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Wand, Decke, Boden

Was es bei Wand, Decke und Boden in puncto Einrichtung zu bedenken gibt.

Unser Thema "Wand, Decke, Boden" klingt ein bisschen nach "Bauch, Beine, Po"...

Wand, Decke, Boden

Eine durchaus passende Assoziation – in beiden Fällen geht es nämlich um gute Proportionen.

Und um Problemzonen?

Genau. Wir fühlen uns in Räumen wohl, die harmonisch sind. Und die Grundelemente, aus denen Räume bestehen, sind Decke, Wand und Boden. Also sollten diese in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Darauf hat man doch nur Einfluss, wenn man neu baut. Was tut man in den anderen Fällen?

Was alle schlauen Leute tun, die keine Model-Maße haben: Sie betonen ihre Stärken und lenken von Schwächen ab.

Nun ist es relativ einfach, O-Beine zu erkennen, aber wie merke ich, was in einem Raum nicht stimmt?

Es hilft, einige Punkte systematisch abzuhaken: Ist die Decke hoch genug? Sind die Fenster harmonisch proportioniert? Liegen die Türen richtig? Sind Nischen und Vorsprünge gut positioniert? Bleibt genug Stellfläche? Wie sieht der Fußbodenbelag aus?

Wie sollte er denn aussehen?

Je nachdem: Mit dem Boden werden Zonen definiert und Grenzen aufgezeigt. Aktive Bereiche verlangen harte Böden, Teppich betont die ruhigeren Areale wie Wohn- oder Schlafzimmer.

Und was genau kann an Wänden problematisch sein?

Wände werden von Fenstern und Türen gegliedert. Ist deren Anordnung unglücklich, wirkt die Wand wie ein Schweizer Käse. Dem kann man durch Tricks Abhilfe schaffen: Eine Tür, die ich nicht brauche, wird durch ein davor gesetztes Regal unsichtbar. Zu niedrige oder unterschiedlich hohe Fenster lassen sich kaschieren, indem man Raffrollos auf gleicher Höhe anbringt und sie bis zur Fensteröffnung hinunterlässt. Oder ich mache aus der Not eine Tugend und kombiniere mehrere unruhig wirkende Fenster mit einer Bilderwand.

Gibt es auch Tricks für zu niedrige Decken?

Generell gilt: Je heller die Decke ist, desto höher scheint sie. Wenn ich Wände und Decke einheitlich streiche, fällt die fehlende Höhe ebenfalls nicht so auf. Indirektes Licht aus einem Deckenfluter weitet den Raum nach oben. Auch hohe Türen lassen die Decke höher wirken.

Können Räume auch zu hoch sein?

Ja, wenn ihre Grundfläche im Verhältnis zur Raumhöhe sehr klein ist, entsteht das Gefühl, in einem Schacht zu sitzen. Dann sollte man die Decke abhängen lassen, das ist kein großer Aufwand. Alternativ kann man ein Podest bauen oder eine Galerie einziehen. Auch eine umlaufende Stuckkante oder ein gemalter Fries holen sie optisch herunter.

Falscher Stuck? Das klingt ja fast genauso fies wie PVC-Boden mit aufgedruckter Holzmaserung?

Quatsch, wenn Styropor-Stuck in der Wandfarbe übergestrichen wird, ist kein Unterschied zu erkennen, dafür muss man sich wirklich nicht schämen.

Interview: Anne Zuber

Fotostrecken zum Thema Wand, Decke, Boden: