Sind doch alle Wände in einem Zimmer farbig geplant, bitte nicht den weißen Abschluss im Deckenbereich vergessen. Er streckt den Raum in die Höhe. So bietet ein kleines Zimmer selbst nach einem Farbkick angenehmen Wohnkomfort – ohne einzuengen.